Dominik Moosmann (links) und Sebastian Haas bieten ein Outdoor-Training an. Foto: Kimmich

Das regionale Fitnessangebots ist seit einem Jahr um ein Angebot reicher: Dominik Moosmann und Sebastian Haas haben ein Outdoor-Training ins Leben gerufen.

Das Outdoor-Training bringt Menschen zusammen, die Lust auf Bewegung, frische Luft und Gemeinschaft haben. Mehrmals pro Woche treffen sich Teilnehmende an verschiedenen Orten, um funktionelles Training unter freiem Himmel zu erleben - unabhängig von dem Alter, Fitnesslevel oder der Wetterlage.

 

Zwölf Monate nach dem Start ziehen die beiden Trainer eine erste Bilanz. Und die zeigt: Ihr Konzept trifft einen Nerv.

„Wetter? Nebensache“, sagen Moosmann und Haas heute mit einem Lächeln. Ob Regen, Wind oder minus zehn Grad: Die Teilnehmenden stehen trotzdem auf der Matte. Nicht aus Pflichtgefühl, sondern weil die Gemeinschaft trägt. Während andere bei schlechtem Wetter lieber drinnen bleiben, wird hier draußen geschwitzt, gelacht und durchgezogen – notfalls mit Mütze, Handschuhen und einem breiten Grinsen.

Das Training ist selten ausschließlich körperlich. Wer dabei ist, erlebt eine emotionale Bandbreite: lautes Fluchen in der Belastung, kurze Momente des Schwindels, aber auch absolute Glückseligkeit nach der letzten Übung.

Genau diese Mischung aus Anstrengung, Überwindung und Stolz mache für viele den Reiz aus. Viele berichten, dass sie sich nach dem Training „ein kleines bisschen unbesiegbar“ fühlen.

„Und wenn am nächsten Morgen der Muskelkater zuschlägt, wird er in der Gruppe meist mit Humor genommen, schließlich ist er der einzige Trainingspartner, der zuverlässig auftaucht, auch wenn man ihn nicht eingeladen hat.“, schmunzelt Haas.

Vom kleinen Projekt zur lebendigen Community

Was als Idee bei langen Läufen entstand, hat sich in zwölf Monaten zu einer festen Größe entwickelt. Fast drei Jahre lang hatten Moosmann und Haas zuvor geplant, diskutiert und gefeilt.

Das Konzept war schnell klar: funktionelles Training draußen, bewusst mit starkem Community- Gedanken.

Nur der Name ließ auf sich warten – Vorschläge wie „Nature Gym“ oder „MoosHaas Fitness“ machten die Runde, bevor das Projekt schließlich startete.

Heute steht fest: Die Gemeinschaft ist das Herzstück. Einmal im Jahr wird nicht trainiert, sondern gefeiert. Beim Sommerfest bedanken sich die Trainer bei ihrer Gruppe für Vertrauen, Zusammenhalt und Unterstützung. „Ohne die Menschen, die bei Wind und Wetter kommen, wären wir nicht da, wo wir heute sind“, sagen sie.

Ein- bis zweimal im Jahr heißt es: Lieblingsmenschen einpacken und mitbringen. Beim „Family & Friends“-Special dürfen alle teilnehmen – egal ob sportlich oder nicht. Das Training wird dann zum gemeinsamen Erlebnis und zeigt, wie niedrigschwellig Bewegung sein kann, wenn Atmosphäre und Gemeinschaft stimmen.

Sport mit Sinn: Engagement über Training hinaus

Auch gesellschaftliches Engagement hat im ersten Jahr seinen festen Platz gefunden. Nach Silvester laden Moosmann und Haas regelmäßig zum Plogging ein, einer Mischung aus Joggen und Müllsammeln, einer modernen Form der Dorfputzete. Zudem beteiligte sich das Team an den Sportwochen der Lebenshilfe in Waldmössingen und Rottweil und brachte dort Bewegung, Freude und Gemeinschaft in den Alltag.

Nach zwölf Monaten ziehen die beiden eine klare Bilanz: Die Idee hat getragen – und ist gewachsen. Aus einem kleinen Projekt wurde eine lebendige Community, die zeigt, wie viel Kraft in gemeinsamer Bewegung steckt.

Während das erste Jahr bereits viele Geschichten geschrieben hat, sind Moosmann und Haas sicher: Das war erst der Anfang.