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Hardt Trotz Zeitdrucks: "Hudeln" streng verboten

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Die Planungen für den An- und Umbau an der Kita laufen auf Hochtouren.Archivfoto: Ziechaus Foto: Schwarzwälder Bote

Durch Corona gab es eine jähe Vollbremsung, nun muss das Gaspedal wieder durchgetreten werden: Beim Großprojekt Kindertagesstätte ist Eile geboten, um die Planungen bis Januar so voranzutreiben, dass der Zuschuss aus dem Ausgleichstock beantragt werden kann.

Hardt. Die Sorgfalt soll aber nicht darunter leiden, was alle Verantwortlichen vor eine gewaltige Aufgabe stellt.

Das Preisgericht für den ausgerufenen Architektenwettbewerb hätte bereits im März tagen sollen, was aber aufgrund der Corona-Pandemie nicht möglich war. Nun soll die Sitzung am Montag, 14. September, nachgeholt werden – und zwar in der Arthur-Bantle-Halle, informiert Bürgermeister Michael Moosmann. In dieser Sitzung kürt das Preisgericht – dem neben dem Bürgermeister auch Pfarrer Eberhard Eisele und Kindergartenleiterin Stefanie Klein, vier Architekten, weitere Fachleute sowie beratende Mitglieder angehören – den Sieger.

Im Notfall müssen Sondersitzungen eingelegt werden

Eins ist jetzt schon sicher: Der Wettbewerb hat sich gelohnt, da 21 Architekturbüros teilgenommen haben und um die besten Ideen wetteifern. Anfangs war im Gemeinderat noch befürchtet worden, dass es kaum Teilnehmer geben könnte.

Sobald der Sieger bestimmt wurde, geht es im Gemeinderat und Kirchengemeinderat mit Volldampf weiter – notfalls mit Sondersitzungen. "Bis zum Januar wollen wir soweit sein, dass wir den Zuschussantrag stellen können", gibt Michael Moosmann das Ziel vor. Bis zu diesem Zeitpunkt muss der Antrag gestellt sein, sonst verstreicht die Frist und es geht ein Jahr verloren. Ohne Corona hätten alle Beteiligten genug Zeit gehabt, doch bekanntlich kam alles anders.

Schadstoffgutachten beweist: Keine Gefahrenstoffe

Auch wenn es pressiert, soll nicht "gehudelt" werden: Die Planungen sollten bereits im Vorfeld möglichst sorgfältig gemacht werden, um keine bösen Überraschungen zu erleben, was die Preise nach oben treibt, sagt Moosmann – und spielt damit auf die Sanierung der Arthur-Bantle-Halle an.

Ein positives Ergebnis brachte ein Schadstoffgutachten: Weder im Boden, Estrich oder in den Wänden wurden Gefahrstoffe entdeckt, obwohl das Gebäude 1954 und in den 1970er-Jahren gebaut wurde – bei denen es im Nachhinein häufig Probleme mit Asbest gab.

Der Zeitplan sieht im Idealfall wie folgt aus: Alle Beteiligten hoffen auf einen positiven Zuschussbescheid in der zweiten Jahreshälfte 2021. Anschließend könnten die Bauleistungen ausgeschrieben werden und Ende 2021 mit dem Tiefbau begonnen werden.

Für den zu erstellenden Neubau wird ein Jahr Bauzeit veranschlagt, anschließend soll voraussichtlich die deutlich kompliziertere Sanierung des bestehenden Gebäudes erfolgen. 2024 könnte dann das Vorhaben im besten Falle abgeschlossen sein. ­

Der Neu- und Umbau der Kita ist nach der Sanierung der Arthur-Bantle-Halle der nächste "Fünf-Millionen-Euro-Brocken". Auf diese Summe werden die Kosten derzeit taxiert.

Den Neubau finanziert die Gemeinde. Sie erhält von der Kirchengemeinde einen Zuschuss von 50 000 Euro je Gruppe, also insgesamt 150 000 Euro. Die Gemeinde übernimmt laut bestehendem Vertrag bei der Sanierung des Altbaus 80 Prozent der Kosten, die Kirchengemeinde 20 Prozent.

Die Gemeinde muss sich strecken, um dieses Vorhaben zu schultern. Derzeit liegt der Schuldenstand bei 2,2 Millionen Euro. Wird die Marke von 2,5 Millionen Euro überschritten, dann reißt Hardt die kritische Marke von 1000 Euro bei der Pro-Kopf-Verschuldung.

Die Corona-Pandemie macht sich auch bei den Gewerbesteuereinnahmen bemerkbar: So waren dort für das Jahr 2020 Einnahmen von 1,3 Millionen Euro eingeplant. Laut derzeitigem Stand werden es aber lediglich 760 000 Euro.

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