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Hardt Nicht lustig: "Pingeln" in Corona-Zeiten

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Michael Knecht (links) im Duell mit Klaus Herzog. Vorbildlich: Die Nachwuchsspieler Daniel Rosenfelder und Simon Bartsch schauen im gebührenden Abstand zu. Fotos: Dold Foto: Schwarzwälder Bote

Langsam, ganz langsam kehrt wieder ein Stückchen Normalität ein – so auch beim Tischtennisverein (TTV) Hardt, der seinen Trainingsbetrieb wieder aufnimmt. Allerdings mit Auflagen, die sich gewaschen haben.

Hardt. "Das ist nicht lustig", stellte daher TTV-Präsident Michael Knecht in seiner Ansprache vor dem Jugendtraining klar. In der Tat: Zunächst einmal entsteht eine gehörige Zettelwirtschaft, da sich alle Teilnehmer fein säuberlich in eine Liste eintragen müssen – mit ihrer Anschrift. Diese Listen werden dann vier Wochen im stillen Kämmerlein aufbewahrt. Sollte unter den Teilnehmern ein Corona-Fall auftreten, wird dieser dem Gesundheitsamt gemeldet.

In der Werner-Staiger-Halle dürften theoretisch 27 Personen trainieren, da diese eine Größe von 270 Quadratmetern hat und für eine Person zehn Quadratmeter vorgesehen sind.

Immerhin: Die Bälle müssen nicht wie ursprünglich angedacht laufend desinfiziert werden. Allerdings sind Abtrennungen zwischen den Platten notwendig und die Kontrahenten dürfen sich nach getaner Arbeit nicht abklatschen. Zudem gibt es keinen Seitenwechsel wie sonst üblich. Laut Regelwerk ebenfalls nicht erlaubt: den Gegner anzuspucken.

Am 12. März war das bislang letzte Training, bevor der "Corona-Hammer" zuschlug. Der TTV-Ausschuss stoppte den Trainingsbetrieb, eine Woche später wurden die Hardter Hallen dann ohnehin geschlossen.

Nun scharrten die Helden des TTV – in Fachkreisen auch "Pingler" genannt – aber mit den Hufen und Präsident Michael Knecht gab das erste Training in der Werner-Staiger-Halle frei. Dass dort in letzter Zeit herzlich wenig geboten war, wird auch daran deutlich, dass die Uhr noch die Winterzeit anzeigt.

Durch die Unterbrechung haben die Vereinsmitglieder auch noch mit einem anderen Problem zu kämpfen: So nähern sich die im Vereinsraum eingelagerten Getränke bedrohlich ihrem Ablaufdatum.

Auch die Modellathleten des TTV haben in der Zwangspause etwas Rost angesetzt, aber dieser wird in den Trainingsmatches rasch abgeschüttelt. Eine Eigentümlichkeit beim Tischtennis sind die lautstarken Selbstgespräche und -motivationen: "Awa, zieh doch durch" oder "Du siehst doch, was er macht", heißt es da zum Beispiel an die eigene Adresse gerichtet.

Vor einer Trainingspartie zwischen Michael Knecht und Klaus Herzog kürte sich der Präsident zum Favoriten: "Ich gewinne mit 3:0-Sätzen", so seine forsche Vorgabe. Auf die präsidialen Schmetterbälle reagierte Klaus Herzog aber mit schnellen Kontern – und so wurde die rasante Partie zu einer engen Kiste. Sie endete mit einem Netzroller und so behielt Knecht doch noch mit 3:2 die Oberhand. Auch die Nachwuchsspieler Simon Bartsch und Daniel Rosenfelder beobachteten die hochklassigen Ballwechsel der Altvorderen – natürlich mit gebührendem Abstand.

Wann in der Werner-Staiger-Halle – die vereinsintern auch "Bierhölle" genannt wird – wieder Rundenspiele stattfinden, ist noch nicht bekannt. Die laufende Saison wurde vorzeitig beendet. Dann setzt der TTV aber wieder auf den Heimvorteil, den er selbst noch verstärkt – und zwar, indem alle Fenster zugesperrt werden und die Heizung aufgedreht wird, sodass die Luft zum Schneiden ist und es den Gegnern beinahe "den Deckel lupft". Bis es aber in einigen Monaten soweit ist, kann nur trainiert werden.

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