Die Vorsitzende der "Ackernative" (von links) Elisabeth Wahl mit der neuen stellvertretenden Vorsitzenden Ulla Lange sowie Lioba Klausmann und Christina Romer. Foto: Anton Foto: Schwarzwälder Bote

Ackernative: Bernhard Lamprecht zieht sich zurück / Ulla Lange ist neue stellvertretende Vorsitzende

Circa 30 Mitglieder und Interessierte hat die Vorsitzende des jungen Vereins Ackernative, Elisabeth Wahl, bei der ersten Mitgliederversammlung im "Grünen Baum" in Hardt begrüßt.

Hardt. Bei der Gründungsversammlung vor einem Jahr hatten sich 18 Mitglieder in die Liste eingetragen. Im Laufe des Jahres wurde der Verein ins Vereinsregister eingetragen und die Mitglieder kamen zu Einsätzen im Garten an der St. Georgener Straße.

Wichtige Themen waren Mitgliederwerbung und die Suche nach einem Gärtner. Es gab Infoveranstaltungen in St. Georgen, Peterzell, Mariazell und Schramberg. Zwei weitere Infoabende sollen noch in Beffendorf (21. Januar) und Lauterbach (27. Januar) stattfinden. Auch eine Homepage wurde etabliert.

Im April fand ein Vortrag über effektive Mikroorganismen (EM) statt. Der Verein war auf dem Dorffest Lauterbach beim Markt der Kulturen und bei einem Umweltfilm im Subiaco mit einem Stand präsent. Ein Gewinn war der Übungsgarten, der dem Verein von Adolf Hafner zur Verfügung gestellt wurde. Dort konnten sich die Mitglieder bei einem Grillfest kennenlernen. Samen wurden gezogen und die ersten Früchte geerntet. Außerdem wurden dem Verein von zwei Stellen Äpfel zur Verfügung gestellt.

Die Anfrage der Grundschule Eschbronn zu einer Kooperation –­ eventuell in Form eines Schulgartens – wurde befürwortet, da Bildungsarbeit und Umweltbewusstsein zu den Zielen des Vereins gehöre. Aktuell gehören dem Verein 36 Mitglieder an.

Es sind 25 Bestellungen für Gemüsekisten gemeldet, wovon drei für Ein-Personen-Haushalte sind. Aufhorchen ließ die Mitteilung, dass der Initiator des Vereins, Bernhard Lamprecht, seinen Acker zurückzog, da nach seiner Einschätzung bestimmte Ziele nicht erreicht worden waren. Er legte auch sein Amt als Vorstandsstellvertreter nieder.

Dennoch hat der Vorstand nicht aufgegeben und die Suche nach einem alternativen Acker war in Winzeln von Erfolg gekrönt. Der Biolandwirt Simon Ohnmacht, Master der Agrarwissenschaft, der sich bei der Versammlung vorstellte, kann beides bieten: Ackerland und Gartenbauberuf.

Die Vorstandschaft sah es als gute Lösung an, dass der Landwirt teilzeitmäßig die Bearbeitung übernehmen kann und dabei von seinen Eltern unterstützt wird. Der Hof betreibt schon seit 30 Jahren Biolandwirtschaft und der Landwirt hat Erfahrungen mit biologischem Gemüsebau und Permakultur.

Der Garten an der St. Georger Straße soll als zweites Standbein neben Winzeln behalten werden. Nachdem die Details geklärt sind, soll in Hardt eine weitere Versammlung stattfinden, um den Verein vorzustellen. So gaben von den Mitgliedern 26 ihr Ja für den Beginn in Winzeln. Ein Mitglied enthielt sich.

Mehr Pflanzen und ein Beet für Kinder im Übungsgarten denkbar

Als neue stellvertretende Vorsitzende wurde Ulla Lange mit 30 Stimmen gewählt. Die Entlastung der Vorstandschaft erfolgte einstimmig.

Im Punkt Verschiedenes informierte die Vorsitzende über die Möglichkeit, in Döggingen einen Riesen-Folientunnel günstig zu erwerben. 28 Mitglieder stimmten für den Kauf. Der Abbau soll im April erfolgen.

Die Vorsitzende, der die Agrarwende zur Ökologie ein Anliegen ist, wies auf die grüne Woche in Berlin und eine Demo am Samstag, 19. Januar, in Tübingen hin. Sie regte Projekte wie ein Insektenhotel mit Kindern oder eine Pflanzentauschbörse an. In den Übungsgarten sollten auf Wunsch des Besitzers noch mehr Pflanzen und eventuell ein Beet für Kinder kommen.

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