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Hardt Motto: "Das volle Brett oder nichts"

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"Kämpft und siegt für unsern Stolz" forderte der Fanclub zum Kampfbeginn – und die Ringer holten den Sieg. Foto: Dold

Hardt - Hoppla Butter, was war denn da los? Derart gebebt hat die Arthur-Bantle-Halle bei einem Ringkampf noch selten. "Schuld" daran war der neu gegründete AV-Hardt-Fanclub "Blau Massiv".

Neben dem schon seit vielen Jahren bestehenden Fanclub "Blau Passiv" darf sich der AV Hardt nun also mit einer zweiten Gruppe schmücken, die für Stimmung sorgt. Und wie sie das tat: Ein Fanmarsch – begleitet von Pauken und Trompeten sowie Fahnen, Doppelhaltern und Bannern – führte von der Ortsmitte über den Schulhof bis zur Arthur-Bantle-Halle. "Das volle Brett oder nichts" lautete das Motto.

Auch der Einzug in die Halle blieb alles andere als unbemerkt, wurde doch lautstark "Blau Massiv 19" angestimmt. Unglaublich: Aus dem Stand heraus wurden nicht weniger als 85 Personen für den Fanclub gewonnen.

Wie die Faust aufs Auge passte es auch, dass der erste Kampf mit "Blau Massiv"-Beteiligung gegen den Lokalrivalen des KSV Winzeln ging, der wieder in die Verbandsliga aufgestiegen ist. AV-Vorsitzender Frank Hermann freute sich bei der Begrüßung darüber, dass der Verein nun zwei Fanclubs habe.

Zur brodelnden Atmosphäre trug auch eine große Schar von Fans aus Winzeln bei, allerdings war die Stimmgewalt von "Blau Massiv" größer. Deren Mitglieder zogen vor dem Kampfbeginn eine riesige Blockfahne hoch, während unter dieser blaue Luftballons aufgeblasen wurden. "Kämpft und siegt für unsern Stolz" forderten sie anschließend auf zwei Bannern und mit einer Choreografie, bevor es bei den Kämpfen so richtig in die Vollen ging.

Daniel Dieterle trommelte sich die Finger wund, Dirk Pfaff blies mit der Trompete zur Attacke und Lukas Gramlich johlte mit dem Megafon den Fangesang an. In diesen stimmte die Masse der Anhänger sofort mit ein.

Nachdem die Hardter nach der Hälfte der Kämpfe noch im Hintertreffen lagen, legte ein AVler nach dem anderen seinen Kontrahenten aus Winzeln aufs Kreuz – und die Punkte blieben doch noch in Hardt. "Ihr seid nur ein Vorort von Fluorn", skandierte "Blau Massiv" süffisant und alles andere als beleidigend gemeint in Richtung der Gästefans. Ein Banner mit der Aufschrift "Derbysieger" rundete das Ganze ab.

Eine anschließende La Ola von Fans und Ringern zeigte, dass auch die Athleten hellauf begeistert waren über die Anfeuerung. "Das ganze Team fand das genial", bekannte Ringer Adrian Jauch, der seinen Kampf gewonnen hatte. "Es hat uns gepusht, wir haben gemerkt, wie wir die Fans in unserem Rücken haben."

Der Fanclub hat im Übrigen eine Vorgeschichte: AV und FC Hardt hatten im vergangenen Winter getrennte Veranstaltungen im "Grünen Baum". Irgendwann saß man aber zusammen – und kam auf das Thema Fanclub zu sprechen. "Nicht lange fackeln", sagte sich Lukas Gramlich, der fortan zur treibenden Kraft wurde. Kurt Wild ("Wart’s ab") agierte als Model für das Fanclub-T-Shirt, das reißenden Absatz fand. Auch die AV-Showtanzgruppe "Jumpin’ the next Generation" zog diese gerne an. Gramlich, Rico Herzog und Helmut Dieterle stellten die Fanutensilien wie Fahnen und Banner her – und schon konnte es losgehen.

Schnell wuchs die Zahl der Unterstützer. Nach dem Kampf gab es eine weitere Flut von Eintritten, sodass der Fanclub nun mehr als 100 Leute zählt – im Alter von 18 bis 75 Jahren. Alle Beteiligten zollten dem Fanclub großen Respekt, der nun auch künftig die Ringer des AV Hardt zu neuen Siegen und Großtaten antreiben soll.

Auch Frank Hermann, Vorsitzender des AV Hardt, zeigte sich begeistert: "Dass es so einschlägt, war nicht zu erwarten." Die beiden Fanclubs "Blau Passiv" und "Blau Massiv" seien befreundet, da gebe es keine Reibereien. Hermann lobte, dass sich der Fanclub so richtig etwas habe einfallen lassen. Es sei sicherlich ein Novum, dass ein Ringerverein in der Verbandsliga gleich zwei Fanclubs habe.

Der Abend in der Arthur-Bantle-Halle war nach dem Kampf aber noch lange nicht beendet. Die "Boneshakers" übernahmen anschließend das Ruder. Sie hielten die Stimmung am Kochen – in der ultimativen Besetzung mit Bobby Weißer, Gerhard Ginter, Jörg Fischer, Gerold Moosmann und last but not least Martin Schmalz.

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