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Hardt Immerhin: Keine Kredite benötigt

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Erstmals hat die Verwaltung in Hardt den Haushalt 2020 für die Gemeinde nach dem vom Land geforderten Haushaltsrecht der doppelten Buchführung (Doppik) im Gemeinderat eingebracht.

Hardt. Mit 199 Seiten plus einige Seiten Anhang ist der Haushaltsplan noch umfangreicher als die Pläne aus der bisherigen Kameralistik. Im Ergebnishaushalt werden als ordentliche Erträge rund 6,15 Millionen Euro ausgewiesen, bei Aufwendungen von rund 6,15 Millionen Euro. Damit gelingt der geforderte Haushaltsausgleich bei 600 Euro Überschuss nur knapp.

Der Finanzhaushalt für die laufende Verwaltungstätigkeit weist Einzahlungen von 5,85 Millionen Euro aus bei Auszahlungen von 5,3 Millionen Euro. Es gibt also einen "Zahlungsmittelüberschuss" von 554 000 Euro (bei der Kameralistik war das die Zuführung vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt).

Bürgermeister Michael Moosmann hatte schon einen Haushaltsplan ohne "Zahlenrekorde" angekündigt, denn der Ergebnishaushalt sei "durch Sparsamkeit und Zurückhaltung geprägt". Im laufenden Jahr zeichne sich ein Rückgang der Gewerbesteuer um gut 500 000 Euro ab, so dass sie für 2020 mit 1,3 Millionen Euro geplant werde. Bei den Investitionen habe man sich auf "das Notwendigste beschränkt", um die Großprojekte Kindertagesstätte und Baugebiet Königsfelder Straße Ost finanzieren zu können. Für die Erweiterung der Kita seien 300 000 Euro im Haushalt eingestellt, die Entscheidung des Architektenwettbewerbs stehe für März 2020 an, so dass Bauarbeiten nach einem Zuschussbescheid 2021 beginnen könnten und voraussichtlich 2023 die Räume zur Verfügung stehen.

Eingestellt seien auch Mittel für Wohnbauflächen am Tischnecker Weg und an der Königsfelder Straße, für deren Erschließung eine Rate von 110 000 Euro eingeplant wird. Der Verkauf von ersten Bauflächen könnte 2022 beginnen. Für die Straßenunterhaltung seien 10 000 Euro eingeplant und weitere 120 000 Euro für die Erneuerung der Weilerstraße, die der Bauausschuss bereits geplant habe.

Im Haushaltsentwurf sei keine Kreditaufnahme geplant, erklärte Kämmerin Annette Saur zur finanziellen Lage der Gemeinde. Der Schuldenstand werde Ende 2020 bei knapp 1,8 Millionen Euro liegen, bei einer Pro-Kopf-Verschuldung von 698 Euro.

Weil der Haushaltsausgleich nur knapp erreicht wurde und die Entwicklung der Gewerbesteuer nicht absehbar sei, sollen geplante Ausgaben im Ergebnishaushalt mit einer Haushaltssperre belegt werden. Das wären die Ansätze für die Erneuerung des Parketts in der Grundschule, für die Sanierung der öffentlichen Toilette (12 000 Euro) und für die Straßenunterhaltung (10 000 Euro).

Für den geplanten ersten Abschnitt der Kanalbefahrung über 7,2 Kilometer gab es den Zuschlag für das günstigere aus zwei Angeboten für eine Firma über 40 000 Euro plus 10 000 Euro für die Auswertung.

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