Gemeinderat: Besonders im Hugswald klemmt es / Erste Kabel für das Neubaugebiet an der Königsfelder Straße

Den Wirtschaftsplan der Gemeindewerke Hardt für 2021 hat Geschäftsführerin Anne Rimmele-Ganter dem Gemeinderat bei der Sitzung in der Arthur-Bantle-Halle vorgestellt.

Hardt. Im Erfolgsplan sind Erträge über 3,42 Millionen Euro geplant; bei Aufwendungen von 3,36 Millionen Euro ergibt sich ein Gewinn von 68 000 Euro, der bei den Gemeindewerken verbleibt.

Im Vermögensplan sind Einnahmen und Ausgaben von jeweils 500 000 Euro vorgesehen. Bei der Stromversorgung Netz wird mit leicht steigenden Erlösen von 1,32 Millionen Euro gerechnet. Die Kosten für den Netzbetrieb steigen auf 590 000 Euro. Für das aufwendige Konzessionsverfahren müssen auch in diesem Jahr Beratungskosten von 25 000 Euro eingeplant werden. Aus dem Netzbetrieb wird ein Gewinn von 47 000 Euro erwartet.

Stabile Preise im Jahr 2021 garantiert

Bei der Stromversorgung Vertrieb wird mit einem leichten Rückgang der Verbrauchsmengen gerechnet sowie mit einem Rückgang der Einkaufskosten, so dass Erlöse von 778 000 Euro erwartet werden (im Vorjahr 832 000 Euro). Für den Strombezug wird mit Kosten von 310 000 Euro gerechnet (im Vorjahr 350 000 Euro). Die EEG-Umlage wurde vom Gesetzgeber auf 6,5 Cent festgeschrieben (statt 6,756 Cent).

Durch die günstigeren Einkaufspreise und die Reduzierung der EEG-Umlage kann für das Jahr 2021 Preisstabilität garantiert werden. Der Jahresgewinn im Vertrieb Strom liegt bei 44 000 Euro. In der Wasserversorgung wird ein Verbrauch von 120 000 Kubikmeter Wasser erwartet. Durch die Erhöhung der Verbrauchsgebühr steigen die geplanten Erlöse auf 388 000 Euro. Bei der Wasserversorgung ergibt sich ein Verlust von 22 000 Euro, der gegen den Gewinn aus der Stromversorgung aufgerechnet wird. So können die Gemeindewerke einen Gewinn von 68 000 Euro verbuchen.

Für die Stromversorgung werden 257 000 Euro investiert, davon 110 000 Euro in einem ersten Teilabschnitt für den Ersatz der Mittelspannungsfreileitung im Kabel vom Ulrichsmoos zur Station Oberhardtweg. Weitere 80 000 Euro sollen für die Erneuerung und Verlegung der Trafostation in der Ortsmitte aufgewendet werden.

In einem ersten Schritt sollen im Neubaugebiet Königsfelder Straße Ost Kabel verlegt werden. Dort werden für die Erschließung für die Wasserversorgung 100 000 Euro bereitgestellt.

Außerdem soll eine Reststrecke der Wasserleitung am Friedrichsberg für 30 000 Euro saniert werden. Für die Erneuerung der UV-Anlage in der Pumpstation sind 18 000 Euro vorgesehen.

Kredit für Erneuerung wird aufgenommen

Für Helmut Haberstroh war der im Entwurf für den Vermögensplan eingestellte Betrag von 30 000 Euro zur Erneuerung von Wasserleitungen zu niedrig. Man müsse schneller marode Wasserleitungen sanieren, bevor "alles auf einmal kommt", warnte er. "Wir schieben Reparaturen vor uns her", bekräftigten Werner Thimm und Jürgen Bargenda und rieten, jetzt mehr Geld in Reparaturen zu stecken, auch über eine Kreditaufnahme. Nach Helmut Haberstroh sollten 100 000 Euro aufgenommen werden, um Wasserleitungen kurzfristiger zu erneuern.

Besonders wichtig wäre eine neue Leitung vom Tiefbrunnen zur Pumpstation am Hugswald, für die Kosten über 170 000 Euro berechnet wurden. Diese zusätzlichen Kosten könnten mit einer Kreditaufnahme gedeckt werden. Man werde den Wirtschaftsplan der Gemeindewerke entsprechend verändern, kündigte Bürgermeister Michael Moosmann für die weitere Beratung und Verabschiedung im Februar an.

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