Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Hardt Drei Orchester begeistern

Von

Blasmusik "Made in Germany" hat das Rundfunk-Blasorchester Concordia Hardt bei seiner Hitparade in der Arthur-Bantle-Halle mit Titeln aus Klassik, Operette, Film, Jazz, Pop, Marsch und Walzer geboten.

Hardt. Drei Orchester gestalteten das bunte Programm des Jahreskonzerts. In Vertretung des erkrankten Vorsitzenden Dirk Pfaff hieß Gerhard Lamprecht das volle Haus willkommen, darunter Bürgermeister Michael Moosmann, Altbürgermeister Herbert Halder und Ottmar Warmbrunn vom Blasmusik-Kreisverband Rottweil-Tuttlingen.

Es begannen die 24 Mitglieder des Vororchesters. Für zwölf Jungbläser oder Schlagzeuger war das Konzert ein Debüt, doch unter der Führung ihres für die Vorbereitung verantwortlichen Dirigenten Michael Ganter konnte gar kein Ton daneben gehen.

Die Junioren eröffneten mit "Pageantry" (Prunk), einer prunkvollen Fanfare, die in ein melodisches Intermezzo überging. Ganz anders "Tanoan Echos" von Robert W. Smith, das Bilder der amerikanischen Ureinwohner musikalisch schilderte. Wilde Trommeln, Röhrenglocken, fremdländische Melodik und ein zündender Rhythmus machten es nicht schwer, sich einen indianischen Tanz um das Lagerfeuer vorzustellen. Als Zugabe gab es zum Abschied "Hello" von Adele.

Stolz konnte Vorstandsmitglied Gerhard Lamprecht vermelden, dass 17 Kinder 2019 das Junior-Abzeichen erworben hatten. Sein Dank galt dem Jugendteam mit Sarah, Ellen, Annika und Joni und den Eltern für die Unterstützung.

Überraschungen warteten mit dem aus Hardt, Rötenberg und Waldmössingen zusammengewürfelten Jugendorchester HaRöWa mit 56 Spielern unter Leitung von Madeleine Geiger. Unter dem Motto "Ohrwürmer – große Stars und ihre großen Hits" sagten die Moderatoren Orell Stephan und Robin Müller einen Höhepunkt nach dem anderen an. Im Vorfeld des 250. Geburtstages von Ludwig van Beethoven in 2020 brachten die Musiker mit "Rockin’ Elise" eine rockige Hommage an den Komponisten zu Gehör. Nach fulminanter Einleitung verwandelten die Jugendlichen die Klaviermelodie "Für Elise" in das coole Jazz-Arrangement von Frank Bernaerts und rockten den Saal.

Mit "Queen on Stage" folgte ein Medley mit Hits der unsterblichen Band wie "We are the Champions" oder "We will rock you". Mit Stampfen, Klatschen und Blasen ließen es die jungen Leute krachen. Die nächste Überraschung wartete schon mit "Shallow" (Arrangement Paul Murtha) aus dem Film "A Star is Born", wo Miriam Müller und Joja Thimm in die Rollen von Lady Gaga und Bradley Cooper schlüpften. Den Interpretinnen gelang es, die seelische Situation des Paares am Wendepunkt ihres Lebens mit Gefühl wiederzugeben.

Im Anschluss steckten "HaRöWa" das Publikum mit Pur-Fieber an mit ihrer ins Ohr und in die Beine gehenden Selektion von Hits der deutschsprachigen Pop-Band. Das tiefe Blech trat in Kontrast zur lieblich-emotionalen Melodik der Holzbläser und Saxofone und schob mit dem Schlagzeug den starken Rhythmus an. Der Applaus wurde mit "I want it that way" belohnt.

Nach der Pause übernahm die Hauptkapelle von "Concordia" unter der Leitung von Daniel Weißer. Aus Anlass der letzten Sendung der ZDF-Hitparade vor 19 Jahren wurde von den Programmdirektoren des Zweiten Hardter Fernsehens eine Sondersendung ausgestrahlt, wobei Moderatorin Selina Beha für Thomas Gottschalk einsprang.

Mit der Ouvertüre zur Operette "Leichte Kavallerie" von Franz von Suppé demonstrierte das Orchester seine Klasse. Eine Fanfare leitete den bombastischen Sound ein, aus dem Flöten und Klarinetten flüssige Läufe entspringen ließen. Das Stück lebte von den lebhaften Reiterpassagen im Galopprhythmus, die in einem Accellerando endeten.

Bei "Adventure" von Markus Götz, das von der Liebe eines Helden zu einer Prinzessin handelt, konnten die Zuhörer ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Spannung war schon bei der hymnischen Einstimmung angesagt. Die Holzbläser brachten Wärme und Emotion, Tenorhörner und Saxofone sorgten für Bewegung. Das gefühlvolle Flötensolo stand für Liebe.

Nach Klassik und Filmmusik wechselte das Orchester mit dem Medley "Roger Cicero on Stage" in einem Arrangement von Peter Schüller das Genre erneut zum Jazz. Cicero, der am Hohner-Konservatorium in Trossingen studierte und mit nur 45 Jahren 2016 verstarb, hatte seinen Durchbruch mit der Kombination aus Jazz und Swing mit deutschen Texten. So verwandelte sich das Orchester in eine Bigband und offerierte die größten Hits wie "Frauen regier’n die Welt" oder "Nicht artgerecht". Für das Keyboard konnte Anselm Pfaff gewonnen werden. In den Drive mischte sich mit effektvollen Crescendi das Blech und Keyboard und Trompeten gaben bis zum Ausklang immer mehr Gas.

Ein Höhepunkt war mit dem "TV-Kultabend" erreicht, wobei musikalisch an all die vielen Kultserien erinnert wurde. Titelmelodien von "Lindenstraße", "Herzblatt", "Derrick" oder "Schwarzwaldklinik" wechselten im Minutentakt. Auch elektrisierende Takte wie bei der "Sportschau" oder harmonische wie bei der Eurovisions-Melodie von Charpentier weckten Erinnerungen. Zuletzt war als fehlendes Genre der Marsch angesagt. So beendete das "Rundfunk-Blasorchester" sein Programm mit "Der Märchenkönig" von Timo Dellweg. Mit seiner fein ziselierten Melodik schien er von den Fantasieschlössern Ludwigs II. inspiriert.

Die wie bei den beiden Orchestern zuvor begeisterten Zuhörer wurden mit einer scherzhaften Zugabe belohnt, wobei der Leiter scheinbar verzweifelte über seine Musiker, die von einer Komposition in die andere rutschten. Gestartet mit dem Radetzky-Marsch, landeten sie über "Aida", "Ein Männlein steht im Walde" und "Jäger aus Kurpfalz" bei den "Holzhacker-Buam". Zwischendurch setzten sie passend zur Musik Helme aus dem Kaiserreich oder gar Katzenhüte auf. Der "völlig entnervte" Dirigent zerriss schließlich seine Noten. Die zweite Zugabe "Es ist ein Ros entsprungen" wurde von Vizedirigentin Lisa-Marie Ganter geleitet.

Artikel bewerten
1
loading

Ihre Redaktion vor Ort Schramberg

Stephan Wegner

Fax: 07422 9493-18

Flirts & Singles

 
 

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.