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Hardt Der letzte Schritt zur Unabhängigkeit

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Seit 125 Jahren steht die Pfarrkirche St. Georg in der Hardter Ortsmitte – was einen Anlass zum Feiern bietet. Foto: Dold Foto: Schwarzwälder Bote

18. Dezember 1918: An diesem Tag kam das hochoffizielle Siegel – Bischof Paul Wilhelm von Keppler aus Rottenburg stimmte der Gründung einer katholischen Pfarrgemeinde Hardt zu. Kurz darauf, also vor genau 100 Jahren, wurde die Kirchengemeinde St. Georg gegründet.

Hardt. Das ist aber nicht der einzige Grund zum Feiern: Vor 125 Jahren – also 1894 – wurde der Bau der Kirche fertiggestellt. Zudem wurde im selben Jahr der Kirchenchor St. Cäcilia aus der Taufe gehoben.

Die Urkunde zur Errichtung der Pfarrei Hardt gibt einen Einblick in die Situation jener Tage. 1897, so heißt es dort, sei in Hardt ein Expositurvikariat errichtet worden. 1910 folgte der nächste Schritt: Damals wurde Hardt zu einer ständigen Pfarrverweserei erhoben. Diese Pfarrverweser waren dem Pfarrer in Mariazell unterstellt.

Eigener Pfarrer ist erwünscht

Das reichte den Hardter Katholiken damals aber nicht aus, wie aus der Urkunde samt Anschreiben des Bischöflichen Ordinariats hervorgeht: "Weil die Gemeinde Wert darauf legte, eine Pfarrstelle zu bekommen und zu diesem Zwecke 8200 Mark gesammelt hat, haben wir den Grundstock der Stelle aus dem Vermögen der aufgehobenen Kaplanei St. Ottilie in Ennetach (Kreis Sigmaringen) 14 000 Mark zugewiesen." Somit sei das Gehalt des Pfarrers gesichert und die Pfarrverweserei könne zur Pfarrei erhoben werden.

Damals gehörte Hardt noch zum Dekanat Oberndorf. Interessant auch die Hinweise auf die zersiedelte Struktur der damaligen Gemeinde. Zum Pfarrverband, beschied das Bischöfliche Ordinariat, gehörten neben dem Ort Hardt mit Neuwelt (beim Nonnenberg) auch die "Filialen" Friedrichsberg, Hugswald, Hutneck, Nägelesee, Nonnenberg, Steinreute sowie Theilen und Tischneck.

Um die Pfarrerstelle attraktiver zu machen, stellte die Gemeinde ein Wohnhaus für den Pfarrer bereit. Da die Pfarrei nur zustande kam, da die Kaplanei Ennetach aufgelöst worden war, gab es vom Ordinariat eine Auflage: So musste der Pfarrer von Hardt für Ennetach einmal monatlich eine Messe zelebrieren – und zwar unentgeltlich.

Nachdem sich die bürgerliche Gemeinde Hardt bereits 1840 von Mariazell gelöst hatte und unabhängig wurde, sollte es noch bis zum Jahreswechsel 1918/19 dauern, bis auch die Pfarrgemeinde selbstständig war. Somit war die Unabhängigkeit der noch jungen Gemeinde dann komplett. Als erster Pfarrer der Gemeinde wurde am 25. März 1919 Josef Hofmeister investiert.

Die Kirche war bereits 1894 unter der Regie des Mariazeller Pfarrers Marcellus Langenbacher errichtet worden. Er wurde später zum ersten Ehrenbürger von Hardt ernannt. Zudem ist eine Straße nach ihm benannt worden. Zuvor mussten die Hardter für Gottesdienste, Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen den Weg nach Mariazell auf sich nehmen – zu Fuß.

Ein Gesangsverein wurde 1892 gegründet. Aus Anlass der damals brandneuen Kirche wurde dieser 1894 in einen Kirchenchor umgewandelt. Am 25. Oktober 1894 wurde das Gotteshaus durch den Rottenburger Bischof Wilhelm Reiser geweiht.

Diese drei Jubiläen werden gebührend gefeiert.

Los geht es bereits am Samstag, 19. Januar, mit der Nacht der offenen Kirche. Beginn ist um 18 Uhr mit einem Wortgottesdienst, um 18.30 Uhr folgt eine meditative Kirchenführung, während um 19.30 Uhr die Fis(c)erman’s Friends an der Reihe sind. Um 20.30 Uhr folgt ein Taizé-Gebet, bevor das Ganze ab 21 Uhr ausklingt.

Weiter geht es am Sonntag, 3. Februar, mit dem Kirchenkino. Dann wird der Film "Ein Mann seines Wortes" von Wim Wenders gezeigt.

Das Adonia-Musical wird am Donnerstag, 25. April, aufgeführt. Am Pfingstmontag, 10. Juni, gibt es einen ökumenischen Gottesdienst. Das Kirchenkabarett "Die Maulflaschen" wird am Samstag, 21. September, aufgeführt.

Hochschulpfarrer Bernd Hillebrand wird am Mittwoch, 25. September, einen Vortrag über die Zukunft der Kirchengemeinden halten.

Feierlich wird es am Sonntag, 27. Oktober, bei einem Festgottesdienst mit anschließendem Stehempfang.

Zur Metzelsuppe wird am Sonntag, 17. November, eingeladen. Zum Abschluss folgt am Sonntag, 24. November, das Jubiläumskonzert des Kirchenchors.

Hinzu kommen Kirchenführungen für Kinder und Erwachsene, Orgelführungen mit Alois Menrad, Wanderungen zu den Hardter Kapellen mit Reinhold Broghammer und Xaver Klausmann, ein Lagerfeuergottesdienst und ein Fotowettbewerb.

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