Foto: Ziechaus Foto: Schwarzwälder Bote

Landwirtschaft: Verein setzt Gegenpol zu industriell verarbeiteter Ernährung / Gärtner gesucht

Das Feld zur Gründung des Vereins "Ackernative Solidarische Landwirtschaft" in Hardt ist bestellt. Verbraucher wollen solidarisch mit der Landwirtschaft (Solawi) einen Gemüseacker bestellen.

Hardt/Schramberg. Ein Bauer, ein Acker, eine Gärtnerin oder ein Gärtner und viele Verbraucher aus Hardt und Umgebung wollen Gemüse und Kartoffeln anbauen, in der Gemeinschaft verteilen und ihre Familien mit gesundem Grünzeug ernähren. In dieser Form einer Solawi sollen von einem Landwirt gepachtete Felder von einer angestellten Gärtnerin mit möglichst vielen Gemüse- und Salatsorten bestellt werden. Die wöchentliche Ernte wird unter den Verbrauchern nach ihren Anteilen verteilt.

Nach dem Vorbild von "Baarfood" in Villingen-Schwenningen schließen sich die Verbraucher in einem Verein zusammen und zeichnen Anteile von 75 Euro pro Monat, mit denen eine Gärtnerin ganzjährig bezahlt wird. Dafür können sich die Mitglieder wöchentlich eine Kiste Gemüse an einer Sammelstelle oder auf dem Hof abholen.

Unter dem Motto "regional ist optimal" steht frisches Gemüse aus der Region vom "eigenen" Acker auf dem Tisch, ohne chemische Behandlung und möglichst wohl schmeckende Gemüsesorten.

So gewinnen laut dem Vereinskonzept alle Beteiligten: Der Bauer verpachtet sein Feld, eine Gärtnerin hat eine ordentlich bezahlte Arbeit und die Verbraucher essen eigenes Gemüse.

Gründungsversammlung am 24. Januar

In anderen Formen der Solawi bestellt ein Bauer seine Felder und hat eine Abnahmegarantie für seine Erzeugnisse. Bei freiwilligen Arbeitseinsätzen zum Kartoffel stecken oder zum Ernten lernt man Acker und Mitglieder kennen und kann gemeinsam ein Erntedankfest feiern.

Jetzt braucht es nur noch eine Gärtnerin oder einen Gärtner und möglichst viele Verbraucher, die eigenes Gemüse essen wollen. Die Menschen der "Ackernative" kann man bei der Gründungsversammlung am Mittwoch, 24. Januar, ab 20 Uhr im Gasthaus Grüner Baum an der Ortsausfahrt von Hardt in Richtung Schramberg kennenlernen.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: