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Hardt Boneshakers tauchen aus Versenkung auf

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Die "Boneshakers" rocken Hardt und Umgebung seit vielen Jahren (von links): Gerhard Ginter, Gerold Moosmann, Thomas Weißer und Jörg Fischer. Martin Schmalz ist derzeit für solche Umtriebe nicht zu haben, da er eine OP zu verdauen hat. Foto: Dold

Hardt - Anfangs schepperte und quietschte es mitunter noch ein wenig – doch die "Bone­shakers" haben sich längst zur Hardter Kultband entwickelt. Als echte "Rockstars" haben sie schon viel erlebt: Stromschläge, Polizei und leicht bekleidete Einlagen.

Nun tauchen sie einmal mehr aus der Versenkung auf: Am Freitag, 21. Dezember, ist ab 21 Uhr Konzert im "Welschdorf" in Schiltach. An diesem Abend werden sie vor "Backbone Hurts" aus Schramberg und Tennenbronn auf der Bühne stehen. Die schlechte Nachricht vorneweg: Martin Schmalz und seine Hurdy-Gurdy-Drehleier werden nicht zu hören sein, da er nach einer Fuß-OP mehrere Monate außer Gefecht ist.

Nein, sich selbst haben die "Boneshakers" noch nie zu verbissen und ernst genommen. Musik hingegen liegt ihnen am Herzen – und das nicht erst seit der Gründung im Jahr 1996. Bereits zuvor ließen sie sich von Bands wie The Sweet, Saga, AC/DC oder den Rolling Stones mitreißen.

Start verläuft holprig

Vor vielen Jahren fassten sie daher den Beschluss: "Eine eigene Band muss her." Sie kauften sich Instrumente und brachten sich deren Handhabung selbst bei, bis schließlich 1996 der erste Auftritt bei der damaligen Beach-Party auf dem Nägelesee erfolgte.

Der Start war nicht gerade vielversprechend. "Schon beim ersten Song krachte die Fußmaschine der Bassdrum", erzählt Schlagzeuger Gerhard Ginter. Nachdem das Malheur beseitigt war, konnte die erste Rockparty der Band aber so richtig losgehen.

Zur Urbesetzung gehörten zudem Gerold Moosmann (Bass, Gesang), Thomas Weißer (Gitarre) – übrigens nach wie vor das optische Aushängeschild der Band –, Armin Broghammer (Gesang) und Rolf Hermann (Gitarre).

Ebenfalls mit dabei waren in späteren Jahren Simone Günter (ehemals Fehrenbacher) am Keyboard und Martin Müller (Gitarre). Er wurde durch Jörg Fischer ersetzt – und hat dafür gesorgt, dass die Titel etwas härter und gitarrenlastiger wurden. So werden mittlerweile beispielsweise Titel wie "Breaking the law" von Judas Priest gespielt.

Das Dasein als Rockstar ist mitunter ein Ritt auf der Rasierklinge, wie auch die "Boneshakers" bereits zu spüren bekommen haben. Bei einem Auftritt in der Steinreute durchzuckten Gitarrist Thomas Weißer beim Spielen immer wieder heftige Stromschläge. Zuvor plumpste schon ein Getränk auf seinen Kopf. Schon viele Rockstars haben bereits früh das Zeitliche gesegnet, doch dazu wollte der "Boneshakers"-Gitarrist nicht gehören – und brach den Auftritt nach mehreren weiteren Stromschlägen ab.

Wir haben die "Boneshakers" im Proberaum besucht:

Auch beim vorerst letzten Auftritt vor eineinhalb Jahren im Industriegebiet drohte ein frühzeitiges Ende. Nach wenigen Titeln fuhr die Polizei vor. "Wenn es nicht leiser wird, ist das hier ganz schnell beendet", lautete die Ansage. Also wurden die Regler etwas heruntergedreht in der Hoffnung, dass es keine weiteren Beschwerden mehr geben sollte. Diese blieben aus und der Auftritt konnte souverän zu Ende gespielt werden.

Den Saft abgedreht

In den Frühzeiten spielten die "Bone­shakers" einmal spontan beim Frühschoppen des Hardter Motorradtreffens. "Erst haben die Leute gejubelt, später haben sie uns den Strom abgedreht", sagt Thomas Weißer, da offenbar nicht jeder Ton perfekt saß.

Den ersten Auftritt mit dem jetzigen Bandnamen feierte die Gruppe vor vielen Jahren im "Schwarzwald-Café". Der Name "Boneshakers" war dem "Art Director" bei der Bühnengestaltung noch nicht so richtig geläufig, unterlief ihm doch bei der Schreibweise des Namens ein Rechtschreibfehler. Aber wen interessiert das schon, solange die Musik stimmt? Die Show passte sowieso, wofür auch Philipp und Thomas Haber­stroh als Nikoläuse verantwortlich waren, die unter dem Jubel der weiblichen Besucher zu "The jack" von AC/DC so manche Hülle fallen ließen.

Ein Sahnejahr hatte die Band 2002, als sie umjubelte Auftritte im Adolph-Kolping-Saal, "Bruckbeck" und "Zum Frieder" hatten. Auch die Optik stimmte schon immer: Zu dieser Zeit wurden die Musiker bei einem Flug nach London gefragt, ob sie die Band "Guns’n’Roses" seien.

Nein, ganz so bekannt sind die "Boneshakers" dann doch (noch) nicht, aber für ihren Auftritt im "Welschdorf" haben sie sich einiges vorgenommen, um ihre eingefleischten Fans zu überzeugen. Diese dürfen gespannt sein, welche Titel die Band aus dem Hut zaubert. Und übrigens: "Wir sind nach dem Konzert für Gespräche mit den Damen zu haben", sagt Jörg Fischer. Zum heiklen Thema Groupies im Laufe der Jahre wollten sich die Bandmitglieder allerdings auch auf mehrmaliges Nachfragen nicht einlassen.

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