Der erste Bauabschnitt des neuen Donaueschinger Wohnquartiers Hans-Thoma-Höfe ist fast fertig. Foto: Daniel Vedder

90 Wohnungen der Hans-Thoma-Höfe sind schon abgenommen. Vor dem Einzug der Bewohner stehen aber noch weitere Arbeiten an.

Noch reichen die Bauzäune fast bis auf die Straße des Hindenburgrings und Fußgänger müssen auf die andere Straßenseite ausweichen, wenn sie an den Hans-Thoma-Höfen vorbeilaufen. Doch das könnte sich in den kommenden Monaten ändern.

 

Dem ersten Bauabschnitt des neuen Wohnquartiers zwischen Hans-Thoma-Straße, Hansjakobstraße, Dürrheimerstraße und Hindenburgring fehlt nämlich nicht mehr viel bis zum Abschluss. Im Inneren der Wohnhäuser sei alles fertig und seit November vergangenen Jahres bereits abgenommen, sagt Christiane Worring, Sprecherin der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA). Die Bundesanstalt ist die Bauherrin der Hans-Thoma-Höfe. „Das Projekt liegt somit vollumfänglich im Zeitplan.“ Vorgesehen ist, dass Menschen ab Mai 2025 in die neuen Zwei- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen einziehen können.

Von denen wird es dann sogar mehr geben, als zum Baustart gedacht. Was sich im vergangenen Sommer bereits angedeutet hatte, ist nun sicher: „Im ersten Bauabschnitt des Quartiers werden 90 neue Wohnungen gebaut, also sogar zwei Wohnungen mehr, als ursprünglich geplant.“ Dafür wurde bei den Gewerbeflächen umgeplant. Insgesamt sollen in den Hans-Thoma-Höfen 155 Wohnungen und drei Gewerbeflächen entstehen. Zwischen 2025 und 2028 soll der zweite Abschnitt realisiert werden.

Wohnungen für Kasernenmitarbeiter

Im Rahmen der Wohnungsfürsorge werden die Wohnungen zunächst Kasernenmitarbeitern der Bundeswehr und denjenigen angeboten, die vor dem Neubau auf dem Areal lebten. In den ersten Fällen hat dieser Prozess laut BImA auch bereits begonnen. Für vier Wohnungen läuft aktuell die Vermarktung über die Wohnungsfürsorge. Die Berechtigten haben noch bis zum 21. Februar Zeit, sich zu bewerben.

Allerdings könnten auch andere Menschen im neuen Quartier unterkommen. „Alle Wohnungen, die nicht innerhalb von vier Wochen an die Berechtigten der Wohnungsfürsorge vergeben werden, stehen anschließend zu denselben günstigen Konditionen – maximal zehn Euro Miete pro Quadratmeter – dem freien Wohnungsmarkt zur Verfügung“, so die BImA.

Bau von Gehwegen und Parkplätzen

Einige Arbeiten sind nun noch im Innenhof und rund um die Wohnungen nötig. „Alle Wege sind bereits gepflastert“, sagt BImA-Sprecherin Worring. Aktuell werden die Grünflächen vor den Wohnungen angelegt, ein Bouleplatz sowie zwei Spielplätze zählen ebenfalls zum neuen Wohnquartier. Zudem seien in den angrenzenden Bereichen fast alle wichtigen Leitungen verlegt, so dass laut Worring auch der Bau von Gehwegen und Parkplätzen, je nach Wetter, bald voranschreiten kann. Dann könnte das Dickicht aus Bauzäunen am Hindenburgring – zumindest kurzzeitig – ein wenig lichter werden.