Geburtstagskind Hans-Martin Huschke ist immer noch oft zu Gast beim FC 08. Foto: Michael Eich

Beim FC Villingen zählte Hans-Martin Huschke zwischen 1972 und 1980 als Torwart zu den herausragenden Spielerpersönlichkeiten. Er feiert diesen Mittwoch seinen 70. Geburtstag.

VS-Villingen - Einen flotten Spruch hat er immer noch auf den Lippen. Seine Liebe zum Fußball und zum FC 08 besteht ebenso weiterhin. "Bei den Heimspielen bin ich auf jeden Fall immer dabei", berichtet Huschke.

Der gebürtige Villinger landete in der Jugend über den VfB beim FC 08. Er schaffte es schließlich in den Kader der Regionalligaelf und brachte es als Ersatzkeeper zu drei Einsätzen in der zweithöchsten Spielklasse.

Nach dem Abstieg begann ab 1972 seine große Zeit in der Schwarzwald-Bodensee-Liga und der 1. Amateurliga Südbaden, den damals dritthöchsten Ligen. Hans-Martin Huschke war mit seinen starken Leistungen bei den Nullachtern nicht mehr wegzudenken.

Angebot der Eintracht

Zu seinen bittersten Erlebnissen im Fußball zählte 1973 der hauchdünn verpasste Wiederaufstieg in die Regionalliga nach einem 0:1 beim VfR Mannheim in letzter Minute durch einen ungerechtfertigten Elfmeter. Ungeachtet der Enttäuschungen waren die Aufstiegsrunde vor zum Teil über 10 000 Zuschauern, genauso wie die Aufstiegsspiele 1976 zur zweiten Bundesliga gegen den BSV Schwenningen neben dem DFB-Pokalspiel 1979 beim Hamburger SV (0:6) für ihn die herausragenden Ereignisse seiner Karriere.

Seine Begabung zwischen den Pfosten blieb auch höherklassigen Vereinen nicht verborgen. Sogar ein Angebot von Eintracht Frankfurt flatterte ihm mal ins Haus.

Beim Autohaus Schuler

Doch Huschke zeigte sich bodenständig. Zu wichtig war ihm auch sein Beruf als Automobilverkäufer. Bevor er in Rente ging, hatte er zuletzt seit 25 Jahren beim Autohaus Schuler gearbeitet.

Im Fußball brachte es der in Sachen Strafraumbeherrschung ganz starke Torhüter mit dem FC 08 auf vier ­Meisterschaften und die gleiche Anzahl an südbadischen Pokalsiegen. Hinzu kamen Einsätze in der südbadischen Auswahl. Als Trainer sind ihm Anton Rudinski, Klaus Bockisch und Ivan Perusic bestens in Erinnerung.

Beim BSV Schwenningen

Anders sieht es bei Heinz Sartor aus. Wegen ihm verließ Huschke nach dem Oberligaabstieg 1980 die Nullachter in der Winterpause Richtung BSV Schwenningen, wo er noch zweieinhalb Jahre spielte. Anschließend trainierte er hier in der Region mehrere Bezirks- und Kreisligisten und auch die A- und B-Junioren des FC 08.

Durch seine langjährige Lebenspartnerin Monika Hassmann, mit ihr zusammen wohnt er in Obereschach, kam er noch zum Hockeysport. Beim HC Villingen trainierte Huschke zwei Jahre lang die Damenmannschaft und war zwölf Jahre lang Vize-Vorsitzender.

"Groß gefeiert habe ich nie"

In Kontakt ist er auch heute noch mit ganz vielen Mannschaftskollegen aus seiner Zeit beim FC 08. "Ich bin immer mit allen gut ausgekommen", betont Huschke. Seinen Ehrentag verbringt er zusammen mit seiner Lebensgefährtin. Entweder wird gewandert oder Tennis gespielt. "Groß gefeiert habe ich meine Geburtstage noch nie", berichtet der stets bestens gelaunte Huschke.