Mit Hans-Jürgen Sobotta übernimmt ein erfahrener Pflegeexperte die Leitung der Einrichtung am Schlossberg in Hausach. Der Ettenheimer setzt auf Teamarbeit.
Mit Hans-Jürgen Sobotta hat das Seniorenzentrum am Schlossberg in Hausach einen neuen Heimleiter gewonnen, der Erfahrung, Ruhe und einen klaren Blick für Menschen mitbringt. Der 62-Jährige aus Ettenheim ist verheiratet, Vater von zwei Kindern – und seit vielen Jahren in leitender Verantwortung in der stationären Pflege tätig. Jetzt hat er die Führung der Einrichtung übernommen, die zur Winkelwald-Gruppe gehört.
Der Schritt nach Hausach ist für Sobotta eine bewusste Entscheidung. Gereizt habe ihn vor allem der innovative Träger, sagt er, ebenso wie die wertschätzende Führungskultur durch Geschäftsführung und Regionalleitung. Hinzu komme eine hervorragende Basis: Das Seniorenzentrum sei durch seinen langjährigen Vorgänger Dietmar Haas sehr gut strukturiert gewesen. „Das ist keine Selbstverständlichkeit und ein großes Plus“, betont Sobotta.
Beruflich bringt der neue Heimleiter einen reichen Erfahrungsschatz mit. Viele Jahre leitete er stationäre Einrichtungen, zuletzt war er 15 Jahre für psychiatrische Pflege- und Eingliederungshilfeeinrichtungen in Bad Krozingen, Nordrach und Breisach verantwortlich. Dort sammelte er umfangreiche Führungserfahrung, entwickelte Konzepte, führte Teams und arbeitete täglich mit Menschen, die krank, alt oder in persönlichen Krisen waren. Auch betriebswirtschaftliches Know-how gehört zu seinem Rüstzeug.
Früh Erfahrungen in der Branche gemacht
Geprägt für die Arbeit mit alten Menschen wurde Sobotta früh. Nach dem Abitur absolvierte er ein Freiwilliges Soziales Jahr in einem Altenheim in Stuttgart. Die Referentin, die ihn damals fachlich und menschlich auf den Pflegealltag vorbereitete, die Zusammenarbeit mit Ordensschwestern, die ersten Bewohner, die er eigenständig betreute, sowie die frühen Erfahrungen mit Demenz, Sterben und Tod hätten ihn nachhaltig geprägt.
Sein erster Eindruck vom Seniorenzentrum am Schlossberg fiel durchweg positiv aus. Er traf auf ein freundliches, kooperatives Team und eine Organisation, die gut aufgestellt ist. Besonders beeindruckt zeigte er sich vom Ausbildungskonzept und vom Hausgemeinschaftsmodell.
Neuer Leiter formuliert klare Ziele
Viele Abläufe funktionieren bereits sehr gut: die Gewinnung von Pflegefachkräften über die eigene Ausbildung, die internationale Ausrichtung der Ausbildung, das hohe fachliche Niveau in Hauswirtschaft und sozialer Betreuung, das professionelle Aufnahmemanagement und eine leistungsfähige Verwaltung. Dennoch hat Sobotta klare Ziele. Er möchte die Zusammenarbeit der Bereiche weiter stärken, die Einrichtung als Team zusammenführen und bewährte Konzepte konsequent fortentwickeln. Schwerpunkte sieht er unter anderem im Wundmanagement, in der Angehörigenarbeit und in der Palliativversorgung. Sein Führungsstil sei dabei zielorientiert, zugleich setze er auf Beteiligung und Mitwirkung der Mitarbeitenden. „Sie sind der Schlüssel zum Erfolg“, sagt er – und meint das ernst: Einbindung in Entscheidungen, Mitbestimmung und wertschätzende Kommunikation gehören für ihn dazu.
Im Mittelpunkt stehen für Sobotta stets die Bewohnerinnen und Bewohner. Zuhören, die Bedürfnisse ernst nehmen, Unterstützung anbieten – aber auch Selbstbestimmung respektieren: Das sei der Kern guter Pflege. Würde, Sicherheit und Freiheit ließen sich nur im Dialog miteinander verbinden, betont er, mit Bewohnern, Angehörigen und den Teams.
Das Haus versteht er als offenen Teil des Gemeinwesens. Vereine, Chöre, Musikgruppen oder Narrenzünfte aus der Stadt sind willkommen und prägen den Alltag mit – ebenso wie das Engagement der Bürgerschaft bei der Suche nach Wohnraum für internationale Auszubildende.
Vorgänger hat nun neue Stelle
Abschalten kann Hans-Jürgen Sobotta nach einem intensiven Arbeitstag am besten mit seiner Frau Angelika, bei einem Essen in der Stammkneipe oder beim Singen im Chor. Und wenn man in einigen Jahren auf seine Zeit am Schlossberg zurückblickt, wünscht er sich, fachlich und strukturell etwas bewegt zu haben – und bei Bewohnern wie Mitarbeitenden in guter Erinnerung geblieben zu sein. Am Mittwochnachmittag stellte Bettina Lehmann-Isenmann von der Winkelwaldgruppe den neuen Heimleiter der Öffentlichkeit vor. „Es war sein großer Erfahrungsschatz und das Gefühl, dass die Chemie stimmt, die unsere Entscheidung getragen haben“, sagte sie. Und Dietmar Haas wollte „sein Baby“ partout nur an einen Leiter übergeben, der die entsprechende Erfahrung mitbringt. Er ist nun Regionalleiter der Winkelwaldgruppe und hat sich nur so auf seine neue Stelle einlassen wollen.
Lob für Personal
Dass der Stellenplan vollständig besetzt ist, die Fachkraftquote bei mehr als 50 Prozent liegt und keine Zeitarbeitskräfte eingesetzt werden müssen, bezeichnet der neue Leiter Hans-Jürgen Sobotta als bemerkenswert – ebenso wie die hohe Zahl an qualifizierten Praxisanleitern.