Hannes Steim (rechts) wird ab 1. Juni als geschäftsführender Gesellschafter bei der Firma Junghans tätig werden und Matthias Stotz (links) unterstützen. Foto: Convensis

Zur weiteren Stärkung des Unternehmens und zur strategischen Erweiterung wird Junghans zukünftig durch Matthias Stotz und Hannes Steim als Doppelspitze in der Geschäftsführung vertreten.

Schramberg - Seit der Übernahme durch die Schramberger Unternehmerfamilie Steim im Jahr 2009 konnte Junghans alle Geschäftsjahre positiv abschließen. 161 Jahre nach der Gründung des Unternehmens präsentierte sich Junghans 2022 erfolgreich auf den Branchenmessen im Frühjahr in Genf und München und hat nach eigenen Angaben internationale Märkte hinzugewonnen.

Umfassende Erfahrung

Um die neuen strategischen Aufgaben im derzeit schnell voranschreitenden Wandel umzusetzen, ist weiteres großes Engagement erforderlich, heißt es in einer Mitteilung. "Hierzu wird Gesellschafter Hannes Steim ab dem 1. Juni mit seiner umfassenden Erfahrung als Führungskraft im In- und Ausland beitragen, die er durch seine Tätigkeiten, zuletzt als Geschäftsführer bei Kern-Liebers in Schramberg, gesammelt hat." Gemeinsam mit Matthias Stotz, der seit Juli 2007 als Geschäftsführer tätig ist, wird Hannes Steim Junghans als Geschäftsführer vertreten.

Internationales Wachstumspotenzial erschließen

Die neue Doppelspitze soll das große internationale Wachstumspotenzial für Uhren der Marke Junghans gemeinsam weiter erschließen und neue strategisch ergänzende Geschäftsfelder besetzen. Das persönliche operative Engagement der Eigentümerfamilie unterstreiche erneut den großen Rückhalt für den bedeutenden Uhrenhersteller Junghans aus Schramberg.

Junghans wurde in der Firmengeschichte weltweit mit zahlreichen Patenten und technischen Neuentwicklungen Vorreiter und bei der klassischen mechanischen Uhr ebenso innovativ wie später bei elektronischen Uhren mit Funk und Solartechnik. Neben den technologischen Eigenschaften zeichnen sich Junghans-Uhren besonders durch ihre Gestaltung aus. Die interne Designkultur wurde seit Mitte des 20. Jahrhunderts gestärkt und zeitweise mit namhaften Designern wie Max Bill oder Hartmut Esslinger ergänzt.

Eigene Designabteilung

Bis heute entwickelt die eigene Designabteilung in Schramberg Zeitmesser, die vielfach prämiert wurden. Zuletzt erhielt im April 2022 die Max Bill Mega Solar den begehrten Inhorgenta Award. Diese aus Titan gefertigte Multifrequenz-Funkuhr mit App-Anbindung überzeugt durch Leichtigkeit, Hautfreundlichkeit, einen hervorragenden Tragekomfort, präziseste Zeitanzeige und bleibt dabei dem Design treu.

Über Junghans

Seit über 160 Jahren gibt Junghans der Zeit ein eigenes Gesicht. Die Liebe zum Detail, der hohe Anspruch an Design und Qualität sowie eine über Generationen gewachsene Technologie-Kompetenz prägen die Produkte der Uhrenfabrik Junghans seit der Gründung im Jahr 1861. Werte, die das Fundament der Erfolgsgeschichte des Unternehmens aus Schramberg im Schwarzwald bilden. Bereits 1903 ist Junghans mit über 3.000 Beschäftigten größter Uhrenhersteller der Welt. Die Entwicklung präziser Werke macht das Unternehmen 1951 zum größten Chronometerhersteller in Deutschland und 1956 zum drittgrößten der Welt. Bei den Olympischen Spielen 1972 in München setzt Junghans als offizieller Zeitnehmer neue Maßstäbe in der Zeitmessung.

Nach einer ereignisreichen und bewegten Firmengeschichte übernehmen 2009 die Schramberger Unternehmer Hans-Jochem und Hannes Steim das Traditionsunternehmen und leiten eine neue Phase des Wachstums ein. Junghans fertigt auch heute noch alle Uhren auf dem historischen Firmengelände. Im Jahr 2018 wird der Terrassenbau zu seinem 100. Jubiläum wieder neu belebt. In diesem Denkmal der Industriearchitektur, das lange Zeit das lichtdurchflutete Herzstück der Junghans-Uhrenproduktion war, wird die Tradition des Uhrenbaus im Schwarzwald in einem Museum erlebbar.