Sägen, Bohren und Nähmaschinen-Surren – die „Kreativwerkbude“ in Deißlingen hat einen absolut erfolgreichen Auftakt hingelegt.
Die „Brückenbauer“ starten mit vollem Elan in die Wintersaison, denn Einen besseren Start hätte sich die „Kreativwerkbude“ kaum wünschen können. Mit zwei gut besuchten und abwechslungsreichen Werkstunden wurde das neue Angebot eingeweiht.
Ob grobe Späne oder feine Stiche – die Teilnehmerinnen bewiesen handwerkliches Geschick und große Lernfreude. Den Anfang machte eine Frauengruppe unter der fachkundigen Leitung von Rudolf Hettich. Ziel war die Herstellung eines dekorativen Weihnachtsbaums aus Holz.
Kennenlernen mit spitzer Nadel
Unter Hettichs Anleitung wurde fleißig gesägt und gebohrt. Die hölzernen Elemente wurden präzise vorbereitet und auf eine Spindel aufgereiht. Die Atmosphäre war geprägt von Konzentration und Spaß am Werken. Das Projekt ist jedoch noch nicht abgeschlossen: In einem zweiten Teil werden die Bäumchen endmontiert und bemalt, um rechtzeitig zum Fest zu erstrahlen.
Später wechselte die Geräuschkulisse zum rhythmischen Surren der Nadeln. Zusammen mit „Lehrerin“ Ingrid Litz trafen sich zahlreiche Frauen zum zweiten Workshop. Zu Beginn bauten alle Teilnehmerinnen ihre Nähmaschinen auf. Der Kurs stand unter dem Motto „Meine Nähmaschine (wieder) kennenlernen“.
Vorfreude auf die Folgeprojekte
Gerade dieser Aspekt traf den Nerv der Anwesenden. Eine Teilnehmerin gestand: „Ich habe seit zehn Jahren meine Nähmaschine nicht mehr angeschaut. Dieses Wissen will ich mir wieder einverleiben.“ Unter der Anleitung von Litz konnten Berührungsängste mit der Technik abgebaut und alte Fertigkeiten belebt werden. Die ersten Veranstaltungen zeigen, wie wichtig das gemeinsame Tun ist.
Die „Brückenbauer“ haben einen Raum geschaffen, in dem Generationen und Interessen zusammenfinden. Man darf auf die nächsten Projekte gespannt sein.