Bürgermeister Ralph Zimmermann kaufte bei der Eröffnung der Manufakturenstadt im letzten Jahr gleich bei Inna Weibert ein. Mylili wird jetzt ein Geschäft für hochwertige Second-Hand-Kleidung. Foto: Jürgen Lück

Zum Horber Frühling werden insgesamt sechs Leerstände beseitigt sein. Wie die Kernstadt weiter belebt wird und worauf wir uns freuen können.

Lange ist nichts mehr passiert. Doch zum Tag der Manufakturen und dem Horber Frühling wird die Kernstadt in neuem Glanz erstrahlen. Nicht nur am Wilhelmsplatz.

 

Wirtschaftsförderer Dejan Micic: „Bis zum Tag der Manufakturen und dem Horber Frühling werden wir zwei neue Flächen an den Markt bringen. Dann werden wir es geschafft haben, sechs Leerstände in Horb im Rahmen der Manufakturenstadt umzuwandeln. Damit werden wir unter den 200 geförderten Städten im Bundesprogramm die sein, die am meisten Leerstände beseitigt haben.“

Der Tag der Manufakturen und der Horber Frühling werden am Samstag 20. und Sonntag, 21. April, sein. Weil wegen der Rauschbart-Vollsperrung die Gutermann-Straße offen bleibt, wird sich das Programm diesmal vom Marktplatz (schwäbisch-elsässischer Markt), Unterer Markt (Morgenland) über Hirschgasse (Steinhaus) bis hin zum Flößerwasen (Kunsthandwerkermarkt) und Turnierwiese (Blaulichtorganisationen) erstrecken.

Und spätestens dann gibt es jede Menge Neues zu entdecken. Dejan Micic: „Am Unteren Markt werden die beiden Manufakturen B-Leben und Mylilly mittels eines Wanddurchbruchs verbunden. Statt Kindermode gibt es dort dann hochwertige Vintage-Second-Hand-Mode. Das Konzept passt super zu den kreativen Upcycling -Ideen von Babsy Rockrohr und ihrer Manufaktur. Beide Konzepte passen sehr gut zusammen und können sich gegenseitig befruchten.“

Gegenüber am Unteren Markt wird das Morgenland hoffentlich seine Außengastronomie eröffnet haben. Eva Michielin: „Wir klären gerade mit dem Bauamt, welche Art von Schirmen möglich sind.“

Blick aus dem brandneuen Morgenland auf den Brunnen am Unteren Marktplatz – zum Horber Frühling soll es hier Außengastronomie geben. Foto: Jürgen Lück/Juergen Lueck

Die ehemaligen Carisatt-Fläche in der Bildechinger Steige könnte zu einem Atelier samt Werkstatt umgenutzt werden. City-Manager Kreidler: „Der noch junge Verein FDFK (Förderverein deutsch-französisches Kunsthandwerk e.V.) macht es sich zur Aufgabe, den Austausch zwischen deutschen und französischen Kunsthandwerken zu fördern. In den Räumen in der Bildechinger Steige könnten dann junge französische Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker für eine gewisse Zeit künstlerisch tätig werden und ihre geschaffenen Exponate ausstellen und verkaufen.

Nächster neuer Hotspot: Der Wilhelmsplatz. Inzwischen abgeräumt, soll hier bis zum Horber Frühling das Holzdeck wieder stehen. Dazu kommen Rad-Abstellplätze, eine Reparaturstation und neue Sitzmöbel hin.

Wirtschaftsförderer Micic: „In bestimmten Teilen der Innenstadt werden wir neue, qualitative Sitzmöbel aufstellen. Sitzbänke, die in der Sommerhalde und entlang der Stäpfele, am Mühlkanal und an der Inselspitze ein bisschen Farbe reinbringen.“

Hinter den zugeklebten Fenstern des ehemaligen Horber Lädles wird fleißig renoviert. Zum Horber Frühling will hier eine neue Manufaktur eröffnen. Foto: Jürgen Lück/Juergen Lueck

Und auch in der Neckarstraße wird es dann einen neuen Laden geben. Dort, wo zuletzt Anette und Said Houri ihr Horber Lädle hatten, ist eine neue Gründerin schon dabei, ihre Manufaktur für handgefertigten Schmuck und hochwertige Deko- und Geschenkartikel, sowie handgefertigten Schmuck zu renovieren. Die Eröffnung ist ebenfalls zum Horber Frühling geplant.

City-Manager Kreidler: „Und wer sich über die Baumaterialien im ehemaligen Fahrrad Beck wundert – hier plant der Besitzer, die Geschäftsräume zu einem Tagescafé umzubauen. Die Umsetzung wird aber noch ein wenig Zeit in Anspruch nehmen.“

Die Räume des ehemaligen Fahrrad Beck in der Neckarstraße: Hier möchte der Besitzer ein Tagescafé eröffnen. Foto: Jürgen Lück/Juergen Lueck

Die Manufakturenstadt – das gemeinsame Projekt von Wirtschaftsförderer Dejan Micic und Thomas Kreidler. Micic: „Man sieht, welche Impulse schon jetzt durch die Beseitigung der ersten Leerstände in der Kernstadt entstanden sind. Das Konzept der Manufakturenstadt hat Horb definitiv belebt. Und wir denken drüber nach, noch weitere Flächen bis zum Ende der Förderung im Sommer 2025 anzubieten.“

Was hat das Förderprogramm Manufakturenstadt bisher bewegt?

Welche Leerstände wurden beseitigt?
 Laut Wirtschaftförderer Micic sollen bis zum Horber Frühling sechs Leerstände beseitigt worden sein.

Welche neuen Läden wird es geben?
 Rathaussprecherin Inge Weber: „Wir werden bis zum Horber Frühling weitere Informationen zu den neuen Manufakturen veröffentlichen, da noch einiges im Fluss ist, wollen wir jetzt nicht weiter vorgreifen.“

Hier hat das Förderprogramm des Bundes in Horb Impulse gegeben
Bei der Eröffnung im März vor einem Jahr feierten Robert Kraus mit seinem Baumart Design in den Arkaden, Babsy Rockrohr mit ihrem „B-Leben“ und Inna Weibert mit ihrer handgenähten „mylili“-Kindermode. Gefördert aus dem Bundesprogramm. Im Juni eröffnete die Creperie in der Gutermannstraße. Im Oktober kam „Zeynep Butiq“ in der ehemaligen Kristallapotheke dazu. Keine Förderung, die Flächen wurden aber vom Team Kreidler/Micic vermittelt. Das Künstlerprojekt im ehemaligen Cari-Satt wird im Rahmen der Manufakturenstadt gefördert.