Oberbürgermeister Erik Pauly (von links), Sachverständiger Manuel Kienzler, Leiter der Wirtschaftsförderung Theo Kneer, sowie die City-Managerin Christine Neu vor dem zukünftigen Pop-Up Store. Foto: Johannes Hauger

Das Konzept der Pop-up-Stores soll frischen Wind in die Donaueschinger Innenstadt bringen. Interessierte Betreiber können sich bewerben.

In vielen Innenstädten in Deutschland schließen immer mehr Geschäfte ihre Pforten. Die Kosten sind zu hoch, und oft bleibt die Kundschaft aufgrund der digitalen Konkurrenz aus.

 

In Donaueschingen wollen Stadtverwaltung und City-Management dem Innenstadtsterben mit sogenannten Pop-up-Stores entgegenwirken.

So sollen Gewerbetreibende dort zeitlich begrenzt die Möglichkeit haben, die Räume mietfrei zu beziehen, die Miete wird von der Stadt bezahlt. Das finanzielle Risiko für die Betreiber sinkt somit, und wenn genug Kundschaft vorhanden ist, kann dies auch zu einer längeren Partnerschaft führen.

Oberbürgermeister Erik Pauly, der Sachverständige der Stadt Manuel Kienzler, Leiter der Wirtschaftsförderung Theo Kneer und die City-Managerin Christine Neu haben nun den Startschuss im Thema Pop-up-Store in Donaueschingen verkündet.

Erster Schritt zu einer belebteren Innenstadt

Der erste Schritt zu einer belebteren Innenstadt soll am Dienstag, 2. April, um 15 Uhr erfolgen. In den ehemaligen Räumen von Zeeman in der Karlstraße 23 soll dann der erste Pop-up-Store in Donaueschingen einziehen. Einen dafür vorgesehenen Betreiber gibt es noch nicht, Bewerbungen würden ab sofort angenommen werden. Vorerst soll hier ein Infobüro des City-Managements Platz finden.

Der Förderantrag wurde bewilligt

Nachdem der Gemeinderat die Mittel zur Eröffnung der Pop-up-Stores freigegeben hatte, folgte darauf ein Förderantrag der städtischen Wirtschaftsförderung an das zuständige Ministerium. Nun liegt der Bewilligungsbescheid im Rathaus vor, das Projekt Pop-up-Store kann starten.

Sich selbst ein Bild machen

Mit der Besetzung der Räume durch das City-Management ab April sollen vorerst potenzielle Interessenten die Möglichkeit haben, die Räume zu betreten und sich selbst ein Bild zu machen, man könne diesen dann auch beratend zur Seite stehen.

Für die Raumausstattung seien die Mieter selbst verantwortlich. Man sei für alle Branchen offen, lediglich ein Gastronomiebetrieb sei nicht möglich, die entsprechende Zulassung gebe es nicht.

Nun wolle man „provokant in den Vertrieb gehen“, so Kienzler. Zwei Interessenten gebe es laut City-Managerin Neu schon. Einer habe bereits signalisiert, sich bewerben zu wollen und auch einen Einzug angedeutet, allerdings erst ab Ende April.

Als positives Beispiel nennt Theo Kneer die Stadt Furtwangen. Dort sei man mit dem Konzept Pop-up-Store überaus zufrieden. Auch in Donaueschingen freue man sich auf die zukünftige Entwicklung.

Bisherige Leere jetzt mit Leben füllen

Noch sieht es nach viel Arbeit aus: Eimer, Leitern und lose Kabel bestimmen das Bild in dem recht großen Raum. Noch besteht eine gewisse Leere. Diese gilt es, jetzt mit Leben zu füllen. Der Raum soll durch eine Trennwand verkleinert werden, die Vorbereitung zur Gestaltung würden laufen.

Erik Pauly blickt optimistisch auf die kommenden Monate und freut sich über die Förderzusage. „Gespannt verfolgen wir nun in den nächsten Wochen die Entwicklung des Pop-up-Stores und blicken mit Vorfreude auf die nächsten Monate, in denen wir hoffentlich viele kreative Unternehmer und Gründer in Donaueschingen begrüßen dürfen.“

In Projekt einbringen

Pop-Up Store 
Der Pop-up-Store soll wechselnden kreativen Gründern, Unternehmern und Dienstleistern eine Möglichkeit geben, ihre Waren und Dienstleistungen zu präsentieren. Für die Innenstadt entstünden so stetig neue Highlights. Die Eigentümer der Räume, in denen die Zeeman-Filiale früher war, seien von der Idee begeistert gewesen und würden sich mit der Lokalität gerne in das Projekt einbringen.