Jana Heidepriem verlässt die SG Dunningen/Schramberg und spielt künftig in der A-Jugend-Bundesliga. Foto: Privat

Die Seedorfer Handballerin Jana Heidepriem verlässt ihren Heimatverein Dunningen und wagt den Sprung in die Bundesliga. Die 17-Jährige hütet künftig das Tor des TuS Steißlingen.

Den Stein ins Rollen brachte ein Gespräch in einem Fitnessstudio in Seedorf. Dort, in ihrem Wohnort, trainierte Jana Heidepriem individuell, um nach einem Kreuzbandriss wieder fit zu werden. „Dort wurde ich dann von einer Frau gefragt, ob ich Handball-Torfrau bin“, erzählt die 17-jährige Handballerin.

 

Weg vom Heimatverein und bereit für die Bundesliga

Über diesen Austausch kam schließlich der Kontakt zum TuS Steißlingen zustande. Genau dort wird die talentierte Seedorferin, die bislang dank eines Zweitspielrechts sowohl für die SG Dunningen/Schramberg als auch für die HSG Neckartal aktiv war, künftig das Tor hüten. In der vergangenen Woche wurde der Wechsel offiziell besiegelt – ein Schritt, der ihr nicht leichtfiel. Schweren Herzens verlässt Heidepriem ihren Heimatverein Dunningen.

Der Grund für den Wechsel: In Dunningen wird es in der kommenden Saison keine A-Jugend mehr geben. Die angehende Bürokauffrau möchte jedoch, wie sie selbst sagt, ihre „Jugendjahre noch auskosten“. Beim TuS Steißlingen bekommt sie dafür nicht nur die Möglichkeit, weiterhin in der A-Jugend zu spielen, sondern sie wird erstmals in ihrer Karriere in der A-Jugend-Bundesliga auflaufen – ein echter Meilenstein für die 17-Jährige.

„Ein komplett anderes Niveau“

Der Respekt vor der höchsten deutschen Spielklasse ist groß. „Ich finde, es ist ein komplett anderes Niveau“, berichtet sie von ihren ersten Eindrücken im Training mit dem neuen Team, bei dem auch regelmäßiges Torwarttraining auf dem Plan steht.

Hoffen auf viel Spielzeit beim neuen Verein

Kampfansagen vermeidet Heidepriem bewusst. Nach ihrer langen Verletzungspause – sie konnte erst im Oktober 2024 wieder ins Handballtraining einsteigen – geht sie mit realistischen Zielen an ihre neue Aufgabe: „Ich will mich in jedem Training voll reinhängen, mich weiterentwickeln und hoffe auf viel Spielzeit.“

Spielpraxis wird sie dabei auch weiterhin bei der HSG Neckartal sammeln. Möglich macht das ein Zweitspielrecht – und die Tatsache, dass die beiden Vereine in unterschiedlichen Ligen antreten. So kann Heidepriem parallel für beide Teams auflaufen.

In Zukunft mit dem ÖPNV zum Training

Ihr Hauptfokus liegt jedoch klar auf der A-Jugend-Bundesliga beim TuS. Künftig wird sie das Training in Steißlingen mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder in Fahrgemeinschaften mit anderen Spielerinnen aus der Region Rottweil besuchen. Bisher wurde sie oft von ihrem Vater chauffiert. „Beziehungsweise ich habe mich mit dem Führerschein ab 17 selbst gefahren“, erzählt sie schmunzelnd.

Für Jana Heidepriem, die beim TSV Dunningen das Handballspielen gelernt hat, beginnt nun ein neuer Abschnitt – in der höchstmöglichen Spielklasse ihrer Altersstufe.