Die Gallier gewinnen zum Rückrundenauftakt das schwere Auswärtsspiel beim TuS N-Lübbecke mit 30:28 (15:15). Magnus Bierfreund leistet seinen Beitrag.
Bei den Gastgebern grassierte unter der Woche der Magen-Darm-Virus, sodass Kapitän Jo Gerrit Genz und Sven Weßeling nicht auf dem Spielberichtsbogen standen. Dafür gab es kurz vor Spielbeginn spektakuläre Transfernews. Nach einem Blitzabgang von Torwart Finn Zecher verpflichtete der TuS Ex-Nationalkeeper Nikolas Katsigiannis. Der 42-Jährige saß zunächst auf der Bank.
Zerfahrene Anfangsphase
Den Balinger Reigen eröffnete Robert Timmermeister mit einem Wurf unter Zeitdruck. In der Folge taten sich die Gallier in der Offensive aber enorm schwer und leisteten sich in der Anfangsphase einige Ballverluste. So führte TuS N-Lübbecke mit 3:1.
Für beide Mannschaften war es der Rückrundenstart. Das war der Partie in der frühen zerfahrenen Phase anzumerken. Es dauerte bis zur 11. Minute, bis der HBW in Unterzahl durch Tobias Heinzelmann wieder mit 5:4 in Front ging. Kurz darauf wechselte jedoch die Führung. Das 6:5 für die Gastgeber erzielte der auffällige Falk Kolodziej mit seinem vierten Treffer zu diesem Zeitpunkt.
Remis zur Pause
Bis zur Pause sollte es sehr eng zugehen. Die Führung wechselte hin und her und schließlich gingen beide Teams mit einem 15:15 in die Kabinen. Auch in den zweiten 30 Minuten zeigte sich dasselbe Bild. Zunächst gingen die Gastgeber mit 18:16 in Führung. Kurz darauf stand es sogar 19:16 durch den aus der Distanz überragenden Falk Kolodziej.
Der HBW kämpfte sich bis zur 38. Minute wieder auf 19:19 heran. Der junge Magnus Bierfreund kam nun aufs Parkett und hielt prompt einen Siebenmeter. Beim 20:19 lagen die Gallier zum ersten Mal im zweiten Abschnitt in Führung.
Lethargische Phase
So ganz konnte der HBW aber seine Lethargie nicht ablegen. Nach einer Zeitstrafe für Jerome Müller wechselte die Führung wieder. Mit seinem ersten Treffer in der 43. Minute glich Liga-Toptorjäger Sascha Pfattheicher zum 21:21 aus.
15 Minuten vor dem Ende wirkte die Mannschaft von Matti Flohr nun fokussierter. Csaba Leimeter stellte beim 23:21 auf plus zwei.
Mentalität entscheidet
Eine Balinger Zeitstrafe ermöglichte es der Heimmannschaft zu verkürzen. Mit 25:24 ging es für den HBW in die letzten zehn Minuten. „Wir müssen jetzt die Mentalität auspacken. Schmeißt euch auf die Bälle“, befeuerte Matti Flohr in seiner vorletzten Auszeit sein Team.
HBW auf der Zielgeraden
Nettelstedt spielte eine offenere Deckung. Jerome Müller stellte auf 26:24. Nikolas Katsigiannis stand jetzt im Tor der Gastgeber, konnte das 27:24 per Gegenstoß durch Tim Matthes aber nicht verhindern.
Auf der anderen Seite hielt Magnus Bierfreund wieder einen wichtigen Siebenmeter. Ebenso glänzend zeigte sich Mateusz Kornecki, bei einer sehenswerten Parade im Eins-gegen-eins. Elias Huber überlistete auf der Gegenseite Katsigiannis durch die Beine.
Jerome Müller machte dann beim 29:25 den vermeintlichen Deckel drauf. Doch die Gastgeber hatten noch nicht aufgegeben. Zwei schnelle Tore brachten das 28:30, doch das sollte auch das Endresultat sein.
Statistik
TuS N-Lübbecke – HBW Balingen-Weilstetten 28:30 (15:15).
TuS N-Lübbecke: Grabenstein, Katsigiannis; Heiny (6), Hörr, Ebner (3), Petreikis (4), Schulze (1), Dräger (4), Kontrec, Kolodziej (6/3), Skroblien, Kloor (1), Süsser (3), Wieling.
HBW Balingen-Weilstetten: Kornecky, Bierfreund; Blomgren (3), Ruggiero-Matthes (5), Leimeter (1), Huber (3), Ingason, Santos (1), Grüner, Timmermeister (2), Müller (6), Fügel (1), Heinzelmann (4), Pfattheicher (4/1).