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Handball-WM Gensheimer und Fäth nicht zu halten

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Die beiden Matchwinner gegen Island: Uwe Gensheimer (links) und Steffen Fäth. Foto: Eibner

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft ist mit einem 24:19-Erfolg gegen Island in die WM-Hauptrunde gestartet. Gelobt wurde nach der Partie aber vor allem das Kölner Publikum.

Gegen Island zu starten sei gar nicht so verkehrt, hatte Oliver Roggisch den wartenden Journalisten nach der ersten Besichtigung der Kölner Lanxess-Arena am Freitagabend noch in die Blöcke diktiert. "Schließlich hätten es auch Spanien und Kroatien sein können." Und der Teammanager der deutschen Nationalmannschaft sollte nicht nur mit dieser Prognose richtig liegen. Auch seine Vermutung, dass die grandiose Stimmung der Vorrunde in Berlin an der Stätte des WM-Triumphs von 2007 sogar noch getoppt werden könnte, erwies sich beim munteren 24:19-Erfolg im ersten Hauptrundenspiel gegen die Isländer als Volltreffer.

Schon vor dem Anpfiff herrschte Karnevalsstimmung in der mit 19 250 Zuschauern pickepackevollen Arena. Doch trotz eines Starts nach Maß durch ein frühes Tor von Martin Strobel, nach dem die Halle endgültig Kopf stand, blieben die Isländer eiskalt. Nach zwölf Minuten lagen die Skandinavier, angeführt von ihrem Regisseur Aron Palmarsson, mit 6:5 in Front. Auch der überragende Steffen Fäth im linken Rückraum und der erneut bärenstarke Andreas Wolff im Tor konnten die Führung der Gäste nicht verhindern. Doch dank einer Umstellung auf eine offensivere Abwehr und eines 4:0-Laufs setzte sich die Sieben von Bundestrainer Christian Prokop innerhalb weniger Minuten auf 13:9 ab. Zur Pause hätte sogar ein Fünf-Tore-Vorsprung stehen können, doch Patrick Groetzkis vermeintlicher Treffer zum 15:10 nach einer Doppelparade von Wolff schlug eine Millisekunde zu spät im Kasten des guten Bjorgvin Gustavsson (ehemals Bergischer HC) ein.

Doch nach dem Wechsel startete die junge isländische Mannschaft mit mächtig Wut im Bauch. Die Gäste nutzen die hektische Anfangsphase, um sich wieder auf zwei Tore heranzupirschen. Lange hielt die Sturm-und-Drang-Phase der Skandinavier allerdings nicht vor. Nachdem Wolff einen Strafwurf von Anor Gunnarsson mit einer Fußabwehr parieren konnte, hatte Deutschland plötzlich wieder Oberwasser. Publikum und Mannschaft heizten sich gegenseitig an, sodass nach 16 Minuten ein 20:16 auf der Anzeige stand.

Der absolute Wahnsinn: 19 .000 Fans schmettern die Nationalhymne

Vor allem Kapitän Uwe Gensheimer und der später zum "Man of the Match" erkorene Fäth (siehe auch unten stehenden Artikel) waren an diesem Abend nicht zu halten. Insbesondere der Paris-Legionär feierte jedes Tor, als hätte sein Team den WM-Titel bereits eingetütet. In der 21. Minute war es dann soweit: Der für Franz Semper ins Team gerückte Kai Häfner erzielte nach einem Tempogegenstoß beim 21:17 sein erstes Tor des Turniers. Als Andreas Wolff in der 24. Minute mit gleich zwei herausragenden Paraden das 22:18 verhinderte, schien die Messe gelesen, doch Island gab sich nicht geschlagen. Nach zwei Toren in Serie konnten sich die Gäste plötzlich wieder vage Hoffnungen auf einen Punktgewinn machen. Aber Wolff vernagelte seinen Kasten in den Schlussminuten.

Wem sie den wichtigen Sieg in erster Linie zu verdanken hatten, darüber waren sich Prokop und seine Spieler nach der Begegnung einig: "Das Publikum hat uns die Energie gegeben, die wir auf dem Feld dann in Leistung umgesetzt haben", so der Bundestrainer. Deutlicher formulierte es Rückraumschütze Fabian Böhm: "Ich habe noch nie erlebt, wie 19 000 Menschen gleichzeitig die Nationalhymne mitgeschmettert haben. Das war der absolute Wahnsinn."

Und der könnte am Montag (20.30 Uhr/ZDF) weitergehen, wenn die deutschen Handballer dank der völlig unerwarteten 26:29-Niederlage Kroatiens gegen Brasilien einen ersten Matchball haben. Mit einem Sieg gegen die Kroaten hätte der Co-Gastgeber das WM-Halbfinale vorzeitig erreicht. "Wir haben uns alle erträumt und erhofft, dass es zu so einem Tag, zu so einem Spiel kommt, in dem sich vieles entscheiden wird", sagte Bundestrainer Christian Prokop am Sonntag: "Wir vertrauen in unsere Stärke und in unser Können."

  
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