Das schönste Geschenk bescherten sich die Handballerinnen des VfL Nagold in der Verbandsliga selbst: Mit einem Heimsieg verabschieden sie sich in die vierwöchige Handballpause.
Mit dem Sieg gegen den TV Weilstetten steht der VfL Nagold nun sogar mit einem positiven Punktestand da.
12:10 Punkte wurden in der Hinrunde eingefahren. Platz sieben ist damit als Hinrundenergebnis sicher. Für eine Mannschaft, die als Saisonziel den Klassenerhalt ausgegeben hat, ist damit also alles im Lot.
Dabei stand das Spiel gegen den TV Weilstetten unter schwierigen Vorzeichen. Im Rückraum ist der VfL die ganze Saison über wegen Verletzungen ohnehin schon knapp besetzt.
Ein Ausfall, der wehtut
Nun war mit Alena Wolf auch noch eine der Schlüsselspielerinnen wegen einer Kopfverletzung angeschlagen. Sie stand zwar im Kader, saß auch auf der Bank und hätte sicher zur Not auch gespielt – doch der VfL versuchte, die Lücke anders zu füllen. Und letztlich gelang das auch.
Viele Fehler zu Beginn
Dennoch startete Nagold ungewohnt fahrig, nervös und aufgeregt. Jedenfalls war der VfL in den ersten Minuten im Angriff zu ungefährlich, auch unterliefen in dieser Phase zu viele technische Fehler. Und die Gäste aus Weilstetten wussten das zu nutzen.
Sechs lange torlose Minuten
Von einem richtigen Fehlstart kann man zwar nicht sprechen, doch es dauerte sechs Minuten, bis das Team von Trainer Markus Renz sein erstes Tor erzielte. Der TV Weilstetten lag in den ersten zehn Minuten denn auch folgerichtig in Führung, dann traf Sofia Thomaidou für ihren VfL in der elften Minute zum 4:4.
Die Zweifel werden weggewischt
Und ab der 15. Minute begann Nagold, das Spiel zu dominieren – nicht nach Belieben, aber schon so, dass eigentlich keiner mehr Zweifel daran hegte, dass der VfL am Ende als Sieger von der Platte gehen würde.
Dabei verpassten es die Nagolder Handballerinnen aber das gesamte Spiel über, den Vorsprung deutlicher auszubauen. Die Führung war zwar meist deutlich – der VfL lag eigentlich immer bis zu fünf Tore vorne. Doch wirklich davonziehen konnte das Team nicht.
Die Abwehr das Prunkstück
Dominant war das VfL-Spiel nach der Niederlage gegen Tabellenführer Allensbach 2 dennoch. Die Abwehr war mal wieder das Prunkstück. Der TV Weilstetten tat sich wahnsinnig schwer damit, gute Chancen herauszuspielen. Zum Glück aus Gästesicht pfiff der Schiedsrichter eifrig Siebenmeter: Elf Strafwürfe bekamen die Gäste zugesprochen, immerhin sieben davon verwandelten sie auch.
Vor rund 250 zufriedenen Zuschauern fuhren Nagolds Handballerinnen schließlich – im Gegensatz zum Sieg bei der HSG Dreiland – unaufgeregt den Sieg ein. Dem TV Weilstetten gelang in den letzten Minuten noch ein wenig Ergebniskosmetik, sodass das Endergebnis mit 31:29 knapper aussieht, als das Spiel wirklich war.
Schnelles Wiedersehen
Zwischen beiden Teams kommt es übrigens schon bald zu einem Wiedersehen. Gleich zum Rückrundenstart muss der VfL Nagold am 17. Januar in der Balinger Längenfeldhalle gegen den TVW ran.
VfL Nagold – TV Weilstetten 31:29 (15:13)
VfL Nagold: Julia Völpel und Annika Thillmann im Tor, Alisa Kübler (8), Aline Rau (8), Luisa Harr (5), Sofia Thomaidou (3), Lena Roller (2), Nastja Seydt (2), Janina Hehr (1), Aileen Hofmann (1), Sarah Kunz (1), Sarai Brösamle, Luisa Eipper, Annemie Gauß, Alena Wolf und Karoline Wolf.