Nach dem 29:43 bei der HSG Hossingen-Meßstetten lautet das Motto bei Trainer Markus Renz: „Haken dran, die Saison ist rum!“
Trotz der hohen Niederlage gab es auch in diesem Spiel bemerkenswerte positive Aspekte. Und am Ende klatschten die mitgereisten VfL-Fans fast schon trotzig Beifall und ließen ihren VfL noch einmal hochleben. Einige standen gar auf, aus Respekt vor der Mannschaft. Dabei hatte Nagold doch gerade erst sehr deutlich gegen die HSG Hossingen-Meßstetten verloren.
Die in einem Bus mitgereisten Fans hielt die deutliche Niederlage dennoch nicht vom lauten Schlussapplaus ab. Denn beim VfL Nagold weiß man die Leistung dieses Teams insgesamt durchaus richtig einzuschätzen. Und das gilt gerade auch für die Fans.
Die Nagolder Frauen halten auch nach der dritten Saison die historisch hohe Klasse der Verbandsliga. Und dieses ausgegebene Ziel wurde sogar schon früh erreicht. Mit 20:24 Punkten landeten die Nagolder Frauen letztlich auf dem achten Tabellenplatz. Der sichere Abstand zum ersten Abstiegsplatz: sechs Punkte.
Nagolder Fans machen Stimmung
Im Auswärtsspiel in Meßstetten sorgten die Nagolder Fans für eine fantastische Stimmung in der Halle. Natürlich zusammen mit dem Heimpublikum der HSG. Und von der ersten Sekunde an zeigte sich, dass hier beide Teams auf Angriff spielten.
Ein wahrer Tore-Reigen war das. 4:4 stand es nach fünf Minuten, und in der elften Minute glich Aline Rau noch ein letztes Mal für den VfL Nagold aus: 8:8 hieß es nun. 16 Tore in elf Minuten, keine Frage: offensiv war das ein ziemliches Spektakel, was beide Teams da boten.
Doch dann setzten sich die Gastgeberinnen langsam aber sicher ab. Und zur Halbzeit lag der VfL bereits mit 15:21 zurück.
Zweite Hälfte tut weh
Noch ein wenig deutlicher geriet gar die zweite Hälfte. Mit einem Blitzstart zogen die Gastgeberinnen in den ersten sechs Minuten auf 27:15 davon. Das tat weh. Der VfL berappelte sich zwar wieder, schaffte es aber nie auch nur ansatzweise, diesen Abstand wettzumachen. Souverän und mit eiskaltem Konterspiel fuhr die HSG den verdienten Heimsieg ein, die damit letztlich mit 28:16 Punkten auf dem fünften Tabellenplatz landete.
Fehlende Abwehrspielerinnen nicht zu kompensieren
„Man hat leider einfach das Fehlen von ein paar Spielerinnen in der Abwehr gemerkt“, sagt Markus Renz. Dadurch habe die Mannschaft keinen wirklichen Zugriff auf den Hossinger Angriff bekommen. Auch offensivere Abwehrvarianten versuchte der VfL Nagold. „Aber dann gab’s halt die Räume für die Gegnerinnen“, analysiert Markus Renz. Und die konnte sein Team einfach nicht schließen.
Markus Renz mit der Offensive zufrieden
Mit 29 eigenen Auswärtstreffern dagegen ist der Nagolder Trainer durchaus zufrieden. „Im Angriff fand ich, haben wir es teilweise gar nicht schlecht gemacht.“ Letztlich aber misst der Coach dem letzten Spiel keine allzu große Bedeutung mehr zu. „Haken dran. Die Saison ist rum. Das Saisonziel ist erreicht.“
Nun hätten die Mädels für ein paar Wochen ihre wohlverdiente Pause – „und dann starten wir hoffentlich mit voller Motivation in die Vorbereitung“.
HSG Hossingen-Meßstetten – VfL Nagold 43:29 (21:15)
Es spielten für den VfL Nagold: Emily Bayer und Julia Völpel im Tor, Aline Rau (8), Alisa Kübler (4), Sofia Thomaidou (4), Alena Wolf (4), Sarai Brösamle (2), Aileen Hofmann (2), Janina Koch (2), Annemie Gauß (1), Amelie Hartmann (1), Sarah Kunz (1), Janina Hehr, Lena Roller und Karoline Wolf.