Denisa Ciornei war eine der Garantinnen für den ungefährdeten Sieg des VfL Nagold. Hier pariert sie einen Siebenmeter.  Foto: Heiko Hofmann

Mit einem Kantersieg starten die Handballerinnen des VfL Nagold in die Verbandsliga-Saison. Das Team wirkt gut eingespielt. Vor allem in der Defensive präsentiert sich Nagold bockstark.

Eigentlich waren sie ja „tierisch aufgeregt“ – das hörte man im Vorfeld der Partie gleich von mehreren Spielerinnen des Nagolder Verbandsligateams. Nun, offensichtlich gelang es, diese Aufregung in etwas Positives umzuwandeln. Jedenfalls war der VfL von Beginn an voll da.

 

Abwehr steht feslsenfest

In der Abwehr ist man das vom VfL Nagold durchaus gewohnt. Eine gute Torhüterleistung und ein starkes, zupackendes Miteinander der Abwehrreihen, das ist schon länger Nagolds Markenzeichen.

Und doch gab es von Coach Markus Renz hierfür noch mal ein Sonderlob: Beide im Kader stehenden Keeperinnen „hielten stark“ – Denisa Ciornei in den ersten 40 Minuten, danach aber auch Emily Bayer. „Und hinten haben wir eine echt gute und stabile Abwehr gespielt“, lobte Renz.

Hinten hui – und vorne auch!

Das sah man auch im Spielverlauf. In der ersten Hälfte kamen die Gegnerinnen nur auf sieben Tore. Und Halbzeit zwei startete damit, dass der VfL acht Minuten lang kein einziges Tor zuließ und stattdessen selbst zum spätestens da vorentscheidenden Sieben-Tore-Lauf ansetzte. 21:7 stand es da in der 38. Minute.

Öfter mal was Neues: VfL-Coach Markus Renz setzte die etatmäßige Außen- und Rückraumspielerin Aileen Hofmann am Kreis ein. Mit Erfolg: Sieben Tore steuerte sie zum Sieg ihres Teams bei. Foto: Hofmann

Und das ist dann für die Nagolder Frauen, die unter dem Rückzug des TV Möglingen gelitten hatten, schon eher ungewöhnlich: Auch in der Offensive lieferte der VfL diesmal ein gutes Spiel ab, spielte die Chancen nicht nur schnell und direkt heraus, sondern verwandelte oft auch eiskalt. „Wir haben da oft gute Lösungen gefunden“, freute sich der VfL-Trainer.

Alle Spielerinnen dürfen mal ran

Bei so viel Dominanz konnte Coach Markus Renz auch ganz entspannt allen Spielerinnen im Kader längere Einsatzzeiten geben. Und alle Spielerinnen zahlten dieses Vertrauen zurück – mit einem konzentrierten Spiel und immer mehr Selbstbewusstsein, mit dem auch die vermeintlich zweite Garde den Abschluss aufs Tor suchte.

„Das war ein echt gutes Spiel von uns“, gab sich Markus Renz rundum zufrieden mit dem Auftritt seines Teams. Dabei ist auch zu beachten, dass dem VfL zwei etablierte Rückraumspielerinnen verletzungsbedingt fehlten. Zu sehen war davon aber nicht viel. Renz freute sich, dass sein Team von der ersten Minute an wach war. Und: „Im Vergleich zu den Testspielen war es echt noch einmal eine richtig gute Leistungssteigerung.“

Trainer Markus Renz rundum zufrieden

Der VfL sei einfach auch die ein, zwei Schritte schneller gewesen als die Gegnerinnen aus Weilstetten. Fazit Renz: „Das war ein Top-Saisonstart für uns. Da müssen wir jetzt dranbleiben und hoffen, dass wir die nächsten Wochen, gut trainieren und dann so weitermachen können.“

Jetzt komt der Härtetest

Das nächste Spiel des VfL wird ein Härtetest: Am 2. November geht es daheim ab 18 Uhr gegen den HCOB Oppenweiler/Backnang – ein Team, das zu den Mitfavoriten um die Meisterschaft zählt.

VfL NagoldTV Weilstetten 33:17 (15:7)

VfL Nagold: Emily Bayer und Denisa Ciornei im Tor, Aline Rau (8), Aileen Hofmann (7), Alena Wolf (5), Sofia Thomaidou (4), Janina Koch (3), Sarah Kunz (2), Alisa Kübler (2), Nina Kiefer (1), Sophie Reime (1), Cara Klenk, Lena Roller und Lisa Lore Weiß.