Alisa Kübler, hier beim Hinspiel gegen Steißlingen 2, will mit dem VfL Nagold am liebsten in der Fremde Punkte holen. Foto: Heiko Hofmann

Am Sonntag geht es für Nagolds Handballerinnen in Richtung Bodensee. In Steißlingen steht ein Spiel mit Brisanz auf dem Plan.

TuS Steißingen 2 – VfL Nagold (Sonntag, 14 Uhr, Mindlestalhalle Steißlingen). Der Blick auf die Tabellenkonstellation verspricht Spannung pur: Der VfL Nagold steht aktuell in der Verbandsliga auf dem siebten Platz, hat 16:16 Punkte auf dem Konto. Ausgeglichen ist auch die Bilanz der TuS Steißlingen 2. Mit 14:14 Punkten nimmt die TuS aktuell Rang acht ein.

 

Soweit zur grauen Zahlentheorie. Es begegnen sich also zwei Teams auf Augenhöhe. Doch vor allem die Gastgeberinnen sind nur äußerst schwer einzuschätzen.

TuS spielt ein launische Saison

Denn die TuS Steißlingen 2 spielt eine recht launische Saison. Nach wirklich starkem Start wurde das Team zeitweise als Aufstiegsaspirant gehandelt. Doch dann folgte unter anderem das Spiel in Nagold.

Bei diesem Hinspiel in der Bächlenhalle fegten die Nagolderinnen das junge Team aus Steißlingen nahezu aus der Halle. Mit 41:21 geriet der Sieg für den VfL überdeutlich.

Seit Dezember ist der Wurm drin beim Gegner

Danach setzte sich die Steißlinger Launenhaftigkeit fort: Gegen den aktuellen Tabellenführer SV Allensbach 2 siegten die Steißlingerinnen – als einziges Team der Liga. Auch in den zwei Spielen danach im November holte sich die TuS souveräne Siege.

Doch seit Dezember 2025 ist bei dem Team der Wurm drin. In fünf Spielen gelang nur ein knapper Sieg. Und nicht wirklich motivierend dürfte auch die Klatsche gewesen sein, die man sich beim jüngsten Spiel mit 23:39 gegen die SG Maulburg/Steinen geholt hat. Zuhause, wohlgemerkt.

Welches Gesicht die TuS Steißlingen 2 am Sonntag gegen den VfL Nagold zeigen wird? Das vermag keiner so richtig einzuschätzen und das hängt auch stets davon ab, wer bei der Mannschaft auflaufen wird.

Das ist ja oft das klassische Los einer zweiten Mannschaft. Unter anderem hat Steißlingen weibliche Jugendteams in der Jugendbundesliga am Start. Und die erste Mannschaft spielt in der Regionalliga.

Das sagt VfL-Trainer Markus Renz

„Im Hinspiel war das ja ein super Heimsieg. Ich vermute aber auch, dass da die ein oder andere Spielerin gefehlt hat“, sagt VfL-Trainer Markus Renz. „Das ist halt eine zweite Mannschaft mit gutem Nachwuchs.“

Also gilt es für den VfL Nagold umso mehr, auf sich selbst zu schauen. „Wir müssen wie letzte Woche eine kompakte Abwehr stellen und uns darüber belohnen.“ Im Angriff will der VfL clever und routiniert spielen. „Nicht so viele technische Fehler machen“, mahnt Renz.

So steht’s um den Kader des VfL

Nicht einfacher für den VfL Nagold macht es die Kadersituation. „Da gibt es leider schon noch viele Fragezeichen“, erörtert der Nagolder Trainer. „Ich denke, wir werden nicht so viele sein.“

Die A-Jugendspielerinnen sind zum Beispiel selbst im Einsatz. Dennoch ist Renz überzeugt: „Ob wir jetzt 16 oder 12 oder zehn sind, wir werden eine schlagkräftige Truppe beieinander haben.“