Der VfL Nagold startet voller Vorfreude ins letzte Heimspiel der Saison. Foto: Heiko Hofmann

In ihrem letzten Heimspiel haben Nagolds Verbandsliga-Handballerinnen eine anspruchsvolle Aufgabe vor sich.

VfL Nagold – HSG Baar (Samstag, 18 Uhr, Bächlenhalle Nagold). Auf dem dritten Tabellenplatz steht die HSG Baar aktuell, und das als Aufsteiger. Mit so einem guten Saisonverlauf hatte das Team aus dem Raum Trossingen zu Saisonbeginn sicher kaum gerechnet.

 

Wobei Saisonbeginn ein gutes Stichwort ist: Der VfL Nagold war als erstes Team bei der HSG Baar zu Gast. 23:30 unterlagen die Nagolderinnen dem frisch gebackenen Aufsteiger in der Trossinger Halle. Da deutete sich schon an, wie gut die HSG unterwegs sein könnte.

Deutlich hinter der HSG

19 Spieltage später steht nun das Rückspiel an. Nur zwölf Minuspunkte haben die Gäste sich bisher eingefangen. Der VfL Nagold steht nach 20 Spieltagen dagegen deutlich hinter der HSG, auf Platz acht. Er ist aber mit der bisherigen Punkteausbeute von 20:20 durchaus zufrieden.

Und beim VfL weiß man das kommende Spiel einzuschätzen: Die HSG Baar ist ein Gegner, den man in heimischer Halle, ohne Harz und mit dem eigenen Publikum im Rücken, durchaus schlagen kann. Aber eben nicht muss.

„Müssen“ ist beim VfL Nagold ohnehin nicht mehr angesagt. Der achte Platz ist dem Team schon sicher, auch Siebter kann man unter Umständen noch werden. Wichtiger aber: Mindestens vier Teams werden am Ende hinter den Nagolderinnen stehen. Die Klasse hat der VfL also gehalten. Das Saisonziel ist längst erreicht.

Das sagt Markus Renz

Die Niederlage vom Hinspiel hängt Markus Renz auch nicht allzu hoch. „Da war die Situation für uns auch kadertechnisch schwer“, erinnert er sich an kränkelnde Spielerinnen und zahlreiche Absagen. Eine „verdiente Niederlage“ sei das zwar schon gewesen. „Aber eben nicht, weil Baar da deutlich besser war als wir.“

„Eine gute, solide Runde“, bescheinigt Renz den Gegnerinnen. „Alle Spiele, die sie hätten gewinnen können, haben sie auch gewonnen“, zollt er dem Team Respekt. „Deshalb stehen sie auch auf dem verdienten dritten Platz, noch mit der Möglichkeit, Vizemeister zu werden.“

Alle „gut motiviert“

Lob gibt es von Renz hauptsächlich für die Abwehr und das gute Torhüterinnengespann der Gegnerinnen. „Das ist schon deren Basis“, sagt er.

Natürlich geht der Nagolder Trainer davon aus, dass „die Mädels gut motiviert sind“. Alles andere würde angesichts des letzten Heimspieltags aber auch überraschen.

Der VfL möchte die Heimspielsaison jedenfalls „erhobenen Hauptes“ gut abschließen und nochmals eine gute Leistung zeigen.

Der Kader

Zum Kader: „Da sieht’s bislang ganz gut aus“, sagt Renz. Absagen liegen ihm keine vor. Und natürlich hofft er auf eine volle Halle, die sein Team nach vorn peitscht, damit es die zwei letzten Heimpunkte einfährt. Beendet wird die Saison dann eine Woche später auswärts bei der HSG Hossingen-Meßstetten.

Für eine gute Stimmung und eine volle Halle dürfte an diesem Samstag auch der Barbetrieb des Frauenteams im Anschluss an das Spiel sorgen. Und ab 20 Uhr treten zudem die Männer in der Bezirksoberliga gegen die dritte Mannschaft der SG H2Ku Herrenberg an. Im Optimalfall sind Nagolds Frauen dann schon nach dem letzten Heimsieg der Saison in Partystimmung.