Maria Hopp am gegnerischen Kreis. Foto: Daniel Kavur

Sieg und Niederlage hat es für die beiden heimischen Handball-Verbandsligisten gegeben.

Die SG Maulburg/Steinen ist im letzten Spiel der Verbandsliga, Staffel 3, vor der Weihnachtspause auf die Siegerstraße zurückgekehrt. Dagegen musste die stark ersatzgeschwächte HSG Dreiland gegen den Spitzenreiter Allensbach II die erwartet klare Niederlage hinnehmen.

 

SG Maulburg/Steinen - HSG Hossingen-Meßstetten 41:35 (14:16). – Saisonsieg Nummer sieben hat die SG eingefahren. Dank einer Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte war der Erfolg erstens verdient und am Ende keinesfalls gefährdet.

Ausgeglichen verliefen die ersten 30 Minuten. Nach 15 Minuten führte die SG knapp mit 9:8, zur Pause lagen die Gäste mit 16:14 vorne. „Es war eine zerfahrene erste Hälfte. Wir hatten gute Phasen, aber auch schlechte. Gerade gegen Ende der ersten Halbzeit Machten wir viele technische Fehler und trafen das Tor nicht“, resümierte Coach André Leuchtmann. Die Chancenverwertung sei „ganz schlimm“ gewesen. Viele freie Würfe habe man vergeben.

Davon profitierten die Gäste, die aufgrund der Ballverluste und Fahrkarten immer wieder in Ballbesitz kamen und so die Möglichkeit erhielten, ihrerseits zu treffen. „Sie haben ganz schön auf die Tube gedrückt“, so Leuchtmann, der in der Pause vor allem an den Stellschrauben im Angriff drehte. „Wir haben das Risiko nach unten geschraubt. Im Tempospiel waren wir einfach viel zu fehlerbehaftet.“

Und diese Maßnahme fruchtete. Die SG agierte nicht mehr so hektisch, konzentrierte sich vor allem auf den Positionsangriff. Das klappte einwandfrei. Denn nun übernahmen die Wiesentälerinnen weitestgehend das Kommando. Und die SG bewahrte Ruhe, als die Gäste nach 52 Minuten den 31:31-Ausgleich markierten. Nach einer Auszeit zog man innerhalb von zwei Minuten auf 35:31 davon. „Wir haben die Stresssituation gut überstanden, Bälle erobert und vorne sicher abgeschlossen“, erklärt Leuchtmann, dessen Team mit acht Minuspunkten auf Rang drei in die Weihnachtspause geht.

Tore für SG Maulburg/Steinen: Wolpensinger 4, Kiefer 2, Haas 4, Schmidt 4, Denise Kahrsch 4, Hartmann 4, Hasler 15/7, Celine Kahrsch 4.

HSG Dreiland - SV Allensbach II: 18:32 (7:16). – Dass das Tabellenkellerkind auch aufgrund der riesigen Personalprobleme gegen den haushohen Favoriten und Tabellenführer keine echte Siegchance hatte, das stand schon vor dem Anwurf fest. Trotz dieser alles andere als guten Voraussetzungen zeigten die verbleibenden Akteure eine respektable Leistung. „Wir haben es in 40 von 60 Minuten recht gut gemacht“, lobte Coach Christian Weber trotz der am Ende deutlichen Niederlage.

In der 20. Minute stand es 7:9 aus Sicht der Gastgeber. Bis dahin war es ein ausgeglichenes Duell. Dann aber setzte sich der große Favorit ab. Sieben Treffer in Serie sorgten für einen 16:7-Pausenstand. Nach Wiederbeginn markierte Allensbach II zwei weitere Treffer in Folge, ehe Fiona Reinkes Tor diesen 9:0-Lauf endlich beendete.

In dieser Phase habe sein Team zu viele technische Fehler gemacht und vor allem beim Torabschluss größte Probleme gehabt. „Die Torhüterinnen der Allensbacher sind nicht groß. Und wir werfen tief, das war nicht clever“, befand Weber. Unter anderem wurden in dieser Zeit auch drei Siebenmeter vergeben. „Wenn wir den Spitzenreiter hätten weiter ärgern wollen, hätten wir nicht so viel verwerfen sollen.“ Dennoch habe seine Mannschaft das Beste daraus gemacht.

Weber will nun die Hinrunde schnell abhaken. „Wir beginnen im Januar bei null, ohne groß auf die Tabelle zu gucken“, so der Trainer des Tabellenvorletzten, der hofft, dass dann die wichtigen Akteure, die derzeit verletzt ausfallen, wieder ins Team zurückkehren.

Tore für HSG Dreiland: Knössel 2, Hopp 5, Sautter 2, Kühnle 2/1, Hablitzel 2/1, Ferraro 1, Reinke 4.