Nach langer Fahrt ins Schwäbische verkauften sich die Damen der HSG Dreiland trotz des 28:36 teuer.
Trotz vieler Ausfälle war der verbliebene Rest von der ersten Minute an parat. „Wir haben eine gute Defensive mit zwei guten Torhüterinnen gesehen und im Angriff konnten wir viel mehr Druck aufbauen als noch im Derby“, freut sich Weber. Seine Truppe ließ in Mössingen den Ball laufen und zeigte auswärts ein ganz anderes Gesicht als noch vor einer Woche.
Herausragend agierte dabei Außenspielerin Fiona Reinke. Die Linkshänderin erwischte einen Sahnetag, netzte neun Mal ein. „Sie hat das getan, was sie auch wirklich kann. Das darf sie gerne immer wieder so machen“, meint der HSG-Coach.
40 Minuten lang hielt der Tabellendrittletzte beim Ranglistendritten sehr ordentlich mit. 21:23 hieß es zu diesem Zeitpunkt aus Sicht der Gäste. Dann aber zeigte gerade die Mössinger Offensive, warum sie zu den Besten der Liga zählt. „Im Rückraum und am Kreis sind sie wirklich stark besetzt“, so Weber, dessen Team dann etwas abreißen lassen musste.
Und dennoch war es für ihn ein Schritt in die richtige Richtung. Die jungen Spielerinnen hätten sich nahtlos eingefügt, während die Erfahrenen Verantwortung übernommen haben. So solle und müsse es weitergehen. Erst einmal freut sich die HSG über ein spielfreies Wochenende. „In der Pause können wir uns etwas erholen und die Verletzten ihre Blessuren auskurieren“, sagt Weber. Danach stehen dann die richtungsweisenden Partien gegen die Mitkonkurrenten aus dem Tabellenkeller an. „Dazu braucht es dann die nötige Einstellung, und zwar von allen.“
Tore für HSG Dreiland: Knössel 5, Sautter 3, Herzog 6/2, Kirsch 2/2, Ramsauer 1, Hablitzel 2, Reinke 9.