Alena Wolf (rechts) ist derzeit in Topform. Beim jüngsten Spiel erzielte sie für den VfL Nagold 13 Tore. Foto: Heiko Hofmann

Beim nächsten Auswärtsspiel der Nagolder Verbandsliga-Handballerinnen kann man fast schon von einem Tagesausflug reden.

SG Maulburg/Steinen– VfL Nagold (Samstag, 18 Uhr, Sporthalle Steinen). 180 Kilometer geht es quer über den Schwarzwald in den äußersten Südwesten des Landes. Google Maps kennt kein Pardon: Eine Fahrtzeit von mehr als zweieinhalb Stunden zeigt das Navigationsprogramm an – ohne Stau wohlgemerkt.

 

Für den VfL Nagold geht es am Samstag zur SG Maulburg/Steinen. Und für alle, die es nicht so mit der heimatlichen Geografie haben: Das liegt gleich neben Lörrach, gar nicht wo weit weg von Basel.

So stark sind die Gegnerinnen

Und wieder trifft der VfL Nagold auf ein Topteam der Liga. Und wieder ist der Gegner komplett unbekannt. Die SG Maulburg/Steinen beeindruckte in ihren bisherigen Spielen. Mit 10:2 Punkten steht das Team auf Tabellenplatz drei. Nur gegen die Spvgg Mössingen musste man sich bis jetzt geschlagen geben. Die Abwehr scheint das Prunkstück zu sein. Ich den sechs Spielen hat die SG Maulburg/Steinen nur 147 Tore kassiert und ist damit bei der Defensivleistung auf Platz eins in der Liga.

Das sagt VfL-Coach Markus Renz

In der vergangenen Saison spielte die SG in der Oberliga Südbaden, scheiterte dann aber knapp an der Qualifikation zur neuen, fusionierten Oberliga und landete somit in derselben Verbandsligastaffel wie der VfL Nagold.

„Da erwartet uns ein starker Gegner“, geht Nagolds Trainer Markus Renz mit Respekt an die Partie heran. Nicht nur die gute Position in der Tabelle führt er an, auch, dass die SG in den meisten Spielen recht souverän gewonnen habe. „Die überzeugen vor allem durch ein starkes Kollektiv“, weiß Renz zu berichten – und weniger durch einzelne überragende Spielerinnen.

Schön für die Nagolder Frauen: In der Sporthalle in Steinen ist auch kein Haftmittel erlaubt. Renz: „Es sollte dort also auch ohne Harz gespielt werden wie bei uns.“

Tabellarisch steht Nagold zwar deutlich hinter der SG (auf Platz acht mit 6:8 Punkten). Dennoch hat der VfL im jüngsten Spiel viel Selbstbewusstsein getankt, landete man doch daheim gegen den stark eingeschätzten TuS Steißlingen 2 einen Kantersieg mit 41:21.

Das hofft der VfL Nagold

Darauf würde Renz natürlich gerne aufbauen: „Ich hoffe, wir bekommen einigermaßen eine ähnliche Abwehr gestellt wie vergangenes Wochenende, da war vor allem in der ersten Halbzeit für Steißlingen fast kein Durchkommen, weil wir uns gut bewegt und ausgeholfen haben.“

Zudem gelte es, im Angriff so wenig technische Fehler wie möglich zu machen, um den Gegner nicht ins Tempospiel kommen zu lassen.

So steht’s um den Kader

Zum VfL-Kader: Hier gibt es doch noch einige Fragezeichen. Madeleine Majer ist verhindert, und Luisa Harr wird ihre Teilnahme erst kurzfristig am Samstag entscheiden können. Des Weiteren sind die A-Jugendspielerinnen des VfL am Nachmittag selbst in der Fremde im Einsatz. Renz: „Da müssen wir noch schauen, ob ein Einsatz im Frauenteam überhaupt zeitlich möglich ist.“