Der VfL Nagold ließ sich von den Fans für einen grandiosen Sieg feiern. Foto: Heiko Hofmann

Nagolds Handballerinnen spielen sich gegen den TuS Steißlingen II in einen Rausch. Die Gäste haben nicht den Hauch einer Chance.

VfL Nagold – TuS Steißlingen II 41:21 (21:8). Mit dem Sieg gegen die zweite Garde des TuS Steißlingen setzte der VfL Nagold in der Verbandsliga ein Ausrufezeichen. Deutlicher kann eine Mannschaft Heimstärke kaum präsentieren. Der Sieg geriet zu einem Statement.

 

Der VfL Nagold überzeugte auf allen Positionen. Und das gilt nicht nur für die erfahrenen Spielerinnen. Dank des deutlichen Spielverlaufs bekamen unter anderem auch die jungen VfL-Handballerinnen viel Einsatzzeit. Und auch sie überzeugten und netzten ein Tor ums andere ein. „Alle hatten Bock zu spielen und das merkte man auch“, so VfL-Trainer Markus Renz.

Deutlichkeit überrascht

Der Sieg, vor allem in dieser Deutlichkeit von 41:21, überrascht durchaus. Schließlich reiste der TuS Steißlingen 2 als eines der Top-Teams der Verbandsliga nach Nagold. Steißlingen ist in Sachen Frauen-Handball eine echte Hochburg. Und bis dato hatte die Mannschaft nur ein Spiel verloren.

Gegner harmlos

Umso seltsamer wirkte die Harmlosigkeit, mit der die Gegnerinnen in Nagold aufspielten. Da war wohl nicht die Top-Sieben am Start. Sichtlich Probleme hatten die Gäste in ihrem Angriffsspiel. Sicher auch, weil in Nagold ohne Harz gespielt werden muss.

So agierte die VfL-Abwehr

Aber eben nicht nur: Denn die VfL-Abwehr agierte stark. Die Angreiferinnen wurden früh angenommen, da wurde stets ausgeholfen und richtig für das gemeinsame Ziel gerackert: vor der grandiosen Heimkulisse von rund 250 Zuschauern, den nächsten Heimsieg einzufahren.

Nagolds Handballerinnen legten los wie die Feuerwehr. Es war auch kein Zufall, dass Alena Wolf den ersten Nagolder Treffer markierte. In ihrer unnachahmlichen Art, sich mit hohem Speed durch die Lücken der gegnerischen Abwehr zu schlängeln, traf sie alleine in der ersten Halbzeit neunmal.

Alena Wolf bärenstark

Und auch dank ihrer Abwehr-Spezialität, den Gegnerinnen im Angriff den Ball herauszufischen und die eingeleiteten Konter dann auch noch selbst sicher zu vollenden, kam sie zum Schluss auf 13 Tore – und war sicher die Spielerin des Spiels.

Das sagt VfL-Trainer Markus Renz

„Nach zehn Minuten war eigentlich schon klar, wer das Spiel gewinnt“, wunderte sich auch VfL-Trainer Markus Renz über den schwächelnden Kader der Gegnerinnen. „Das war so natürlich nicht zu erwarten.“ Mit 21:8 ging es aus VfL-Sicht in die Pause.

„Wir haben es aber auch echt gut gemacht. Haben eine gute Abwehr gestellt.“ Auch im Angriff passte es diesmal – wie auch schon in den letzten beiden Heimspielen. „Die Mädels haben das bis zum Schluss gut runtergespielt, sind viel aufs Tempo gegangen. Haben auch einfache Tore erzielt.“ Alles in allem seien viele gute Entscheidungen getroffen worden.

Auf jeden Fall sorgt die Leistung auch für Optimismus. „Wenn wir so spielen werden wir noch einige Punkte holen“, ist Renz überzeugt. Auch noch in der Hinrunde und auch auswärts.

So sieht es in der Tabelle aus

Kurz noch ein Blick auf die Tabellensituation: Die sieht nach dem siebten Spieltag deutlich freundlicher für den VfL Nagold aus. Mit 6:8 Punkten ist der VfL auf Platz sieben von zwölf Teams zu finden.

VfL Nagold: Annika Thillmann und Julia Völpel im Tor, Alena Wolf (13), Sofia Thomaidou (5), Karoline Wolf (4), Sarai Brösamle (3), Aileen Hofmann (3), Janina Koch (3), Aline Rau (3), Luisa Harr (2), Sarah Kunz (2), Alisa Kübler (2), Lena Roller (1), Luisa Eipper, Madeleine Majer und Annette Maser.

Schiedsrichter: Peter Staneker und Yannick von der Dellen