Janina Koch will am liebsten mit ihrem VfL Nagold die nächsten Punkte einfahren. Foto: Heiko Hofmann

Am Samstag geht es in südbadische Gefilde: Nagolds Handballerinen treten auswärts gegen die SG TG Altdorf/DJK Ettenheim an. Das könnte spannend werden.

Was tut man nicht alles für seinen Sport: Mehr als 110 Kilometer Anfahrt quer über den Schwarzwald liegen vor den Nagolder Verbandsliga-Handballerinnen, ehe sie am Samstag ab 18 Uhr ihr Auswärtsspiel in Ettenheim bestreiten können.

 

Mit viel Nagolder Fan-Unterstützung ist da sicher nicht zu rechnen. Mit einem motivierten Nagolder Team aber durchaus. Denn die Nagolder Frauen kommen nach zwei hintereinander eingefahrenen Siegen deutlich selbstbewusster daher als zu Beginn der Saison. Sie haben das Siegen nicht verlernt.

Diese kleine Siegesreihe nun weiter zu einer Serie auszubauen, das wäre ganz nach dem Geschmack von Coach Markus Renz und seinem Team. Und ein Sieg ist auch durchaus möglich. In Ettenheim könnten sich zwei Teams auf Augenhöhe gegenüberstehen.

110 Kilometer für ein Halleluja

Die SG TG Altdorf/DJK Ettenheim gehört für Nagold zwar zu den gänzlich unbekannten Mannschaften. Und dennoch fällt in Ettenheim ein Faktor weg, der sonst oft den Nagolder Spielerinnen auswärts das Leben schwer macht: Im Gegensatz zu den meisten Teams der Liga wird auch in der Halle der SG ohne Harz gespielt – so wie es die Nagolderinnen auch aus ihrer Bächlenhalle kennen.

Kopf an Kopf

Auch der Blick auf die Tabelle spricht dafür, dass die Zuschauer ein ausgeglichenes Spiel erleben könnten. Der VfL Nagold hat bisher zwei Siege eingefahren, Gleiches gilt für die die SG TG Altdorf/DJK Ettenheim. In der Tabelle stehen die Gastgeberinnen auf dem siebten Platz mit 4:4 Punkten. Gleich dahinter, auf dem achten Rang, kommt der VfL Nagold mit 4:6 Punkten.

VfL-Coach Markus Renz kennt das Team nur vom Videostudium. „Was ich so bislang von denen gesehen habe, sah nicht schlecht aus“, sagt er. Von den Gegnerinnen erwartet er, dass sie mit viel Tempo agieren und mit viel Zug in die Lücken ziehen.

Ein hartes Stück Arbeit

Die Qualität der SG ist unbestritten. In der vergangenen Saison beeindruckte das Team in der Landesliga. Mit satten 41:3 Punkten feierte die SG die Meisterschaft und den Aufstieg. Deutlicher geht es kaum.

Trainer Markus Renz glaubt an Siegchance

Zum VfL Nagold: „Ich hoffe, die Mädels nehmen den Schwung aus den vergangenen beiden Partien mit und gehen mit Selbstvertrauen in das Spiel“, sagt der Nagolder Trainer. Wichtig wäre, dass die Abwehrarbeit stimmt und die Nagolderinnen den einen oder anderen Gegenstoß laufen. Denn Renz macht eines klar: „Klappt das nicht, wird es schwer – egal in welchem Auswärtsspiel.“

Stand jetzt ist die Kaderzusammenstellung der Nagolderinnen noch nicht ganz fix. „Da gibt es noch das eine oder andere Fragezeichen“, sagt Renz. Wobei eines schon klar ist: Verstärkung aus der A-Jugend wird es nicht geben, da die Mädels selbst ein Spiel haben.

Zudem liegt eine Ferienwoche hinter dem VfL. „Da sind auch einige im Urlaub“, erörtert Renz. „Da muss ich halt hoffen, dass alle gesund zurückkommen und einsatzfähig sind.“