Alena Wolf möchte mit ihrem VfL Nagold in Heilbronn erfolgreich in die Rückrunde starten. Foto: Heiko Hofmann

Der Rückrundenstart wird für die Verbandsliga-Handballerinnen des VfL Nagold anspruchsvoll. Es stehen drei Auswärtsspiele in Folge an.

Mit dem Auftakt in Heilbronn an diesem Samstag beginnt für die Frauen des VfL Nagold die Rückrunde wie die Hinrunde endete – mit einem Spiel gegen die HSG Heilbronn.

 

Dabei darf das Ergebnis aus Nagolder Sicht gerne anders ausfallen: Mitte Dezember unterlag der VfL beim Heimspiel in Ebhausen deutlich mit 31:41.

VfL-Coach Markus Renz erinnert sich: „Zur Halbzeit war es noch knapp, wir waren jedoch auch in der ersten Halbzeit dauerhaft nur hinten dran. In der zweiten Halbzeit waren bei uns dann die Akkus leer, und so wurde es recht deutlich.“ Fazit: Auswärts in Heilbronn ist der VfL Nagold, der ohnehin in der Fremde so seine Probleme hat, also sicher nicht der Favorit.

HSG geht sang- und klanglos unter

Daheim verlor die HSG Heilbronn bis jetzt auch nur gegen die zwei Top-Teams der Liga. Einen großen Dämpfer erlebte das Team aber erst vergangene Woche: Beim SV Leonberg/Eltingen ging die HSG sang- und klanglos mit 16:48 unter. Auf dieses Ergebnis gibt Markus Renz jedoch nicht allzu viel. „Das fiel zwar verdammt hoch aus, aber jedes Team kann mal einen schlechten Tag haben.“

Bei der Analyse des Hinspiels wurde deutlich, dass der VfL Nagold vor allem mit der Körperlichkeit der Heilbronnerinnen seine Probleme hatte. „Da hatten wir nicht viel entgegenzusetzen“, so Renz. Im Umkehrschluss heißt das für das Spiel am Samstag: „Wir müssen unbedingt schauen, dass wir eine bessere Abwehr gestellt bekommen und mehr Gegenwehr bieten können.“ Schließlich platzte in der vorletzten Partie Anfang Dezember auch der Auswärtsknoten.

Nicht einfach ist die Situation für den VfL Nagold auch, weil Heilbronn bereits zwei Spiele in diesem Jahr absolviert hat, der VfL dagegen keins, noch nicht einmal ein Testspiel. „Für uns wird es auch darum gehen, uns nach der langen Zeit wieder an den Spielrhythmus zu gewöhnen“, verdeutlicht Renz. Dabei zog sich das Verletzungspech und diverse Krankheitsausfälle im Team auch durch die Zeit der Vorbereitung.

Das sieht man auch beim Blick auf den Kader, mit dem Nagold in Heilbronn vermutlich antreten wird. Personell fallen Lisa Weiß und Luisa Eipper verletzt aus, auch Marlen Dengler wird laut Renz die komplette Rückrunde verpassen. Bei Sarah Kunz und Janina Koch ist der Einsatz wegen der Prüfungsphase fraglich.

Überraschendes Comeback

Doch Renz kündigt auch ein Comeback an: Die langjährige Kapitänin des Teams, Madeleine Majer, könnte nach Rücktritt 2023 und längerer Baby-Pause wieder zum Einsatz kommen. Renz: „Sie will uns unterstützen und ist bereit auszuhelfen.“

Bis die Nagolderinnen in der Rückrunde ihr erstes Heimspiel haben, vergehen noch ein paar Wochen. Mitte Februar folgt erst noch ein weiteres Auswärtsspiel in Weilstetten, und am 8. März geht es zum HC Oppenweiler/Backnang. Erst am 15. März tritt der VfL wieder in Nagold an – gegen den Tabellenführer SG Weinstadt. Wie bereits erwähnt: Das Programm ist anspruchsvoll.