Ohne Punkte vom TV Weilstetten zurückkehren? Darauf hat der VfL Nagold keine Lust. Coach Markus Renz spricht von „ein bissle Revanche“.
Wobei, so ein „bissle Revanche“ – die hat man ja eigentlich schon beim Hinspiel genommen. Und das liegt noch gar nicht so lange zurück.
Beim letzten Spiel der Verbandsliga-Hinrunde hatte der VfL Nagold Mitte Dezember nämlich bereits den TV Weilstetten in der Bächlenhalle zu Gast. Der VfL gewann, letztlich auch verdient, aber durchaus knapp mit 31:29.
Die von Renz angesprochene „Revanche“ bezieht sich denn auch auf das Auswärtsspiel seiner Nagolderinnen in der vergangenen Saison. Da lief beim VfL in der Balinger Längenfeldhalle nicht wirklich viel zusammen, hinzu kam noch Verletzungspech.
Zutiefst gefrustet
Und so mussten die Nagolderinnen – zutiefst gefrustet – als Verliererinnen den Heimweg antreten. Renz dazu: „Das war schon ein recht zerfahrenes Spiel damals. Und alles in allem echt keine Glanzleistung.“
Zum Hintergrund: In der vergangenen Saison war der TV Weilstetten das schlechteste Team der Liga. Hätte die Reform der Bezirke und die Fusion der Landesverbände nicht danach die Ligen komplett neu zusammengewürfelt, wäre der TV sicher abgestiegen.
In dieser Saison hat Weilstetten immerhin bereits zwei Siege eingefahren, steht aber in der Tabelle mit 4:18 Punkten deutlich hinter dem VfL Nagold auf dem zehnten Platz (bei zwölf Teams).
„Die haben echt nicht schlecht gespielt“, blickt der Nagolder Trainer auf die Partie vor einem Monat zurück. Mit unglaublich langen Angriffen hätte der TV die Nagolder Abwehr genervt. „Aber letztlich waren wir dann schon das bessere Team.“
Das sagte Coach Timo Luppold
Beim TV Weilstetten sieht man den VfL durchaus als eines der Teams an, das man schlagen kann. In der Saisonvorschau jedenfalls erörterte der Coach Timo Luppold gegenüber der Balinger Lokalpresse, dass gegen Nagold mehr drin gewesen wäre.
Es ist also alles angerichtet für ein Duell mit viel Brisanz. Positiv aus VfL-Sicht: Immerhin ist beim Auswärtsspiel diesmal wieder Alena Wolf mit von der Partie. Wegen ihres verletzungsbedingten Ausfalls hatte der VfL beim Hinspiel doch enorm improvisieren müssen.
Diese Spielerinnen fehlen
Dafür fehlen den Nagolderinnen allerdings andere Spielerinnen, darunter Aline Rau, die in der Torstatistik der gesamten Liga mit 86 Treffern Platz drei einnimmt. Ebenfalls verhindert ist Kreisläuferin Luisa Harr, und dann seien da noch die „zwei bis drei üblichen Langzeitverletzten“.
Am 7. Januar war beim VfL Trainingsbeginn. „Seitdem trainieren wir wieder fleißig“, erzählt Renz. Für sein Team gelte es, an die guten Spiele der Hinrunde anzuknüpfen. Und davon gab es durchaus ein paar. Nicht umsonst steht der VfL Nagold mit 12:10 Punkten auf Platz sieben für seine Ansprüche gut da.