Motiviert geht der VfL Nagold das letzte Spiel der Hinrunde an (von links): Aline Rau, Aileen Hofmann und Sofia Thomaidou. Foto: Hofmann

Das letzte Spiel der Hinrunde steht bei den Nagolder Handballerinnen an. Der TV Weilstetten ist zu Gast. „Ein ziemlich wichtiges Spiel“, findet Coach Markus Renz.

VfL NagoldTV Weilstetten (Samstag, 20 Uhr, Bächlenhalle Nagold). Nach drei weit entfernten Auswärtsspielen in Folge ist die Motivation der Nagolderinnen für das kommende Spiel besonders groß. Endlich wieder Heimspieltag. Und natürlich will man sich zum Abschuss der Hinrunde mit einem Sieg, ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk bereiten.

 

„Das ist auch endlich mal wieder eine Mannschaft, die wir noch aus der letzten Saison kennen“, macht der VfL-Trainer Markus Renz deutlich.

Der TV Weilstetten unterlag beim VfL Nagold in der Bächlenhalle damals deutlich, konnte dann aber im Rückspiel eine knappen und auch ein wenig überraschenden Sieg einfahren. „Aber letztlich verdient“, zollt Renz den Gegnerinnen dafür Respekt.

So sieht’s beim Gegner aus

In der vergangenen Saison musste Weilstetten kräftig gegen den Abstieg kämpfen und landetet letztlich auf dem vorletzten Tabellenplatz. Vermutlich auch wegen der Fusion der Verbände und den Neu-Zusammensetzungen der Staffeln, konnte Weilstetten dennoch die Klasse halten.

Derzeit steht das Team aber wieder unten in der Tabelle, auf dem drittletzten Rang. Nur zwei Spiele konnte Weilstetten bis dato gewinnen.

Der VfL Nagold steht mit fünf Siegen und fünf Niederlagen deutlich besser da, auf Platz acht von zwölf Teams. Doch der Klassenerhalt ist noch lange nicht in trockenen Tüchern. Also betont Renz auch, wie wichtig das Spiel für seine Truppe sei.

Darum hat der VfL die Favoritenrolle inne

Die Favoritenrolle liegt bei diesem Spiel beim VfL Nagold – auch, weil von den Nagolderinnen drei der letzten vier Spiele gewonnen wurden, darunter sogar zwei Auswärtspartien.

Das letzte Erfolgserlebnis für den TV Weilstetten ist dagegen schon fast zwei Monate her. Und die letzten vier Spiele gingen allesamt verloren. Besonders deutlich das jüngste Spiel, auswärts bei der SG Maulburg/Steinen, mit 22:42. Zur Erinnerung: Der VfL Nagold siegte auswärts vor vier Wochen gegen die SG Maulburg/Steinen mit 34:31.

Markus Renz appelliert an die Fans

Markus Renz hofft auf eine volle Halle. Schließlich ist das Frauenspiel der Abschluss eines langen Vereinsspieltags, und direkt davor ab 18 Uhr spielen die Männer gegen HB Kinzigtal. Renz weiter: „Da hoffe ich schon, dass viele da sind und die Mannschaft nach vorne peitschen.“

Bei den Gegnerinnen erwartet Renz, dass sie den Schwerpunkt auf eine gute Abwehr legen. „Da gilt es für uns die richtigen Lösungen im Angriff zu finden.“ Im Abschluss müsse man konzentriert bleiben, und sich auch belohnen.

Zuversichtlich ist Renz mit Blick auf die eigene Abwehrarbeit. Da hätten die VfL-Frauen in dieser Saison schon oft eine gute Leistung gezeigt. „Wenn uns das wieder so gelingt, dann wird sich Weilstetten schwer tun damit, viele Tore zu erzielen“, prophezeit Renz. Die Zusammensetzung des VfL-Kaders ist derzeit noch mit Fragezeichen versehen. Einige Spielerinnen kränkelten die letzten Tage.

Eine Rückkehrerin

Zudem ist Alena Wolfs Einsatz wegen einer Platzwunde am Kopf, die sie sich beim letzten Spiel zugezogen hatte, noch unsicher. „Das entscheidet sich wohl erst am Samstag, ob und wie viel sie spielen kann“, sagt Renz. Wolf ist einer der Schlüsselspielerinnen beim VfL. Also hat man für Ersatz gesorgt: Nastja Antonewitch hat für diesen Samstag ihre Rückkehr ins Team angekündigt – „da haben wir einfach noch eine erfahrene Säule ins Team dazugeholt“. Eigentlich wollte sie erst im nächsten Jahr wieder einsteigen. Zudem sind die Spielerinnen der weiblichen A-Jugend am Start.

„Es gibt also eigentlich keine großen Ausreden“, versichert Markus Renz. Und: „Wir müssen konzentriert sein. Wir müssen unseren Stiefel spielen. Und wir müssen die zwei Punkte daheim behalten.“