In der Frauen-Verbandsliga empfängt die SG Maulburg/Steinen die HSG Dreiland zum Derby.
Die Favoritenrolle im Verbandsliga-Derby ist eindeutig verteilt. Gastgeber SG Maulburg/Steinen gehört zu den Top-Teams der Liga, während sich die HSG Dreiland im Tabellenkeller befindet. Alles andere als ein Sieg der SG-Damen wäre nach den bisherigen Leistungen eine Überraschung.
Ganz so eindeutig sieht es André Leuchtmann, Trainer der Gastgeberinnen, nicht: „Wir wissen, wie unangenehm es im Derby werden kann.” Dennoch ist die Zielsetzung klar: „Wir werden alles daran setzen, die zwei Punkte zuhause zu behalten und in der Tabelle an Allensbach, Steißlingen und Mössingen dran zu bleiben.”
Die SG will die eigenen Stärken ausspielen, Tempo machen und die gegnerische Abwehr beschäftigen. Und vor allem dann auch die eigene Chancenverwertung deutlich verbessern.
Das HSG-Spiel gegen Hossingen hat sich Leuchtmann angeschaut und dabei gesehen, dass die Nachbarn phasenweise einen guten Ball und ideenreich spielen würden. „Wir haben uns etwas ausgedacht“, sagt Leuchtmann, wie man die HSG zu Fehlern zwingen könne.
Personell sieht es gut aus, so der Trainer, der deutlich macht, dass das Derby trotz der positiven Voraussetzungen kein Selbstläufer werde.
Positiv geht auch sein Gegenüber Christian Weber ins Derby. „Es ist doch schön, wenn ein Auswärtsspiel gleich ums Eck liegt”, schmunzelt er. Auf seine Truppe wartet der Tabellendritte. „Dort steht die SG meiner Meinung nach auch zurecht. Die SG ist ein eingespieltes Team, das sich auf jeden Gegner individuell anpassen kann.”
Davon seien seine Schützlinge noch deutlich entfernt. „Unsere junge Mannschaft hat letzte Woche zwar gezeigt, was in ihr steckt, aber es wird noch einige Zeit dauern, bis wir uns stabilisieren werden”, so Weber, der im Duell der Nachbarn auf den gesamten Kader zurückgreifen kann.
Die SG sei auch wegen des Harzverbots der Favorit in diesem Spiel. Aber, meint Weber, in einem Derby könne ja viel passieren. „Falls wir alles abrufen sollten, was wir auch drauf haben, wären wir natürlich auch gewillt, dort zu gewinnen.”