Die Verbandsliga-Handballerinnen der HSG Dreiland fahren ihren ersten Saisonsieg ein. Die SG Maulburg/Steinen besiegt in heimischer Halle den Titelanwärter.
Da kommt Freude auf. Die Dreiländerinnen haben den Schalter umgelegt, und die SG Maulburg/Steinen setzt sich gegen einen der Großen durch.
SG Dreiland – HSG Hossingen-Meßstetten 41:33 (19:15). „Bitte so weitermachen“, ließ Christian Weber, Coach der HSG Dreiland, nach dem ersten Saisonsieg seiner Schützlinge in der Verbandsliga, Staffel 3, wissen. „Mir fällt ein riesiger Stein vom Herzen. Kompliment an die Mädels“, meinte er und strahlte. Mit 41:33 (19:15) hatte die HSG wenige Minuten zuvor die HSG Hossingen-Meßstetten bezwungen.
Nach vier sieglosen Partien zum Auftakt schlug im Heimspiel also der erste Erfolg zu Buche. Und das verdientermaßen. Denn: Von Anfang an zeigten die Gastgeberinnen den Mut und den Willen, an diesem Abend in eigener Halle die Oberhand behalten zu wollen. Angeführt von Maria Hopp, die immer den direkten Weg zum Tor suchte und mit ihrem großen Engagement ihre Teamkolleginnen mitriss, zeigte die HSG ein stark verbessertes Offensivspiel.
Die Dreiländerinnen spielten nicht nur quer, gingen verstärkt ins Eins-gegen-Eins und auch aus dem Rückraum wurde es dank einer gut aufgelegten Nathalie Herzog immer wieder gefährlich.
Defensiv wurde es nach gut 20 Minuten auch immer besser. Und mit Anke Bächtold hatte die HSG auch die deutlich bessere Torhüterin in ihren Reihen. „Das pusht dann nochmals“, befand Weber. Einzig Nadine Röthlingshöfer bekamen die Gastgeberinnen nicht so recht in den Griff. Sie netzte insgesamt 14-Mal ein.
Doch das reichte nicht aus, um eine Gefahr für die starke Heimmannschaft zu werden. Die spielte immer weiter nach vorne. „Das war unsere beste Angriffsleistung. Nicht nur wegen der 41 Tore, was auch sehr ungewöhnlich ist, sondern weil alle Spielerinnen zu Chancen kamen“, so Weber.
Tore für HSG Dreiland: Knössel 4, Hopp 9, Sautter 7, Herzog 14/6, Hablitzel 6, Reinke 1.
SG Maulburg/Steinen – TuS Steißlingen II 29:17 (14:6). Die Mädels der SG sind weiter in der Erfolgsspur unterwegs. Gegen den bis dato ungeschlagenen Titelanwärter Steißlingen II ließen die Schützlinge von Coach André Leuchtmann nichts anbrennen. „Zu keinem Zeitpunkt war unser Sieg gefährdet“, freute er sich. Zu 100 Prozent zufrieden war er allerdings nicht. Die Torausbeute hat ihm nicht gefallen. „Wir haben unglaubliche Möglichkeiten vergeben.“
An die 40 Tore seien bei diesem Heimspiel durchaus möglich gewesen, findet Leuchtmann. Doch vor dem gegnerischen Gehäuse agierte die SG diesmal nicht konsequent genug. „Das war im Vergleich zu den vorherigen Spielen eine eher schwächere Offensivleistung.“ Allerdings sei das Jammern auf hohem Niveau, gibt er zu.
Dafür aber stand die Defensive sattelfest. Gerade einmal sechs Tore der Gäste ließ das Heimteam in Hälfte eins zu. „Wir haben sehr viele Bälle erobert, weil wir Steißlingen gestresst haben und den Gegner zu Fehlern gezwungen haben“, lobte Leuchtmann, der versuchte, früh sein Team auf den rechten Weg zu bringen. Nach nicht einmal neun Minuten nahm er die erste Auszeit. Zuvor hatte Steißlingen II aus einem 0:3 ein 3:3 gemacht. Leuchtmann fand früh die richtigen Worte. Denn: Aus einem 3:3 wurde innerhalb von acht Minuten eine 10:3-Führung.
Damit war ein Statement gesetzt. Die SG baute die Führung im Laufe der Partie immer weiter aus und gewann am Ende deutlich. Vor allem auch, weil die Defensive stabil agierte. „Hier zeigen wir uns in dieser Saison stark verbessert. Die Trainingsarbeit zahlt sich aus“, freut sich Leuchtmann, dessen Team nun mit 8:2-Zählern den dritten Tabellenrang belegt. „Damit sind wir sehr zufrieden.“
Tore für SG Maulburg/Steinen: Wolpensinger 3, Kiefer 4, Wagener 3, Bartram 1, Seger 3, Posovsky 2, Haas 1, Träber 1, Schmidt 5/2, Denise Kahrsch 1, Hasler 5/1.