Celina Kahrsch musste mit der SG Maulburg/Steinen eine Niederlage einstecken. Foto: TH Fotografie/Thomas Hess

In der Handball-Verbandsliga, Staffel 3, der Damen kehrten die beiden hiesigen Teams ohne Punkte im Gepäck von ihren Auswärtsreisen zurück.

KREIS LÖRRACH. Die SG Maulburg/Steinen konnte in der Schlussphase nicht mehr zulegen, die HSG Dreiland agierte zu harmlos und verlor bei einem Kellerkind deutlich.

 

HSG Baar - SG Maulburg/Steinen: 28:25 (12:12). – Noch in der 51. Minute war die Welt im Lager der Gäste in Ordnung. Sharena Hasler, die ganze elfmal einnetzte, hatte gerade ihren Siebenmeter zum 24:21 im Tor untergebracht. Dann jedoch gelang der SG gut fünf Minuten lang kein Tor mehr und plötzlich führte Baar mit 26:24.

„Wir sind an uns selbst gescheitert. Es kamen mehrere Faktoren zusammen. Wir haben einerseits viele freie Würfe liegen lassen, während andererseits der Gegner ruhig weitergespielt und seine Chancen genutzt hat“, bilanzierte Co-Trainer Mika Bülow. Am Ende sei dann die Halle da gewesen und hätte die Gastgeberinnen nochmal gepusht.

Von Anfang an entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel. Die SG kam gut rein, vor allem in der Abwehr stand der Gast stabil, hatte entscheidend Zugriff. Auch der Rückzug funktionierte, die Gastgeber konnten keine einfachen Treffer erzielen.

Allerdings wehte im Angriff diesmal ein eher laues Lüftchen. Immer wieder agierte die SG zu überhastet, spielte die eigenen Offensivaktionen nicht konsequent zu Ende. Und dann war da auch wieder die schwache Torausbeute. Einige Fehlwürfe kamen diesmal zusammen. Diese Problematik zog sich wie ein roter Faden durch die gesamte Partie.

Und dennoch: Die SG war es, die auch nach Beginn der zweiten Halbzeit das Kommando übernahm. Drei Treffer in Serie sorgten für die 15:12-Führung und 15 Minuten vor dem Ende stand es gar 22:18 für Maulburg/Steinen. In der Schlussphase aber lief die HSG Baar zur Hochform auf und die Defensive der Gäste konnte auch im Eins-gegen-Eins nicht mehr so dagegenhalten, wie es nötig gewesen wäre, um diese Auswärtspartie erfolgreich zu gestalten.

Tore für SG Maulburg/Steinen: Kiefer 3, Bartram 1, Haas 5, Denise Kahrsch 2, Hartmann 3, Hasler 11/3.

SG Tübingen – HSG Dreiland 38:24 (19:13). - „Das war viel zu harmlos“, redet HSG-Coach Christian Weber nicht lange um den heißen Brei herum. Im kapitalen Kellerduell im Schwäbischen kassierten die Gäste eine klare Niederlage, waren absolut chancenlos.

„Derzeit ist einfach der Wurm drin“, sagt Weber und verweist auf die lange Liste an Ausfällen. Für Tübingen mussten kurzfristig dann auch noch die beiden Torhüterinnen Anke Bächthold und Katja Müller Montes krankheits- beziehungsweise verletzungsbedingt passen. „Unser Glück war, dass Vivien Potoniec ums Eck studiert und sich kurzfristig bereit erklärte auszuhelfen“, so Weber.

Ziel der Gäste war es, endlich einmal von Beginn an auf der Matte zu stehen und nicht wieder die üblichen 20 Minuten zu brauchen, um ins Spiel zu kommen. „Phasenweise hat dies auch funktioniert“, erklärt Weber. Nach gut 15 Minuten führte Tübingen mit 10:8, die HSG war also noch in Reichweite.

Dann aber machten es die Gäste den Tübingerinnen viel zu leicht. „Zu viele technische Fehler im Angriff und viel zu häufig fehlender Zugriff in der Abwehr“, hatte Weber ausgemacht. Deshalb zog der Konkurrent am Tabellenende auf und davon. Auch eigene Überzahlsituationen wurden zu selten in Zählbares umgemünzt. Ebenso auch im regulären Spiel Sechs-gegen-Sechs. „Da haben wir viel zu wenig Druck aufgebaut und wenig Bewegung auf das Spielfeld gebracht.

Weber sehnt die Winterpause herbei: „Die brauchen wir ehrlich gesagt alle. Da kurieren unsere Verletzten ihre Blessuren hoffentlich aus, so dass sie dann zum Rückrundenstart wieder an Bord sein können.“

Tore für HSG Dreiland: Knössel 3, Hopp 2, Sautter 2, Kühnle 2, Ramsauer 2, Darius 5, Hablitzel 6, Ferraro 1, Reinke 5.