SG-Torhüterin Anja Ruech bei einer Parade. Foto: TH Fotografie/Thomas Hess

In der Handball-Verbandsliga der Damen bestreiten Dreiland und Maulburg/Steinen Heimspiele.

Die SG Maulburg/Steinen möchte die Niederlage der Vorwoche vor den eigenen Fans vergessen machen, während die HSG Dreiland als krasser Außenseiter in die Heimpartie gegen den Spitzenreiter geht. Für beide Teams ist es das letzte Match in diesem Jahr.

 

SG Maulburg/Steinen – HSG Hossingen-Meßstetten (Sa.; 18 Uhr, Sporthalle Steinen): Den fünften Tabellenplatz belegt derzeit die SG. Mit nun acht Minuspunkten hat sich das Team vorerst aus dem Rennen um die Spitzenplätze verabschiedet. „Es ist schon Wahnsinn, dass wir das letzte Spiel verlieren. Und davon gab es schon das eine oder andere mehr. Solche Partien darfst du einfach nicht verlieren, wenn du oben dranbleiben möchtest. Aber wir verlieren in Stresssituationen die Struktur in unserem Spiel“, stellt Coach André Leuchtmann fest.

Jüngst bei der Niederlage gegen die HSG Baar erzielte die SG in den letzten zehn Minuten des Spiels nur einen Treffer. Der Gegner dagegen traf siebenmal. „Wir dürfen uns keine langen Schwächephasen erlauben und unsere Chancen besser nutzen“, so der Trainer. Auch im Hinblick auf die Aufgabe gegen Hossingen-Meßstetten. „Das Team schätze ich ähnlich stark wie Baar ein.“

Die Gäste aus dem Zollernalbkreis haben neun Minuspunkte auf dem Konto und liegen derzeit auf Rang sieben, also knapp hinter der SG. Sie kommen nach dem 30:23 gegen Steißlingen II mit Rückenwind ins Wiesental. „Auffällig ist, wie viele Tore sie werfen”, meint Leuchtmann. Vor allem die halblinke Akteurin und die Mittespielerin seien gefährlich. „Hier müssen wir kompakt agieren, verschieben und die Räume eng machen.“ Und es gelte das Tempospiel des Gegners zu unterbinden. Sprich: „Früh attackieren, damit der Gegner nicht mit Dampf kommen kann.“

Laura Träber wurde zwischenzeitlich am Knie operiert, fällt lange aus. Nicht dabei ist am Samstag auch Tamara Posovzky, und hinter dem Einsatz von Sharena Hasler steht noch ein Fragezeichen. „Wir wollen einen guten Jahresabschluss und die Punkte zuhause behalten.“

HSG Dreiland – SV Allensbach II (Sa.; 20 Uhr, Markgrafensporthalle in Weil am Rhein): Ausgerechnet jetzt geht es für die arg gebeutelte HSG Dreiland gegen den Tabellenführer und Titelkandidaten. „Schlechter könnten die Vorzeichen für das letzte Spiel vor der Winterpause nicht sein”, macht Trainer Christian Weber deutlich. Der Spitzenreiter kommt und der Kader der Dreiländerinnen schrumpft und schrumpft.

„Stand jetzt haben wir noch nicht mal eine Torhüterin. Zu unseren vielen Langzeitverletzten fällt nun auch noch Jana Darius aus”, kann es Weber kaum fassen. „Nur selten habe ich eine Winterpause so sehr herbeigesehnt wie in dieser Saison.”

Die Verletzungsproblematik zieht sich wie ein roter Faden durch die Vorrunde. Der Tabellenvorletzte konnte die Hinserie nicht ein einziges Mal mit komplettem Kader absolvieren. Ein Grund, warum die HSG mittendrin im Tabellenkeller steckt. „Es wäre auch komplett schwierig geworden. Aber ich bin mir sicher, der eine oder andere Punkt wäre mehr drin gewesen”, so Weber.

Die Favoritenrolle im letzten Match vor der Weihnachtspause ist klar verteilt. Die HSG ist krasser Außenseiter. Immerhin kann Weber auf die Mithilfe von Spielerinnen aus der Zweiten zählen. Alina Volz und Isabel Gutman helfen aus.

„Wir hoffen, dass wir bis Ende Januar wieder vollzählig sind, um dann zumindest aus unserer Sicht noch einmal bei null starten zu können”, meint Weber.