Die Bergstädter möchten am Sonntagabend in der Schiltacher Nachbarschaftssporthalle den zehnten Sieg in Folge bejubeln. Foto: Michael Kienzler

Handball: Brisantes Schwarzwald-Derby bei der SG Schenkenzell/Schiltach steht an.

SG Schenkenzell/Schiltach – TV St. Georgen (Sonntag, 17 Uhr). Nach nun neun Siegen in Serie bereiten sich die Handballer aus der Bergstadt auf das Schwarzwald-Derby bei der SG Schenkenzell/Schiltach vor.

Tabellenzweiter gegen Tabellendritter – so heißt es kommenden Sonntag in der Schiltacher Nachbarschaftssporthalle.

Die Tabellenkonstellation und die Ergebnisse der vergangenen Wochen sorgen für Brisanz. Während die Bergstädter mit einer beeindruckenden Siegesserie nach Schiltach reisen, mussten die Gastgeber zuletzt drei Niederlagen in Folge einstecken. Mit den Auswärtsspielen in Ehingen und Ringsheim sowie der Heimpartie gegen Ligaprimus HU Freiburg waren dies sicherlich allesamt schwierige Partien. Dennoch bleibt festzuhalten, dass der SG das Abrutschen ins Niemandsland der Liga droht. Gleichzeitig bietet sich St. Georgen die Chance, vor der anstehenden Partie gegen Freiburg ein Polster aufzubauen.

Doch erneut scheint die Ausgangssituation für die Jungs vom Roßberg tückisch. Die SG wird nach drei Niederlagen in Folge alles daran setzen, die Punkte in der eigenen Halle zu behalten. Zur neuen Saison hatte Trainer Jochen Kilgus die traditionell sehr defensiv ausgerichtete SG-Abwehr neu formiert und ein sehr offenes 3:3-System etabliert. Viele Spiele mit nur knapp mehr als 20 Gegentoren beweisen, dass auch dieses System gut greift.

St. Georgen wird in Bestbesetzung in die Nachbarschaftshalle fahren. Der Kader von Matthias Flaig und Patrik Papke bietet eine hohe Qualität, um die gegnerische Abwehr zu überwinden. Wichtig wird es sein, möglichst wenige einfache Fehler zu machen. Die Duelle mit der SG verliefen in den vergangenen Jahren häufig eng und extrem hitzig. Hier wird es wichtig sein, einen kühlen Kopf zu behalten vor allem auch die taktische Disziplin zu wahren. Es ist zu erwarten, dass Schenkenzell/Schiltach zum größten Prüfstein der bisherigen Saison wird.

"Uns erwartet in Schiltach eine erfahrene, spielstarke und kämpferische Mannschaft. Wir wollen dagegenhalten. Unser Kader bietet dazu auch alle Mittel. Gewinnen wir dieses Spiel, bringen wir sieben Punkte Abstand zwischen uns und die SG. Dazu würden wir uns eine blendende Ausgangslage für das Heimspiel gegen Freiburg verschaffen. Wir müssen von Beginn an hellwach sein, denn einen größeren Rückstand in der zweiten Hälfte noch zu drehen, wird wohl verdammt schwierig. Wir gehen mit breiter Brust und vielen positiven Gedanken in die Partie", sagt Trainer Patrik Papke.

Der TVS hofft, dass bei diesem Höhepunkt auch wieder viele Schlachtenbummler ihr Team anfeuern.

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