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Handball TV St. Georgen: Abschied nach zehn Jahren

Von
Foto: Marc Eich

Sechs Jahre lang coachte er den TV St. Georgen, führte das Team in die Südbadenliga. »Diesen Moment werde ich nie vergessen«, stellt Jürgen Herr klar. Doch nun ist Schluss bei den Bergstädtern, Herr gönnt sich eine Handball-Pause. Doch ganz abschalten kann der 37-Jährige vom TVS nicht.

Jürgen Herr, St. Georgen hat mit 19:33 Punkten und Rang elf gerade so die Landesliga erhalten. Sie hätten sich sicher einen besseren Abschluss gewünscht.

Natürlich. Trotz aller Verletzungsprobleme war mehr drin. Wir haben in der Rückrunde einfach zu viele Punkte verschenkt, zu selten unser wahres Potenzial abgerufen. Ich hatte den Eindruck, dass ein neuer Trainer für das Team nicht schlecht wäre. Dieser kann neue Impulse setzen, seine Ideen einbringen.

Also haben die Leistungen in der Rückrunde Ihre Entscheidung beeinflusst?

Ja – das kann man schon so sagen. Es war aber auch einfach eine sehr lange Zeit beim TVS. Erst habe ich vier Jahre lang die A-Jugend betreut, nun sechs Jahre lang die erste Mannschaft.
In dieser Zeit haben Sie sehr viel erlebt mit den Bergstädtern.

Was war für Sie der Höhepunkt?

Sicher der Aufstieg in die Südbadenliga vor zwei Jahren. 700 Zuschauer waren damals in der Roßberghalle. Die Stimmung war unglaublich. Auch für den ganzen Verein war dieser Aufstieg ein ganz besonderes Erlebnis.

Und der Tiefpunkt?

Uns haben immer wieder schwere Verletzungen von Spielern zurückgeworfen. So war es in dieser Saison. Noch schlimmer war es aber einige Jahre zuvor.

Sie sprechen die Personalprobleme in der abgelaufenen Saison an. Einmal hatten Sie nicht einmal einen Torhüter zur Verfügung.

(lacht) Ja – dies war im Dezember gegen Allensbach. Alle unsere vier Torhüter standen uns damals nicht zur Verfügung. Dann hat sich Peter Isele in den Dienst der Mannschaft gestellt – und dies im Alter von 61 Jahren. Und Peter hat dann gezeigt, was er noch kann. Er hat uns am Ende den knappen 32:31-Heimsieg gerettet. Wahnsinn! Ich bin ihm immer noch sehr dankbar für das Comeback.
Und diese beiden Punkte waren ja ganz wichtig im Kampf um den Klassenerhalt.

Der TVS spielt also weiter in der Landesliga. Mit welchen Perspektiven?

Mit guten. Davon bin ich überzeugt. Zur kommenden Saison kehren ja einige derzeit noch verletzte Spieler zurück, darunter die wichtigen Holzmann-Brüder. Dazu verfügt der TV St. Georgen über starke A-Junioren, die hoffentlich bald wieder in der Südbadenliga spielen. Wenn es gelingt, von diesen Talenten einige kurz- und mittelfristig in die erste Mannschaft zu integrieren, bin ich in Sachen Zukunft des TVS sehr zuversichtlich. Außerdem stimmen die Strukturen im Verein. Das ist wie eine große Familie. Und diese werde ich sehr vermissen. Da sind in den vergangenen Jahren viele Freundschaften entstanden.

Wobei Sie die Heimspiele des TVS sicher auch in Zukunft verfolgen werden. Oder?

Ich komme ja aus St. Georgen, wohne da. Natürlich werde ich oft in der Halle sein. Ich bin schon gespannt darauf, wie es dann sein wird. Es wird ein neues Gefühl sein, wenn ich die Spiele von der Zuschauertribüne aus anschaue – und von dort aus hoffentlich viele Siege erlebe.  

Die Fragen stellten Gunter Wiedemann und Michael Bundesmann

Ihre Redaktion vor Ort St. Georgen

Nadine Klossek

Fax: 07724 94818-15

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