Selbst im Falle des Abstiegs bleibt der Trainer – und der Kader weitestgehend zusammen. Allerdings bisher ohne die zentralen Figuren Kraus und Torwart Jogi Bitter. Wie wichtig wäre es im worst case beide überzeugen zu können, weiterzumachen?
Wir haben den Kader zunächst einmal so ausgelegt, um bestehen zu können – unabhängig von der Liga. Natürlich wäre es mir am liebsten, wenn beide den Weg weitergehen, weiß aber auch, dass es vom Etat her extrem schwierig ist. Ich gehe aber davon aus, dass der worst case nicht eintritt.
Man könnte ja auch sagen, statt Kraus und Bitter nehme ich das Geld und stelle mich breiter auf. Wäre das der bessere Weg gewesen?
Wenn ich zwei solche Säulen haben kann, ist das absolut perfekt. Als ich kam, hatte ich auch keine Einflussmöglichkeiten. Jetzt habe ich mir Einblicke verschafft und versuche, den einen oder andern einzubauen, wie mit Manuel Späth die nächste Korsettstange im Hinblick auf die wichtige Achse Torwart- Mittelmann-Kreis.
Trügt es, oder übernimmt Michael Kraus immer mehr Verantwortung?
Er hat einen schwierigen Beginn gehabt. Es hat eine Weile gedauert, bis er richtig drin war. Aber er hat sich reingebissen und identifiziert sich voll mit Projekt. Am Anfang war er manchmal eher deprimiert, inzwischen nimmt er die anderen mit, er hat ohne Frage nochmals eine Entwicklung gemacht. Aber er spielt erstmals auch in einem Verein, bei dem es nicht um Titel geht.
Wie schwer wiegen die Probleme bei den Linkshändern nach M’Bengues Ausfall, Lobedanks und Celebis Verletzungen?
Das ist schlichtweg eine Katastrophe. In gerade mal fünf von 25 Spielen haben alle mitgemacht, davon haben wir noch drei oder vier gewonnen. Das sagt alles.
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