Zuletzt entstand der Eindruck, dass – zumindest im Angriff – zu viel Last auf Michael Kraus liegt.
Das ist richtig. Im Mannschaftssport kommt es häufig vor, sich an ein, zwei, drei Führungsspielern zu orientieren. Funktionieren die, dann funktionieren die anderen auch; funktionieren die nicht, funktioniert auch die Mannschaft nicht. Aber das ist schon viel besser geworden. Jeder weiß, was sein Job ist und kann nicht verlangen, dass den ein anderer mitmacht. Es sind noch genügend Spiele, in denen wir uns realistisch etwas ausrechnen können.
Der TVB hat seine Pflichtsiege ja weitgehend geholt. Das Problem ist diese Saison, dass fast alle Konkurrenten überraschende Punkte machten?

Am Anfang nach dem Sieg gegen Hannover dachte ich, da haben wir einen Bonuspunkt. Aber das ist nicht der Fall, weil gegen die im Augenblick jeder gewinnt. Und Lemgo siegt noch gegen Kiel, der BHC in Berlin, das sind Dinge, die den Unterschied ausmachen. Deshalb müssen wir auch mal einen Ausrutscher nach oben schaffen.

Letztmals steigen drei Mannschaften ab, nächste Saison kommt der neue TV-Vertrag mit Sky. Wie wichtig sind diese Faktoren für das Projekt Stuttgart?
Ich weiß nicht, ob der Vertrag mit Sky für uns eine große Rolle spielt, das ist nicht der ausschlaggebende Punkt für unsere Entwicklung. Wichtiger ist die Abstiegsregelung, weil es künftig leichter wird, die Klasse zu halten – und schwieriger wieder aufzusteigen. Deshalb werden wir alles dafür tun, um drin zu bleiben.
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