Für die SG Freudenstadt/Baiersbronn hat Dražen Dropuljić (am Ball) in der abgeschlossenen Saison 193 Treffer geworfen. Foto: Axel Klisch

Dražen Dropuljić hat in der Handball-Südbadenliga die meisten Treffer erzielt. Dabei hat der Freudenstädter versucht, seiner Mannschaft – der SG Freudenstadt/Baiersbronn – mit seiner ganzen Erfahrung zu helfen und hat kommende Saison eine neue Aufgabe vor sich.

Im Schnitt 8,8 Tore pro Spiel hat Dražen Dropuljić in der ersten Saison in der Südbadenliga seiner Mannschaft erzielt. Insgesamt kam er so auf 193 Treffer in 22 Spielen, was am Ende die Krone des Torschützenkönigs bedeutete.

 

Nach einer spannenden Saison stand die SG Freudenstadt/Baiersbronn auf dem elften Platz. Zum Klassenerhalt trugen vor allem die letzten fünf Spiele dabei. Viermal siegten die Handballer aus Freudenstadt und Baiersbronn – zweimal nur mit einem Tor mehr – im letzten Spiel, in dem es für beide Teams um nichts mehr ging, stand am Ende ein Unentschieden.

Konkurrenz war verletzt

Einen großen Anteil am Klassenerhalt hatte Dražen Dropuljić mit seinen Toren. Bescheiden betont er allerdings auch, dass die zwei führenden Spieler in der Torschützenliste die letzten Partien aufgrund von Verletzungen nicht mehr spielen konnten. Trotzdem freut der Rückraumspieler sich über die Leistung in dieser Saison. „Zuvor hat unser Kapitän Marcel Baur, der aber fast nicht spielen konnte, immer die Tore gemacht. Ich war eher eine Randfigur. Diese Saison habe ich versucht, der Mannschaft mit meiner ganzen Erfahrung weiterzuhelfen“, sagt der 29-Jährige.

Lob an das Team

Er betont auch, dass diese Leistung ohne die Mannschaft nicht möglich gewesen wäre. „Da muss ich dem Team noch mal ein großes Dankeschön aussprechen. Allein kannst du schließlich keine Spiele gewinnen.“

Dabei war die Saison nach dem Aufstieg nicht einfach. Das Team musste sich an die neuen Bedingungen gewöhnen. „Zwischen der Landes- und der Südbadenliga ist natürlich ein enormer Unterschied“, so der Freudenstädter, der vor elf Jahren aus Kroatien kam. In der Landesliga konnte die SG Freudenstadt/Baiersbronn Fehler oder Schwächephasen durch ihren guten Torwart sowie eine starke Abwehrleistung oft kompensieren. „Aber in der Südbadenliga wird sowas schnell bestraft.“ Viele Mannschaften spielen spielen schon jahrelang in der Liga, sind körperlich stärker und trainieren mehr. „Da war klar, dass es schwer wird, die Liga zu halten.“

Erfahrung in Kroatien

Nachdem dies aber geschafft ist, blicken Dropuljić und das Team bereits auf die kommende Saison. „Wenn wir das gleiche leisten wie in den letzten fünf Spielen der Saison, dann wird der Klassenerhalt kein Problem“, sagt der erfahrene Spieler, der in Kroatien in der A-Nationalmannschaft spielte sowie in der ersten Liga der A-Jugend und auf zwei Jahre in der ersten Liga kommt.

Allerdings hat das Team aus Freudenstadt und Baiersbronn einige Problem mit verletzten Spielern. Bei Marcel Baur, der schon lange verletzungsbedingt zu kämpfen hat, und Nico Käser ist es fraglich, wie diese der Mannschaft zur Verfügung stehen werden. Zudem fallen zwei Spieler wohl aus geschäftlichen Gründen weg. „Ich denke es ist möglich, wenn alle da sind und mitziehen“, sagt Dropuljić, der in der kommenden Saison auch eine weitere wichtige Position einnehmen wird.

Vater wird Trainer

Da das Trainerteam Krzysztof Lisiecki und Ralph Kammer nach sieben Jahren am Ende der Spielzeit verabschiedet worden war, musste eine Nachfolge gefunden werden. Übernehmen wird Mario Dropuljić diese Aufgabe. Dražen wird seinen Vater unterstützen. „Vor allem als Dolmetscher“, so der 29-Jährige, der aber auch Spielertrainer sein wird.

Dabei freut er sich auf die Zusammenarbeit mit seinem Vater. „Ich will von ihm lernen, da ich selbst auch den Trainerschein machen will“, so Dropuljić, der dabei sicher einiges mitnehmen kann, schließlich war Mario Dropuljić Trainer in der ersten und zweiten Liga in Kroatien und hat 20 Jahre hochklassigen Handball, auch in der ersten Liga gespielt.

Neben dem Handball freut sich der 29-Jährige auf sein erstes Kind. Eine weitere spannende Herausforderung, die vor dem Logistiker liegt.