Felix Euchner hört beim Handball-Oberligisten TV Weilstetten nach dieser Saison als Cheftrainer auf. In Co-Trainer Mario Strölin wird bereits sein Nachfolger präsentiert.
n der aktuellen Saison könnte es sportlich kaum besser aussehen. Mit den punktgleichen Mannschaften der SG Kenzingen/Herbolzheim und der Drittliga-Reserve der SG Pforzheim/Eutingen (alle 15:11-Zähler) platzieren sich die Handballer des TV Weilstetten nach den ersten 13 Ligaspielen auf Platz drei der Tabelle ein. Doch zur neuen Saison wird es bei den „Füchsen“ auf der Kommandobrücke eine Veränderung geben.
Abschied auf eigenen Wunsch
Cheftrainer Felix Euchner verlängerte seinen Vertrag nicht und stellt sein Amt nach Abschluss der aktuellen Saison zur Verfügung. „Nach dem 33:31-Heimsieg über die SG H2Ku Herrenberg Mitte Oktober des letzten Jahres war für mich klar, dass ich aufhöre“, so der scheidende Chefcoach. Bevor die Gespräche mit den Spielern über die neue Spielzeit stattfanden informierte Euchner die beiden sportlichen Leiter um Daniel Weckenmann und in federführender Position Benjamin Kipp sowie Trainerkollege Mario Strölin frühzeitig, dass er seinen Vertrag über die Saison hinaus nicht verlängern werde. Somit bricht der 34-jährige seine Zelte als führender Kommandogeber nach fünf Jahren als Cheftrainer bei den „Füchsen“ ab.
„Vom Gefühl her der richtige Zeitpunkt“
„Es gab nicht den einen Grund, der ausschlaggebend für diese Entscheidung war. Nach intensiven und anstrengenden fünf Jahren mit vielen Wendungen ist vom Gefühl her nach dieser Saison der richtige Zeitpunkt aufzuhören. Es war von meiner Seite aus nie der Plan, es so lange zu machen“, so Euchner und erklärt, warum er schon früh seine Entscheidung dem Verein mitteilte: „Als ich selbst noch Spieler war, war es für mich auch immer wichtig zu wissen, wer mein Trainer in der kommenden Saison sein wird.“
Von der Platte auf die Bank
Nach der Saison 2018/2019 in der viertklassigen Baden-Württemberg Oberliga hörte Euchner als aktiver Spieler bei den „Füchsen“ auf und teilte sich danach für zwei Jahre zusammen mit Felix Saueressig das Amt der sportlichen Leitung. Nach seiner unterstützenden Tätigkeit als sportlicher Leiter trat der in Balingen wohnende und verheiratete 34-Jährige zusammen mit seinem damaligen Trainerkollegen Gerrit Jung, das Amt des Cheftrainers an.
Strölin: Vom „Co“ zum Chef
Für die Saison 2025/2026 präsentierte der Verein Mario Strölin als Co-Trainer für Jung, der als Jugendkoordinator zur SpVgg Mössingen abgewandert war. Ein weiteres Engagement ist erst einmal nicht geplant, versichert Euchner, der zusammen mit Mario Strölin, alles in die Waagschale werfen wird, um den maximalen Erfolg unter dem Lochen herauszuholen. „Ich freue mich jetzt auf die handballfreie Zeit. Bis auf die Corona-Zeit, hatte ich bisher noch keine Phase in meinem Leben gehabt, in welcher der Fokus auf andere Dinge liegen konnte. Es gibt aber auch keine Angebote von anderen Vereinen“, so Euchner und ergänzt: „Ich bin voll dabei und bis zum Ende hoch motiviert. Es macht nach wie vor viel Spaß, mit den Jungs zu arbeiten.
Kipp bedauert Euchners Abgang
Benjamin Kipp, Sportlicher Leiter des TV Weilstetten bedauert den Abgang. „Wir und die Mannschaft haben frühzeitig von seiner Entscheidung gewusst. Für uns war dies nach dieser langen Zeit mit ihm eine sehr bittere Nachricht. Selbstverständlich respektieren und verstehen wir natürlich die Entscheidung von Felix. Als aktiver Spieler und Trainer war Felix schon ein TVW-Urgestein, der die Mannschaft die letzten Jahre sehr geprägt hatte. Vor allem jetzt im Übergang mit Mario ergänzten die beiden sich echt gut. So konnte Mario von Felix noch viel lernen und der Übergang auf Mario Strölin als neuen Headcoach für die kommende Saison viel dann einfach leichter aus. Wir wünschen Felix alles Gute für seinen weiteren Weg und dass wir weiterhin in Kontakt bleiben, auch wenn es nur in beratender Funktion sein würde.“
Assistent wird noch gesucht
Somit konnte der Verein den B-Lizenz-Inhaber Strölin bereits den Nachfolger für den scheidenden Euchner präsentieren. Für den neuen Kommandogeber suchen die Verantwortlichen des TVW noch einen Assistenten, der den Cheftrainer unterstützen wird. Es wird sich aber nicht nur im Trainerteam noch etwas tun, auch in Sachen Neuzugänge sind die Planungen noch lange nicht abgeschlossen. Kipp versichert, dass in den nächsten Wochen neue Namen bei den Männern eins, präsentiert werden können.