Die SG HCL hat weiterhin alle Titel-Chancen selbst in der Hand. Foto: Wurster

Die SG Hirsau/Calw/Bad Liebenzell verliert das Landesliga-Topspiel in Weinstadt, hat aber noch alle Titel-Chancen in der eigenen Hand.

SG Weinstadt II – SG Hirsau/Calw/Bad Liebenzell 29:25 (18:16). Im mit Spannung erwarteten Spitzenspiel der Handball-Landesliga mussten sich die Frauen der SG Hirsau/Calw/Bad Liebenzell der SG Weinstadt II mit 25:29 geschlagen geben. Trotz der Niederlage zeigte der Tabellenführer über weite Strecken eine starke Leistung und bewies einmal mehr großen Kampfgeist bis zum Schlusspfiff.

 

Der Start in die Partie verlief zunächst zugunsten der Gastgeberinnen, die schnell mit 3:1 in Führung gingen. Doch die SG HCL fand zunehmend besser ins Spiel und konnte in der 12. Minute zum 5:5 ausgleichen. In der Folge entwickelte sich ein intensives Kopf-an-Kopf-Rennen, in dem sich keines der beiden Teams entscheidend absetzen konnte. Mit einem knappen Rückstand von 18:16 ging es aus Sicht der SG HCL in die Kabinen.

Kraftreserven aufgebraucht

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie hart umkämpft. Ganze sechs Minuten dauerte es, ehe der erste Treffer in der zweiten Hälfte erzielt wurde. Dann aber nutzten die Gastgeberinnen kleine Unkonzentriertheiten der Nagoltalerinnen und zogen zwischenzeitlich auf 21:17 davon. Zwar gelang es der SG HCL, auf 22:22 auszugleichen, aber die letzten Kraftreserven waren damit aufgebraucht. In den letzten zehn Minuten nutze die SG Weinstadt II ihre Chancen konsequent und setzte sich verdient auf 29:25 ab.

HCL-Trainer Torsten Kleinertz zeigte sich dennoch stolz auf sein Team: „Was für ein toller Fight der Mannschaft. Trotz der Niederlage kann und will ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Jede hat alles gegeben, bis zur letzten Minute.“ Besonders die personelle Situation habe sich bemerkbar gemacht: „Am Ende hat einfach die Kraft gefehlt, um das Spiel zu unseren Gunsten zu drehen.“

Auf Augenhöhe gespielt

Auch HCL-Trainer Jürgen Kost zog ein positives Fazit: „Wir haben uns nach den ersten Minuten gut ins Spiel gekämpft und auch in der zweiten Halbzeit einen Rückstand wieder aufgeholt. Gegen so eine starke Mannschaft auswärts auf Augenhöhe zu spielen, ist auch angesichts unserer vielen Ausfälle nicht selbstverständlich.“

Entscheidendes Detail

Das Hinspiel im Dezember hatte die SG HCL mit 26:22 für sich entschieden. Da nun beide Teams jeweils mit vier Toren Unterschied gewonnen haben, entscheidet die höhere Zahl der Auswärtstore den direkten Vergleich. Dieser geht somit an die SG HCL. Ein Detail, das eventuell im weiteren Saisonverlauf noch entscheidend werden könnte. Für die SG HCL hat sich an der Ausgangslage im Meisterschafskampf insgesamt aber nicht viel verändert. Die Mannschaft hat weiterhin alles in der eigenen Hand. Mit zwei Siegen aus den verbleibenden zwei Spielen kann sich das Team den Titel sichern. Ein spielfreies Wochenende kommt den Calwerinnen dabei gelegen, denn bis zum nächsten Spiel könnte die ein oder andere verletzte Spielerin ihr Comeback geben. SG Hirsau/Calw/Bad Liebenzell: Hülya Uzuner, Nele Forstner, Franca Benz (8/3), Melina Hesse (6), Isabella Micelotta (3), Laura Imensek (3), Chiara Elsche (2), Annika Volkmer (2), Johanna Bayer (1), Fabienne Jährmann, Betty Baumann