Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Handball SG Dornstetten in Südbadenliga eine feste Größe

Von
Die Damen der SG Dornstetten haben sich in der Liga etabliert. Foto: Fritsch

Da auch die Handball-Südbadenligasaison wegen der Corona-Krise vorzeitig abgebrochen wurde, beendet die Damenmannschaft der SG Dornstetten die Spielzeit auf Tabellenplatz zwei. Trainer Oliver Valha blickt auf die Saison zurück – wagt aber auch schon einen Ausblick in die nahe Zukunft.

Herr Valha, wie zufrieden sind Sie unterm Strich mit dem zweiten Tabellenplatz in der Südbadenliga?

Wir sind mit der Saison sehr zufrieden. Vor der Runde wurde uns doch von vielen Leuten nicht wirklich viel zugetraut. Man war der Meinung, dass wir die Abgänge nicht kompensieren könnten. Jens Graf und ich haben das jedoch zu keinem Zeitpunkt so gesehen. Wir waren uns über das Potenzial der Mannschaft bewusst, und dieser Eindruck hat sich auch im Training und in den ersten Spielen bestätigt.

Wäre sogar mehr möglich gewesen?

Das werden wir nicht erfahren, da die Saison bekanntermaßen abgebrochen wurde.

Ist am Ende das Schutterwälder Team, das ein Spiel mehr als die SG absolvierte, ein verdienter Aufsteiger?

Ob verdient oder nicht – sie stehen zum jetzigen Zeitpunkt auf Platz eins. Selbst mit einem weiteren Spiel und einem Sieg mehr von uns wären sie aufgrund des besseren direkten Vergleichs dort geblieben. Die Schutterwälderinnen haben mit ihrer sehr jungen Mannschaft eine tolle Runde gespielt, und wenn die Saison nun endgültig nach dem Punktequotienten gewertet wird, dann steigen sie auch verdient auf. Sie hätten die Saison bestimmt auch gerne zu Ende gespielt, um dann auch eine richtige Meisterschaft feiern zu können.

Der Abbruch des Spielbetriebs war Ihrer Meinung nach alternativlos?

Absolut.

In den ersten elf Saisonspielen bis zur Jahreswende kassierte Ihre Mannschaft nur eine Niederlage in Schutterwald, danach siegte sie in fünf Spielen nur ein Mal. Ist das der normale Formzyklus einer Saison?

Da gebe ich Ihnen teilweise recht. Die Hinrunde, mit den Niederlagen in Schutterwald und in Sinzheim und dem Unentschieden in Ottersweier, war überragend. Dann kam die Winterpause, und da haben wir es möglicherweise als Trainer verpasst, das Training nochmals so richtig anzuziehen. Danach folgte zwar der deutliche Sieg gegen Muggensturm, aber eben auch das verlorene Pokalfinale und die Niederlagen in Allensbach und in Freiburg sowie das Unentschieden gegen Sandweier. Hinzu kam außerdem, dass uns teilweise zwei Stammspielerinnen und der komplette Mittelblock in den Spielen in Allensbach und in Freiburg gefehlt haben. Anschließend hat die Mannschaft aber eine tolle Reaktion gezeigt und in Ottenheim gewonnen. Deshalb ja, ein Formzyklus war erkennbar, aber eben auch durch die Verletzungen und berufsbedingten Ausfälle erklärbar.

War es mit dem verlorenen gegangenen Pokalfinale Anfang Februar dennoch eine sehr gute Saison ohne i-Tüpfelchen?

Der Saisonstart war mit sechs Siegen in Folge perfekt. Auch mit dem weiteren Saisonverlauf sind wir sehr zufrieden und stehen zurecht im vorderen Tabellendrittel der Liga. Wir hätten die Saison gerne noch zu Ende gespielt und im Rückspiel gegen Schutterwald gezeigt, was in unserem Team steckt. Die Niederlage im Pokalendspiel war schade, aber trotz alledem ein Highlight. Es war ein toller Fight vor einer tollen Zuschauerkulisse. Letztendlich gilt auch ein besonderer Dank unseren Dornstetter Fans, die uns in zwei Bussen begleitet und uns unglaublich bis zur letzten Sekunde unterstützt haben. De facto war Todtnau an diesem Tag einfach einen Tick besser, konsequenter und abgeklärter. Natürlich hätte der Pokalsieg der Saison noch das i- Tüpfelchen aufgesetzt, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Ich tendiere eher dazu, dass wir ab sofort und auch in vielen Jahren noch von der Saison sprechen werden, in der wir ohne die Corona-Krise vielleicht Meister geworden wären.

Ragte im Verlauf der Saison eine Spielerin besonders heraus?

Wir haben natürlich individuell sehr starke Spielerinnen. Jedoch muss man immer das Ganze betrachten. Jede Spielerin hat ihren Teil zu der sehr guten Saisonleistung beigetragen. Da zählt nicht nur der Angriff, auch die Arbeit in der Abwehr, die Torhüterleistung und das Miteinander im Team sind entscheidend für unseren Erfolg.

Ein Wort zur Abteilung "Jugend forscht": Wie haben sich die Nachwuchsspielerinnen entwickelt?

Sie haben sich sehr gut entwickelt, und es konnten auch alle ihre ersten Erfahrungen in der Südbadenliga sammeln. Die Trainingsleistung war bei vielen sogar noch viel besser als die Leistungen in den Spielen. Wir hoffen, in der nächsten Saison daran anknüpfen zu können, sodass die Mädels ihre gute Trainingsleistung auch besser aufs Spielfeld übertragen können.

Wie kann es in der kommenden Saison mit dem Handball in Zeiten von Corona weitergehen?

Das liegt nicht in unseren Händen. Wir wünschen uns natürlich, dass wir bald wieder gemeinsam trainieren und spielen können. Die Gemeinschaft ist wichtig und fehlt uns im Moment sehr. Am Anfang wird mit Sicherheit nur ein Training im Freien möglich sein. Wir hoffen, dass die Saison 2020/21 ganz normal im September starten kann. Grundsätzlich hat die vergangene Saison aber gezeigt, welches Potenzial in der Mannschaft steckt und welcher Ehrgeiz und Trainingsfleiß entwickelt wurde. Das stimmt uns für die neue Saison positiv, sodass wir in jedem Fall eine ähnlich tolle Leistung wieder auf der Platte, aber auch daneben abgeben können. Dornstetten ist in der Südbadenliga etabliert und gehört zu den festen Größen. Die Heimspiele in der Riedsteighalle waren in der vergangenen Saison echte Handballfeste und wurden sowohl vom Zuschauerschnitt als auch von der Stimmung toll angenommen. Natürlich hoffen wir, dass sich diese Entwicklung weiter fortsetzt und sich auch im Sponsorenbereich niederschlägt, von dem letztendlich die gesamte Abteilung profitieren würde. Die Perspektive ist also durchaus positiv.

Bleibt die Mannschaft zu 100 Prozent zusammen, wer kommt oder geht?

Die Mannschaft bleibt komplett zusammen. Neuzugänge gibt es bis jetzt noch keine, wir sind jedoch in sehr guten Gesprächen. Das Trainerteam bleibt ebenfalls an Bord. Nächste Saison greifen wir wieder voll an. 

Die Fragen stellte Volker Haag.

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.