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Handball-Saisonabschluss Virtueller Verbandstag setzt auf Einfachrunde

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Bezirksligist SG Hirsau/Calw/Bad Liebenzell hat sich vor dem Lockdown im Herbst mit zwei Siegen schon mal eine gute Ausgangsposition für den weiteren Saisonverlauf verschafft. Foto: Stark

Die Handballer wollen die Saison 2020/2021 der Frauen und Männer im Februar fortsetzen und diese in einer Einfachrunde abschließen. Dies wurde beim virtuellen Verbandstag des Handballverbands Württemberg (HVW) beschlossen.

Im Jugendbereich wird die im Oktober gestartete Spielrunde abgebrochen. Qualifikationsspiele für die Ligen auf Verbandsebene sowie für die Bezirksliga der A- bis C-Jugendlichen sollen im Frühjahr ausgetragen werden.

In den Spielrunden der Frauen und Männer kommen die bereits gespielten Begegnungen in die Wertung. Die Rückspiele fallen flach.

Die Männer des TSV Altensteig hätten gemäß Spielplan der Landesliga, Staffel 3, erst am 8. November mit dem Gastspiel in Spaichingen einsteigen sollen. Doch dazu sollte es nicht kommen, denn bereits zwei Wochen zuvor war Schluss. Die Altensteiger sind damit ebenso wie der TV Aixheim noch ohne Spiel. An der Tabellenspitze steht die HSG Baar mit zwei Siegen.

Der Altensteiger Abteilungschef Carlos Kluge spricht nicht nur den Spielern der Landesliga-Mannschaft aus dem Herzen, wenn er hofft, dass es wie geplant im Februar dann tatsächlich auch wieder losgeht. "Ich bin recht zuversichtlich", meint er. Sobald es wieder erlaubt ist, steigen die Altensteiger wieder voll ins Training ein. "Drei, eher vier Wochen Vorbereitung wären schon gut", sagt Carlos Kluge, der sich sportlich einiges erhofft. "Es ist natürlich schwer zu sagen, wo wir stehen, aber das geht den anderen ja auch so. Wir haben uns vorgenommen, vorne mitzuspielen. Bei der Qualität der Mannschaft ist es unser Ziel, dass wir den Aufstieg in die Verbandsliga schaffen – wenn nicht in dieser Saison, dann eben etwas später."

Nicht vorstellen kann oder will sich Carlos Kluge Geisterspiele in der Eichwaldhalle. "Wir wissen natürlich nicht, was noch kommt, aber zum jetzigen Zeitpunkt gehen wir davon aus, dass wir mit Zuschauern spielen werden." Er räumt ein, dass die Halle nicht brechend voll sein kann oder darf, aber die Unterstützung der Fans gehört für ihn einfach dazu.

Und da wäre zudem noch der wirtschaftliche Faktor. Die Heimspiele bringen auch Geld in die Kasse, und wenn keine Zuschauer da sind, dann fallen auch die Einnahmen weg.

Jürgen Kost, Spielwart der SG Hirsau/Calw/Bad Liebenzell, sieht auch Chancen, die Saison im Februar wieder zu starten. "Wenn im Januar die Fallzahlen wieder im Rahmen sind, was wir alle hoffen, dann könnten wir auch wieder mit dem Training einsteigen." Spiele im Februar seien dann möglich. Aber die Saison müsste aus seiner Sicht trotzdem verlängert werden, um sie zu Ende zu spielen. "Vermutlich müssen wir dann bis Ende Juni spielen", sagt Jürgen Kost.

Beim VfL Nagold sieht Abteilungsleiterin Jessica Günther die Situation ein wenig anders. In erster Linie sei sie froh, dass eine Weiterführung der Saison geplant ist und nach der Winterpause wieder Handball gespielt werden soll. Doch sie sieht den Beschluss von Samstag auch kritisch. "Arg viel klüger sind wir nun auch nicht", sagt sie. Sie zweifelt an der Durchführbarkeit der Planung. "Ich glaube nicht, dass wir bei der aktuellen Entwicklung im Januar schon wieder in die Hallen können", sagt sie. Spiele Anfang Februar seien dann nicht möglich, denn die Mannschaften bräuchten vor dem ersten Spiel nach einer so langen Pause mindestens zwei, drei Wochen Training und Vorbereitungszeit. "Wenn es so kommt, wird der Re-Start im Februar schwer", sagt Jessica Günther.

Ähnliche Bedenken hat Abteilungsleiterin Adelheid Oppelt vom TSV Neuhengstett. "Natürlich wollen wir so schnell wie möglich wieder spielen." Allerdings hat sie gewisse Zweifel, dass die (Einfach-)Runde tatsächlich wie geplant durchgezogen werden kann. "Momentan geht gar nichts. Wir haben den Teil-Lockdown. Die Halle ist für den Vereinssport gesperrt. Keiner kann heute sagen, wie es im Februar oder im März aussieht."

Für die weibliche A-Jugend des TSV Neuhengstett ist die Saison in der Bezirksklasse vorbei, ehe sie überhaupt angefangen hat. Das erste Spiel gegen die SG Aidlingen/Ehningen wurde nach einem Corona-Verdacht am Maria-von-Linden-Gymnasium abgesag. Die Begegnung bei der SKV Rutesheim ist wegen eines Corona-Verdachts bei den Rutesheimerinnen ausgefallen.

Wie es genau weitergeht, kann Adelheid Oppelt gegenwärtig nicht sagen. Sie weiß nur, dass die jungen Handballerinnen irgendwie bei Laune gehalten werden müssen, damit sie auch in dieser schwierigen Zeit weiter zur Stange halten.

Auch die A-Jugendlichen des TSV Altensteig waren voller Optimismus in ihre Saison in der Württemberg-Liga gestartet. Doch nach zwei Spielen und 1:3 Punkten ist zum Leidwesen aller frühzeitig Schluss. Die Altensteiger werden wohl die Gelegenheit wahrnehmen, sich in Freundschaftsspielen mit höherklassigen Gegnern zu messen.

"Es geht ja auch darum, dass die Mannschaft nicht ganz aus dem Rhythmus kommt und dass sie gefordert ist, auch wenn es nicht um Punkte geht. Wenn im Frühjahr die Qualifikationsspiele anstehen, braucht die Mannschaft Spielpraxis", sagt Abteilungschef Carlos Kluge.

Denn diese Qualifikationsspiele, die Mitte März beginnen sollen, haben "oberste Priorität für uns", sagt Michael Roll aus Heilbronn, Vorsitzender des Ausschusses Spieltechnik. Die aktuellen Tabellen nach dem Stopp durch die Politik zeigen, dass manche Teams schon alle drei Spiele hinter sich haben, andere jedoch noch keine Partie bestreiten konnten. "Der aktuelle Meisterschaftsspielbetrieb kann unter diesen Umständen nicht mehr zufriedenstellend durchgeführt werden, eine komplette Runde bis zur Qualifikation ist schon allein zeitlich nicht mehr möglich." Deshalb könnten die angesetzten Begegnungen zwar gespielt, für eine Meisterrunde aber nicht gewertet werden.

Wie viele Mannschaften für die Qualifikationsspiele gemeldet werden, vermag Bezirksjugendleiter Thomas Hettler aus Leonberg nicht zu sagen. "Wir müssen auf unseren Sport aufpassen. Ich hoffe, dass wir die Situation einigermaßen bewältigen und nicht zu viele Mannschaften wegbrechen. Es geht nicht nur um Corona, sondern auch um die gesellschaftlichen Veränderungen.

Optimistisch stimmt ihn die qualitativ gute Arbeit in den Vereinen, die den Handballsport für Kinder und Jugendliche generell attraktiv macht. Dass der Rundenspielbetrieb für die jüngeren Jahrgänge aufgrund der Corona-Pandemie für zumindest eine Saison komplett wegfällt, sei sicherlich schwierig, aber aktuell habe sich keine andere – zumindest keine bessere – Lösung angeboten.

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