Vor dem entscheidenden Meisterduell am Samstag gegen den HC Schmiden/Oeffingen II ist die SG HCL nun durch die Niederlage in Schwaikheim in einer schlechteren Ausgangslage.
SF Schwaikheim II – SG Hirsau/Calw/Liebenzell 29:23 (12:11). Eine ganz bittere Niederlage mussten die Landesliga-Handballerinnen der SG Hirsau/Calw/Bad Liebenzell beim Auswärtsauftritt in Schwaikheim hinnehmen. Gegen die SF Schwaikheim II gelang es den Nagoldtalerinnen nicht, die gewohnte Leistung abzurufen. Am Ende stand ein verdienter 29:23-Sieg für die Gastgeberinnen auf der Anzeigetafel – und die SG HCL verspielt sich somit eine gute Ausgangslage im entscheidenden Meisterduell gegen den HC Schmiden/Oeffingen II am Samstag.
Den besseren Start in die Partie erwischten die Schwaikheimerinnen. Vor allem die starken Rückraumschützinnen der Gastgeberinnen machten der SG HCL das Leben schwer und brachten ihr Team mit 9:5 (20.) in Führung. Bis zur Halbzeit kämpfte sich die SG HCL dann aber ins Spiel. In der Defensive stimmte nun die Abstimmung besser und auch der Angriff lief flüssiger. Dazu verhinderte HCL-Torhüterin Nele Forstner quasi mit dem Pausenpfiff ein Kontertor der Gastgeberinnen. Mit 12:11 für die Gastgeberinnen ging es in die Kabinen.
Bis zum 20:19 (45.) lieferten sich beide Teams ein enges Rennen. Entscheidend waren letztendlich aber die nächsten fünf Minuten, in denen die SG HCL mehrere klare Chancen vergab und Schwaikheim drei Tore in Folge erzielte. Diesen Rückstand konnten die Nagoldtalerinnen bis zum Ende nicht mehr aufholen.
Zu viele technische Fehler
Während das Trainerteam bei der Niederlage in Weinstadt vor zwei Wochen wenig zu kritisieren fand, sieht das Fazit dieses Mal anders aus: „Ausschlaggebend waren vor allem die mangelnde Chancenverwertung sowie eine hohe Anzahl an technischen Fehlern. Auch mental konnte das Team nicht über die gesamte Spielzeit hinweg die notwendige Präsenz aufrechterhalten. Vielleicht war es der Druck, der auf diesem wichtigen Auswärtsspiel lag und ein befreites Aufspielen erschwert hat.“ Somit sei die Niederlage letztendlich verdient gewesen. Ein Lob gibt es von HCL-Coach Kost hingegen für die beiden Torhüterinnen, die ihr Team mit wichtigen Paraden im Spiel hielten.
Noch ein letztes Spiel steht der SG HCL bevor. Gegen den HC Schmiden/Oeffingen II steigt das Meisterschaftsduell. Durch die Niederlage gegen Schwaikheim spricht die Ausgangslage nun für Schmiden, denn die SG HCL muss mit acht Toren gewinnen, um Meister zu werden. Dass das gegen ein Spitzenteam wie Schmiden alles andere als leicht wird, versteht sich von selbst. Aber unmöglich ist es nicht: Daheim verlor die SG HCL zuletzt im Februar 2025, in dieser Saison gewann die Mannschaftvor heimischen Fans im Schnitt mit zehn Toren Vorsprung. Und in der letzten Saison gelang gegen den HC Schmiden/Oeffingen II zu Hause ein Sieg mit elf Toren. Kost hat den Titel noch nicht abgeschrieben: „Wenn wir am Samstag zu unserem normalen Spiel finden, ist auch die Meisterschaft noch möglich.“ SG Hirsau/Calw/Bad Liebenz.: Hülya Uzuner und Nele Forstner (beide im Tor), Isabella Micelotta (7/5), Melina Hesse (6), Annika Volkmer (4), Franca Benz (3), Laura Imensek (2), Chiara Elsche (1), Johanna Bayer, Alisa Conzelmann, Fabienne Jährmann, Betty Baumann.