Mit einem 26:26-Unentschieden mussten sich Jannik Kohlbacher Mitte) und die Löwen in Minden begnügen. Foto: Eibner Foto: Schwarzwälder Bote

(ths). Nur in der Zuschauerrolle waren die Handballer des HBW Balingen-Weilstetten

(ths). Nur in der Zuschauerrolle waren die Handballer des HBW Balingen-Weilstetten am Wochenende in der Liqui-Moly-Bundesliga. Das Bürkle-Team greift erst am Donnerstag im wichtigen Heimspiel gegen den TBV Lemgo-Lippe wieder zum Ball.

Gespielt wurde aber dennoch in der Bundesliga; dabei hat Rekordmeister THW Kiel mit einem 32:26 (13:16)-Erfolg seine Titelambitionen untermauert. Nach zweiwöchiger Corona-Quarantäne-Zwangspause taten sich die "Zebras" in der ersten Halbzeit gegen den Hauptstadtklub schwer und lagen zur Pause sogar mit 13:16 im Hintertreffen. Doch nach einer Standpauke von Trainer Filip Jicha in der Pause drehte Kiel mit einem 4:0 zu Beginn und einer starken Leistung von Torhüter Niklas Landin noch zu einem 32:26-Sieg. "Wir haben die Partie in der Abwehr gewonnen", lobte Landin seine Vorderleute. Mit 25:3 Zählern auf dem Konto weist die Kiel die wenigsten Minuspunkte auf und hat drei Spiele weniger absolviert, als die spielfreie SG Flensburg-Handewitt an der Tabellenspitze.

Auf Rang zwei vorgerückt ist der SC Magdeburg. Die Bördestädter siegten bei MT Melsungen mit 27:24 (13:12) und blieben damit im zehnten Spiel in Folge ungeschlagen. Der SC profitierte beim Sprung auf Rang zwei auch vom Patzer der punktgleichen Rhein-Neckar Löwen, die bei GWD Minden nicht über ein 26:26 (11:12) hinaus kamen und sich damit wohl endgültig aus dem Titelrennen verabschiedet haben dürften. "So viele Bälle wie wir wegwerfen, das ist unglaublich. Wir müssen froh sein, dass wir einen Punkt mitnehmen", kritisierte Löwen-Trainer Martin Schwalb, "Jetzt schauen wir, dass wir die bestmögliche Platzierung erreichen."

Wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt verpasst, hat die HSG Nordhorn-Lingen. Die Grafschafter mussten sich beim HC Erlangen mit 29:34 (15:15) geschlagen geben und rangieren damit weiter auf einem Abstiegsplatz, während Erlangen mit ausgeglichenem Punkte-konto (20:20) auf Platz neun rangiert.

Mit einem 33:26-Erfolg gegen den TBV Lemgo-Lippe feierte der Bergische HC bereits seinen zehnten Saisonsieg und steht als Tabellensechster im vorderen Tabellendrittel. Die Lipperländer verpassten es durch die Niederlage indes, den Abstand auf die Abstiegszone zu vergrößern. Die Spiele im Stenogramm:

HC Erlangen – HSG Nordhorn-Lingen 35:29 (15:15). Erlangen: Bissel (8), Sellin (8), Jeppsson (4), Büdel (3), S. Firnhaber (3), Ivic (3), Metzner (3), Överby (2), von Gruchalla (1/1). Nordhorn-Lingen: Mickal (7/2), Miedema (5), De Boer (4), R. Weber (4/3), Kalafut (3), Stegefelt (3), Vorlicek (2), Terwolbeck (1).

MT Melsungen – SC Magdeburg 24:27 (12:13). Melsungen: Kastening (6/1), K. Häfner (5), Kühn (4), Pavlovic (3), Kunkel (2), F. Lemke (2), Maric (2). Magdeburg: O. I. Magnusson (8/4), Mertens (6), G. T. Kristjansson (4), Musa (2), O`Sullivan (2), Preuss (2), Bezjak (1), Gullerud (1), D. Pettersson (1).

Bergischer HC – TBV Lemgo Lippe 33:26 (16:12). Bergischer HC: Gutbrod (6), D. Schmidt (6), Arnesson (4), Darj (4), Damm (3), A. Gunnarsson (3/1), Nikolaisen (3), Uscins (2), Babak (1), Rudeck (1). Lemgo Lippe: Elisson (7/2), Baijens (6), Carlsbogard (4), Guardiola (3), G. Villaplana (3), Zerbe (2), Timm (1).

GWD Minden – Rhein-Neckar Löwen 26:26 (12:11). Minden: Knorr (7/2), Gulliksen (4), Rambo (4), Korte (3/2), Richtzenhain (3), Thiele (2), Janke (1), Pehlivan (1), Schluroff (1). Löwen: Schmid (9/1), Kohlbacher (5), Lagergren (5), Gensheimer (3/1), Kirkelökke (1), Lagarde (1), L. Nilsson (1), Tollbring (1).

THW Kiel – Füchse Berlin 32:26 (13:16). Kiel: Ekberg (6/2), Sagosen (6), Duvnjak (5), Dahmke (4), Reinkind (3), Pekeler (2), Wiencek (2), Ehrig (1), M. Landin (1/1), Weinhold (1), Zarabec (1). Berlin:

Lindberg (7/4), Andersson (4), Holm (4), Wiede (3), Gojun (2), Kopljar (2), M. Vujovic (2), Drux (1), Milosavljev (1).

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