Der Aufstieg in die Verbandsliga ist für die Handballerinnen der SG Hirsau/Calw/Bad Liebenzell zum Greifen nah.
Hinter den Handballerinnen der SG Hirsau/Calw/Bad Liebenzell liegt eine intensive Woche voller Höhen und Tiefen. Als Vizemeisterinnen der Landesliga Staffel 2 hatten sich die Calwerinnen das Ticket für die Aufstiegsrelegation gesichert.
In dieser trat die SG HCL im Turnierformat gegen die Zweiten der Landesliga-Staffeln 1, 3 und 4 an. Bereits im Vorfeld war klar: Nur der Turniersieger erhält einen sicheren Aufstiegsplatz, während der Turnierzweite am Sonntag in einem finalen Relegationsspiel gegen den Turnierzweiten der Landesliga-Staffeln 5, 6, 7 und 8 antreten muss.
SG HCL voll da
Dass die SG HCL nach der verpassten Meisterschaft unbedingt noch den Aufstieg klarmachen wollte, war dem Team um die Trainer Jürgen Kost und Torsten Kleinertz von Beginn an anzumerken.
In den ersten beiden Partien gegen den TSV Bönnigheim II und den SC Vöhringen überzeugte die SG HCL mit Kampfgeist, Tempospiel und einer starken Abwehrleistung. Beide Partien entschieden die Calwerinnen für sich und hatten damit bereits vor dem letzten Spiel den zweiten Tabellenplatz sicher.
Abwehrchefin verletzt
Um Turniersieger zu werden, musste zum Abschluss des Tages allerdings ein weiterer Sieg gegen den TSV Zizishausen her. Erschwerend kam hinzu: Im zweiten Spiel verletzte sich Abwehrchefin Annika Volkmer schwer an der Schulter und konnte nicht mehr weiterspielen.
Trainer Kleinertz berichtet: „Leider wurde gegen Zizishausen schnell deutlich, wie schwer uns der Ausfall von Anni trifft. Zusätzlich haben wir offensiv kaum Lösungen gegen die konsequente Manndeckung gegen Melina gefunden. Am Ende musste sich die Mannschaft geschlagen geben und für uns blieb Rang zwei – verbunden mit der nächsten Chance im Entscheidungsspiel drei Tage später in Eggenstein.“
„Aller guten Dinge sind drei“, weiß Trainer Jürgen Kost. Und nach der verpassten Meisterschaft und dem zweiten Platz in der Relegation reiste die SG HCL am Sonntag mit einem Fanbus nach Eggenstein, um den dritten Anlauf erfolgreich zu gestalten.
„Die Vorzeichen für dieses Spiel hätten aufgrund unserer vielen Ausfälle kaum schwieriger sein können“, so Kleinertz. Aber seine Mannschaft lieferte sich eine wahre Abwehrschlacht und verteidigte beinahe alles, was es zu verteidigen gab.
Nele Forstner top
Hinzu kam die glänzend aufgelegte Nele Forstner im Tor, die die Gastgeberinnen der SG Eggenstein-Leopoldshafen in der zweiten Halbzeit zur Verzweiflung brachte.
Unter dem Jubel der zahlreichen mitgereisten Zuschauer holte die SG HCL einen 22:20-Sieg – und damit ist der Aufstieg in die Verbandsliga zum Greifen nah. Einzige Voraussetzung: Der HC Schmiden/Oeffingen und/oder Frisch Auf Göppingen II müssen die Relegation für die 3. Liga meistern.
So ist der Stand in der Aufstiegsfrage
Deren Relegationsrunde läuft noch bis in den Juni, aber nach aktuellem Stand müsste schon einiges schiefgehen, damit beide Teams den Aufstieg nicht schaffen und die SG HCL in der Landesliga verbleibt.
Kost geht in den „Ruhestand“
Für Kost, der nun in den Trainerruhestand geht, ist der Sieg im letzten Relegationsspiel nochmals ein Höhepunkt: „Ich bin richtig stolz auf die tolle Mannschaftsleistung in der Relegation und auch während der ganzen Saison. Danke an das ganze Team.“
Und Trainerkollege Kleinertz richtete natürlich auch noch ein paar Worte an Kost: „Es war mir eine große Ehre und ein echtes Privileg, erneut ein Jahr mit Jürgen diese fantastische Mannschaft trainieren zu dürfen. Seine positive, offene und vor allem menschliche Art werde ich sehr vermissen. Danke für die gemeinsame Zeit.“